Lübbecke

2. Liga: Valentin Spohn blüht auf - TuS N-Lübbecke empfängt am Freitag die HSG Krefeld

Marc Schmedtlevin

Durchsetzungsstark: Lübbeckes Valentin Spohn. 
Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Durchsetzungsstark: Lübbeckes Valentin Spohn.
Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Lübbecke (nw). Unentschieden, Sieg, Niederlage – der Saisonstart des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke hatte alles zu bieten und kann deswegen als mittelmäßig bezeichnet werden. Hervorragend läuft es dagegen bisher für einen Spieler: Valentin Spohn.

Der Rückraumschütze scheint mit Beginn seiner zweiten Saison in Lübbecke aufzublühen. Beim Erfolg in Emsdetten ging von Spohn die meiste Gefahr aus, und auch am vergangenen Wochenende in Coburg war der Rechtshänder der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft. In den bisherigen drei Partien kommt Spohn auf 18 Tore – davon drei per Siebenmeter – und führt damit das teaminterne Ranking an. „Von Statistiken bin ich aber überhaupt kein Freund“, sagt Spohn vor dem Heimspiel gegen die HSG Krefeld am Freitag (19.30 Uhr).

Die Abschlussstärke ist es vor allem, die den 22-Jährigen für den TuS so wertvoll macht. Nachdem Spohn – wie alle seiner Kollegen – in der vergangenen Saison hinter den Erwartungen zurückblieb, spielt er sich nun in den Fokus. „Valle hat eine sehr gute Vorbereitung absolviert, es läuft bei ihm“, sagt Emir Kurtagic. Der Lübbecker Trainer scheint seinen Anteil an Spohns starker Form zu haben, wie er selbst verdeutlicht: „Emir gibt mir Selbstvertrauen, schenkt mir das Vertrauen und will die Würfe von mir sehen.“ An Feinheiten wie der Wurfauswahl und dem Verhalten in einzelnen Situationen müsse Spohn aber weiterhin arbeiten.

Während es bei ihm im linken Rückraum prächtig läuft, kann Kapitän Marian Orlowski die ihm zugedachte Rolle bisher noch nicht übernehmen. „Marian sucht seine Form“, sagt Kurtagic, für den sich auf dieser Position so etwas wie ein Luxusproblem ergibt: „Auf Halblinks haben wir sicherlich die größte Qualität und den stärksten Konkurrenzkampf.“ Spohn und Orlowski seien unterschiedliche Spielertypen, die die gegnerische Abwehr immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. „Die beiden sind ein Beleg für unsere Breite im Kader, die wir ausnutzen wollen“, betont Emir Kurtagic.

Was Valentin Spohn trotz seines persönlich starken Saisonstarts noch vermisst? Eine bessere Punkteausbeute. Neun Tore in Coburg konnten eine Niederlage dort beispielsweise nicht verhindern. „Es war natürlich ein bisschen deprimierend, weil ich dachte, dass wir schon weiter sind“, sagt Spohn, der dennoch Positives aus dem 19:27 herausziehen kann: „Als wir mit sechs Toren zurücklagen, haben wir uns dennoch weiterhin gegenseitig angefeuert. Das war in der vergangenen Saison nicht immer so.“

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Lübbecke2. Liga: Valentin Spohn blüht auf - TuS N-Lübbecke empfängt am Freitag die HSG KrefeldMarc SchmedtlevinLübbecke (nw). Unentschieden, Sieg, Niederlage – der Saisonstart des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke hatte alles zu bieten und kann deswegen als mittelmäßig bezeichnet werden. Hervorragend läuft es dagegen bisher für einen Spieler: Valentin Spohn. Der Rückraumschütze scheint mit Beginn seiner zweiten Saison in Lübbecke aufzublühen. Beim Erfolg in Emsdetten ging von Spohn die meiste Gefahr aus, und auch am vergangenen Wochenende in Coburg war der Rechtshänder der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft. In den bisherigen drei Partien kommt Spohn auf 18 Tore – davon drei per Siebenmeter – und führt damit das teaminterne Ranking an. „Von Statistiken bin ich aber überhaupt kein Freund“, sagt Spohn vor dem Heimspiel gegen die HSG Krefeld am Freitag (19.30 Uhr). Die Abschlussstärke ist es vor allem, die den 22-Jährigen für den TuS so wertvoll macht. Nachdem Spohn – wie alle seiner Kollegen – in der vergangenen Saison hinter den Erwartungen zurückblieb, spielt er sich nun in den Fokus. „Valle hat eine sehr gute Vorbereitung absolviert, es läuft bei ihm“, sagt Emir Kurtagic. Der Lübbecker Trainer scheint seinen Anteil an Spohns starker Form zu haben, wie er selbst verdeutlicht: „Emir gibt mir Selbstvertrauen, schenkt mir das Vertrauen und will die Würfe von mir sehen.“ An Feinheiten wie der Wurfauswahl und dem Verhalten in einzelnen Situationen müsse Spohn aber weiterhin arbeiten. Während es bei ihm im linken Rückraum prächtig läuft, kann Kapitän Marian Orlowski die ihm zugedachte Rolle bisher noch nicht übernehmen. „Marian sucht seine Form“, sagt Kurtagic, für den sich auf dieser Position so etwas wie ein Luxusproblem ergibt: „Auf Halblinks haben wir sicherlich die größte Qualität und den stärksten Konkurrenzkampf.“ Spohn und Orlowski seien unterschiedliche Spielertypen, die die gegnerische Abwehr immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. „Die beiden sind ein Beleg für unsere Breite im Kader, die wir ausnutzen wollen“, betont Emir Kurtagic. Was Valentin Spohn trotz seines persönlich starken Saisonstarts noch vermisst? Eine bessere Punkteausbeute. Neun Tore in Coburg konnten eine Niederlage dort beispielsweise nicht verhindern. „Es war natürlich ein bisschen deprimierend, weil ich dachte, dass wir schon weiter sind“, sagt Spohn, der dennoch Positives aus dem 19:27 herausziehen kann: „Als wir mit sechs Toren zurücklagen, haben wir uns dennoch weiterhin gegenseitig angefeuert. Das war in der vergangenen Saison nicht immer so.“