Minden

Erste Pleite seit zwei Jahren - Saison im Jugendhandball ist mit Knalleffekt gestartet

Christian Bendig

Maleen Südmeier (Mitte, am Ball) kam vor der Saison von der JSG NSM-Nettelstedt zum TSV Hahlen. Im A-Mädchen-Derby gegen den HSV Minden-Nord traf die Rückraumspielerin drei Mal. Beste Hahler Torschützin war aber Pia Wüllner (rechts, Nummer 4) mit zehn Feldtoren. - © Foto: Christian Bendig
Maleen Südmeier (Mitte, am Ball) kam vor der Saison von der JSG NSM-Nettelstedt zum TSV Hahlen. Im A-Mädchen-Derby gegen den HSV Minden-Nord traf die Rückraumspielerin drei Mal. Beste Hahler Torschützin war aber Pia Wüllner (rechts, Nummer 4) mit zehn Feldtoren. (© Foto: Christian Bendig)

Minden (cb). Die Handballsaison im Nachwuchsbereich startete mit einem Knalleffekt. Die B1-Jungen GWD Mindens mussten nach zwei Jahren ohne Niederlage erstmals wieder in der Oberliga die Waffen strecken und verloren bei der SG Menden Sauerland Wölfe. Bei den A-Mädchen hatte der TSV Hahlen im Oberliga-Derby gegen den HSV Minden-Nord die Nase vorne.

Mädchen

Der TSV Hahlen entschied das A-Mädchen-Derby gegen den HSV Minden-Nord mit 27:21 (10:12) für sich. Damit war nicht unbedingt zu rechnen gewesen und zunächst schien alles den erwarteten Verlauf zu nehmen. Die Mädchen des HSV Minden-Nord dominierten im Hahler Feld den ersten Durchgang. Einziges Manko: Die Wurfausbeute. Unter anderem ließ die Mannschaft von Trainer Olaf Wittemeier über die gesamte Spielzeit drei Strafwürfe liegen und nahm auch deswegen nur eine dünne Zwei-Tore-Führung mit in die Pause. „Bis dahin hat unsere offensive Abwehr gut gegriffen. Aber die Chancenverwertung war nicht gut“, schwante Wittemeier bereits in der Halbzeitpause, „dass wir das Spiel in der ersten Hälfte bereits verloren hatten“. Denn das HSV-Team bestand lediglich aus zehn Mädchen, davon nur drei Rückraumspielerinnen. „Die mussten durchspielen und mit fortlaufender Spieldauer schwanden die Kräfte“, berichtete der HSV-Trainer.

Tjorven Sturhahn traf 16 Mal. - © Foto: Bendig
Tjorven Sturhahn traf 16 Mal. (© Foto: Bendig)

Der HSV agierte zunehmend druckloser und prallte immer häufiger an der Hahler 6:0-Deckung ab. „Hahlen hatte mehr Spielerinnen im Kader“, bemerkte Wittemeier und machte den einsetzenden Kräfteverschleiß auch für einige Nachlässigkeiten in der Defensive verantwortlich. Hahlen nutzte im zweiten Abschnitt vor allem über Rückraumspielerin Pia Wüllner die sich bietenden Lücken eiskalt. „So ab der 48. Minute haben wir es endlich geschafft, unser Laufspiel aufzuziehen und das zu spielen, was wir uns vorgenommen hatten“, schilderte TSV-Trainer Jürgen Winter, der den Sieg zwar als verdient aber auch „um einige Treffer zu hoch ausgefallen“ einstufte.

Bei den C-Mädchen lief es für den HSV im zweiten Derby des Spieltags besser. In eigener Halle kam die Mannschaft von Trainer Niklas Fiestelmann zu einem hart umkämpften 23:22 gegen die JSG NSM-Nettelstedt. Merle Pauser traf in der Schlusssekunde zum Sieg. Nachdem zunächst die Gastgeberinnen den Ton angaben und bereits 11:6 (21. Minute) führten, kämpfte sich die JSG in die Partie zurück. Beim 16:16 (32.) war der Gleichstand wieder hergestellt, ehe er HSV wieder auf 22:19 wegzog. Auch von diesem Rückstand ließ sich die JSG nicht entmutigen und kam wieder zum 22:22-Ausgleich, ehe sich Merle Pauser ein Herz fasste. „Das ist total bitter, wenn man sich so ins Spiel zurückkämpft“, sagte JSG-Trainer Marvin Ruhe.

Jungen

Für die drei Oberliga-Mannschaften GWD Mindens verlief der erste Spieltag durchwachsen. Die A2-Jungen kamen heftig mit 15:29 unter die Räder. Die neuformierten B1-Jungen von Trainer Marius Traue – immerhin amtierender Westfalenmeister – unterlagen überraschend bei der SG Menden. Die gastiert am zweiten Spieltag bei der JSG NSM-Nettelstedt, die zum Rundenstart mit 30:15 bei der DJK Oespel-Kley siegte.

Einen gelungenen Einstand in die C-Jungen-Oberliga feierte die JSG Meißen-Röcke mit dem 26:22-Sieg bei der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. Die JSG NSM-N. siegte 34:12 gegen die SG Bünde-Dünne. Zum 31:16-Sieg über die TG Hörste der GWD-C-Jungen steuerte Tjorven Stuhrhahn satte 16 Treffer bei. Zehn davon gelangen ihm in der ersten Halbzeit.

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MindenErste Pleite seit zwei Jahren - Saison im Jugendhandball ist mit Knalleffekt gestartetChristian BendigMinden (cb). Die Handballsaison im Nachwuchsbereich startete mit einem Knalleffekt. Die B1-Jungen GWD Mindens mussten nach zwei Jahren ohne Niederlage erstmals wieder in der Oberliga die Waffen strecken und verloren bei der SG Menden Sauerland Wölfe. Bei den A-Mädchen hatte der TSV Hahlen im Oberliga-Derby gegen den HSV Minden-Nord die Nase vorne. Mädchen Der TSV Hahlen entschied das A-Mädchen-Derby gegen den HSV Minden-Nord mit 27:21 (10:12) für sich. Damit war nicht unbedingt zu rechnen gewesen und zunächst schien alles den erwarteten Verlauf zu nehmen. Die Mädchen des HSV Minden-Nord dominierten im Hahler Feld den ersten Durchgang. Einziges Manko: Die Wurfausbeute. Unter anderem ließ die Mannschaft von Trainer Olaf Wittemeier über die gesamte Spielzeit drei Strafwürfe liegen und nahm auch deswegen nur eine dünne Zwei-Tore-Führung mit in die Pause. „Bis dahin hat unsere offensive Abwehr gut gegriffen. Aber die Chancenverwertung war nicht gut“, schwante Wittemeier bereits in der Halbzeitpause, „dass wir das Spiel in der ersten Hälfte bereits verloren hatten“. Denn das HSV-Team bestand lediglich aus zehn Mädchen, davon nur drei Rückraumspielerinnen. „Die mussten durchspielen und mit fortlaufender Spieldauer schwanden die Kräfte“, berichtete der HSV-Trainer. Der HSV agierte zunehmend druckloser und prallte immer häufiger an der Hahler 6:0-Deckung ab. „Hahlen hatte mehr Spielerinnen im Kader“, bemerkte Wittemeier und machte den einsetzenden Kräfteverschleiß auch für einige Nachlässigkeiten in der Defensive verantwortlich. Hahlen nutzte im zweiten Abschnitt vor allem über Rückraumspielerin Pia Wüllner die sich bietenden Lücken eiskalt. „So ab der 48. Minute haben wir es endlich geschafft, unser Laufspiel aufzuziehen und das zu spielen, was wir uns vorgenommen hatten“, schilderte TSV-Trainer Jürgen Winter, der den Sieg zwar als verdient aber auch „um einige Treffer zu hoch ausgefallen“ einstufte. Bei den C-Mädchen lief es für den HSV im zweiten Derby des Spieltags besser. In eigener Halle kam die Mannschaft von Trainer Niklas Fiestelmann zu einem hart umkämpften 23:22 gegen die JSG NSM-Nettelstedt. Merle Pauser traf in der Schlusssekunde zum Sieg. Nachdem zunächst die Gastgeberinnen den Ton angaben und bereits 11:6 (21. Minute) führten, kämpfte sich die JSG in die Partie zurück. Beim 16:16 (32.) war der Gleichstand wieder hergestellt, ehe er HSV wieder auf 22:19 wegzog. Auch von diesem Rückstand ließ sich die JSG nicht entmutigen und kam wieder zum 22:22-Ausgleich, ehe sich Merle Pauser ein Herz fasste. „Das ist total bitter, wenn man sich so ins Spiel zurückkämpft“, sagte JSG-Trainer Marvin Ruhe. Jungen Für die drei Oberliga-Mannschaften GWD Mindens verlief der erste Spieltag durchwachsen. Die A2-Jungen kamen heftig mit 15:29 unter die Räder. Die neuformierten B1-Jungen von Trainer Marius Traue – immerhin amtierender Westfalenmeister – unterlagen überraschend bei der SG Menden. Die gastiert am zweiten Spieltag bei der JSG NSM-Nettelstedt, die zum Rundenstart mit 30:15 bei der DJK Oespel-Kley siegte. Einen gelungenen Einstand in die C-Jungen-Oberliga feierte die JSG Meißen-Röcke mit dem 26:22-Sieg bei der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. Die JSG NSM-N. siegte 34:12 gegen die SG Bünde-Dünne. Zum 31:16-Sieg über die TG Hörste der GWD-C-Jungen steuerte Tjorven Stuhrhahn satte 16 Treffer bei. Zehn davon gelangen ihm in der ersten Halbzeit.