Porta Westfalica

Die HSG Porta steht ab sofort ohne Halle da

Jörg Wehling

Porta Westfalica (mt). Großes Pech für die HSG Porta – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr. Fast exakt mit dem Saisonstart stehen die Handballer ohne Halle da, weil der Bodenbelag der Karl-Krüger-Halle auf eine Fläche von etwa 20 Quadratmetern marode ist. „Der Boden gibt in diesem Bereich an verschiedenen Stellen punktuell nach, so dass eine erhebliche Verletzungsgefahr besteht“, berichtet Handball-Abteilungsleiter André Donnecker. Der HSG-Vereinsvertreter hat die Stadt Porta über den schlechter werdenden Zustand des Belages informiert. Anfangs waren nur ein bis zwei Quadratmeter betroffen, mittlerweile haben sich die schadhaften Stellen ausgeweitet. Als Grund wird die aus Holz bestehende und ebenfalls in die Jahre gekommene schadhafte Unterkonstruktion vermutet, die möglicherweise an dieser Stelle brüchig geworden ist.

Nach einer gemeinsamen Begehung mit Vertretern der Stadt und den Vereinsverantwortlichen am Dienstagabend wurde die knapp 45 Jahre alte Halle erst einmal bis zum 29. September gesperrt. Am 23. September soll der Hallenboden geöffnet werden, um sich einen genaueres Bild vom Schaden zu machen. „Erst dann kann man auch wirklich abschätzen, wie lange die Halle gesperrt bleibt“, sagt Donnecker. De Vereinsvertreter hofft darauf, dass der Schaden schnell behoben werden kann. Im günstigsten Fall, könnte dann am 30. September der Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. „Wir sind in sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen der Stadt. Und sie sind uns auf der Suche nach Trainingsalternativen behilflich“, sagt Donnecker.

André Donnecker

MT-Archivfoto: jöw
André Donnecker
MT-Archivfoto: jöw

Die sechs Jugendmannschaften, die an diesem Wochenende Heimspiele gehabt hätten, können ihre Partien wohl in Vlotho austragen. Auch das Training in kleineren Hallen ist in der kommenden Woche offenbar gesichert.

Im Seniorenbereich verhält es sich komplizierter, zum Beispiel beim Männer-Verbandsliga–Team, das heute Abend um 20 Uhr glücklicherweise mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Harsewinkel in die Saison startet. „Wir haben definitiv keine geeignete Trainingsmöglichkeit in der kommenden Woche. Entweder passen die Zeiten am späten Nachmittag nicht, oder die angebotenen Hallen sind zu klein für Handball-Training, oder in der Halle wie in Lerbeck besteht Haftkleberverbot“, sagt Trainer Daniel Franke. Aus diesem Grund ist auch geplant, das erste Heimspiel gegen den TSV Hahlen wegen der fehlenden Vorbereitung abzusagen. Dass damit auch das publikumsträchtige Oktoberfest an der Karl-Krüger-Halle ausfällt, nimmt Abteilungsleiter André Donnecker allerdings gelassen hin. „Das holen wir irgendwann nach. Schließlich geht die Gesundheit der Spieler vor.“

Zuletzt investiert in die Halle wurde im Rahmen des Konjunkturpakets II in den Jahren 2010 und 2011. Damals wurde die Halle neu gedämmt und der Sanitärtrakt erneuert. Die Unterkonstruktion stammt noch aus dem Jahr 1974.

„Eine weitere Nutzung hätte eine Gefährdung für Sportlerinnen und Sportler mit sich gebracht. Natürlich sind wir bemüht, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen und hoffen, dass die Reparatur im geplanten Zeitrahmen abgewickelt werden kann. Die Stadtverwaltung hat angeboten, dass freie Hallen-Kapazitäten genutzt werden können, auch wenn der Trainingsbetrieb nicht vollständig aufgefangen werden kann“, sagte Stefan Mohme, Technischer Beigeordneter der Stadt in einer ersten Stellungnahme.

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Porta WestfalicaDie HSG Porta steht ab sofort ohne Halle daJörg WehlingPorta Westfalica (mt). Großes Pech für die HSG Porta – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr. Fast exakt mit dem Saisonstart stehen die Handballer ohne Halle da, weil der Bodenbelag der Karl-Krüger-Halle auf eine Fläche von etwa 20 Quadratmetern marode ist. „Der Boden gibt in diesem Bereich an verschiedenen Stellen punktuell nach, so dass eine erhebliche Verletzungsgefahr besteht“, berichtet Handball-Abteilungsleiter André Donnecker. Der HSG-Vereinsvertreter hat die Stadt Porta über den schlechter werdenden Zustand des Belages informiert. Anfangs waren nur ein bis zwei Quadratmeter betroffen, mittlerweile haben sich die schadhaften Stellen ausgeweitet. Als Grund wird die aus Holz bestehende und ebenfalls in die Jahre gekommene schadhafte Unterkonstruktion vermutet, die möglicherweise an dieser Stelle brüchig geworden ist. Nach einer gemeinsamen Begehung mit Vertretern der Stadt und den Vereinsverantwortlichen am Dienstagabend wurde die knapp 45 Jahre alte Halle erst einmal bis zum 29. September gesperrt. Am 23. September soll der Hallenboden geöffnet werden, um sich einen genaueres Bild vom Schaden zu machen. „Erst dann kann man auch wirklich abschätzen, wie lange die Halle gesperrt bleibt“, sagt Donnecker. De Vereinsvertreter hofft darauf, dass der Schaden schnell behoben werden kann. Im günstigsten Fall, könnte dann am 30. September der Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. „Wir sind in sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen der Stadt. Und sie sind uns auf der Suche nach Trainingsalternativen behilflich“, sagt Donnecker. Die sechs Jugendmannschaften, die an diesem Wochenende Heimspiele gehabt hätten, können ihre Partien wohl in Vlotho austragen. Auch das Training in kleineren Hallen ist in der kommenden Woche offenbar gesichert. Im Seniorenbereich verhält es sich komplizierter, zum Beispiel beim Männer-Verbandsliga–Team, das heute Abend um 20 Uhr glücklicherweise mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Harsewinkel in die Saison startet. „Wir haben definitiv keine geeignete Trainingsmöglichkeit in der kommenden Woche. Entweder passen die Zeiten am späten Nachmittag nicht, oder die angebotenen Hallen sind zu klein für Handball-Training, oder in der Halle wie in Lerbeck besteht Haftkleberverbot“, sagt Trainer Daniel Franke. Aus diesem Grund ist auch geplant, das erste Heimspiel gegen den TSV Hahlen wegen der fehlenden Vorbereitung abzusagen. Dass damit auch das publikumsträchtige Oktoberfest an der Karl-Krüger-Halle ausfällt, nimmt Abteilungsleiter André Donnecker allerdings gelassen hin. „Das holen wir irgendwann nach. Schließlich geht die Gesundheit der Spieler vor.“ Zuletzt investiert in die Halle wurde im Rahmen des Konjunkturpakets II in den Jahren 2010 und 2011. Damals wurde die Halle neu gedämmt und der Sanitärtrakt erneuert. Die Unterkonstruktion stammt noch aus dem Jahr 1974. „Eine weitere Nutzung hätte eine Gefährdung für Sportlerinnen und Sportler mit sich gebracht. Natürlich sind wir bemüht, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen und hoffen, dass die Reparatur im geplanten Zeitrahmen abgewickelt werden kann. Die Stadtverwaltung hat angeboten, dass freie Hallen-Kapazitäten genutzt werden können, auch wenn der Trainingsbetrieb nicht vollständig aufgefangen werden kann“, sagte Stefan Mohme, Technischer Beigeordneter der Stadt in einer ersten Stellungnahme.