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3. Liga: Den Germanen fehlt in Köln der Glaube

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Vier Tore gelangen Kim-Patrick Kliver für Lit. MT-Archivfoto: rich
Vier Tore gelangen Kim-Patrick Kliver für Lit. MT-Archivfoto: rich

Minden (rich). Die Handballer von Lit Tribe Germania haben im Auswärtsspiel beim Longericher SC ordentlich mitgehalten. Doch „ordentlich mithalten“ ist nicht der Anspruch des Drittliga-Aufsteigers. „Da war mehr drin“, sagte Trainer Daniel Gerling nach der 21:25 (11:15)-Niederlage seiner Mannschaft in Köln.

Eine Fülle von rund 30 technischen Fehlern, darunter etliche vergebene Chancen, ärgerten den Coach. Vor allem in der ersten Halbzeit haperte es beim Abschluss. „Die haben ihren Torwart abgefeiert“, berichtete Gerling von zahlreichen Paraden des SC-Keepers, die auf den oft fahrigen Abschlüssen der Germanen-Angreifer fußten. Auch mit der Abwehrleistung war der Trainer nicht zufrieden, lediglich seinen Keeper Linus Happel hob er hervor. „Wir waren in vielen kleinen Sachen nicht gut genug“, stellte Gerling fest.

Knapp 20 Minuten ging es Tor um Tor. Dann rächten sich die Fehler der Germanen. Vom 9:9 löste sich Longerich auf 14:9, weil die Gäste knapp zehn Minuten keinen Treffer mehr erzielten.

Im zweiten Spielabschnitt wurde es besser. Nach dem 11:17 knabberten die Lit-Germanen den Longericher Vorsprung auf vier Treffer ab. Ihre beste Phase hatten die Gäste dann rund um die 50. Spielminute. Lucas Rüter traf per Siebenmeter zum 19:21, danach brachte Jannik Gartmann sein Team mit zwei Treffen zum 21:22 wieder ganz nah heran. Zwischen den Treffern des Linkshänders lagen fünf torlose Minuten. „Wir holen uns Bälle, aber wir machen nichts daraus“, bedauerte Gerling. Stattdessen schlugen dann die Gastgeber zu und machten mit einem Doppelschlag zum 24:21 den Sack zu. Den Gästen gelang in den drei Schlussminuten hingegen kein Treffer mehr.

Als nicht unverdient stufte Gerling die zweite Saisonniederlage ein: „Wir haben einfach nicht genug Präsenz gezeigt. Man hatte das Gefühl, die Mannschaft hat nicht richtig an einen Sieg geglaubt.“

Lit Tribe Germania: J. Finke, Happel - Rüter 1/1, Rodenkirchen, Borcherding 2, Grabarczyk, Schulz, D. Finke, Gartmann 3, Kliver 4, Mundus 9/3, Riechmann 2, Meinking, Grote, Klesniks.

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Minden3. Liga: Den Germanen fehlt in Köln der GlaubeMinden (rich). Die Handballer von Lit Tribe Germania haben im Auswärtsspiel beim Longericher SC ordentlich mitgehalten. Doch „ordentlich mithalten“ ist nicht der Anspruch des Drittliga-Aufsteigers. „Da war mehr drin“, sagte Trainer Daniel Gerling nach der 21:25 (11:15)-Niederlage seiner Mannschaft in Köln. Eine Fülle von rund 30 technischen Fehlern, darunter etliche vergebene Chancen, ärgerten den Coach. Vor allem in der ersten Halbzeit haperte es beim Abschluss. „Die haben ihren Torwart abgefeiert“, berichtete Gerling von zahlreichen Paraden des SC-Keepers, die auf den oft fahrigen Abschlüssen der Germanen-Angreifer fußten. Auch mit der Abwehrleistung war der Trainer nicht zufrieden, lediglich seinen Keeper Linus Happel hob er hervor. „Wir waren in vielen kleinen Sachen nicht gut genug“, stellte Gerling fest. Knapp 20 Minuten ging es Tor um Tor. Dann rächten sich die Fehler der Germanen. Vom 9:9 löste sich Longerich auf 14:9, weil die Gäste knapp zehn Minuten keinen Treffer mehr erzielten. Im zweiten Spielabschnitt wurde es besser. Nach dem 11:17 knabberten die Lit-Germanen den Longericher Vorsprung auf vier Treffer ab. Ihre beste Phase hatten die Gäste dann rund um die 50. Spielminute. Lucas Rüter traf per Siebenmeter zum 19:21, danach brachte Jannik Gartmann sein Team mit zwei Treffen zum 21:22 wieder ganz nah heran. Zwischen den Treffern des Linkshänders lagen fünf torlose Minuten. „Wir holen uns Bälle, aber wir machen nichts daraus“, bedauerte Gerling. Stattdessen schlugen dann die Gastgeber zu und machten mit einem Doppelschlag zum 24:21 den Sack zu. Den Gästen gelang in den drei Schlussminuten hingegen kein Treffer mehr. Als nicht unverdient stufte Gerling die zweite Saisonniederlage ein: „Wir haben einfach nicht genug Präsenz gezeigt. Man hatte das Gefühl, die Mannschaft hat nicht richtig an einen Sieg geglaubt.“ Lit Tribe Germania: J. Finke, Happel - Rüter 1/1, Rodenkirchen, Borcherding 2, Grabarczyk, Schulz, D. Finke, Gartmann 3, Kliver 4, Mundus 9/3, Riechmann 2, Meinking, Grote, Klesniks.