Hille

A-Jungen-Bundesliga: Bei NSM-Nettelstedt muss schon alles passen

Christian Bendig

Die JSG NSM-Nettelstedt geht mit Teammanager Christoph Pohl (hintere Reihe von links), Luis Altenburg, Michel Gerfen, Mark Artmeier, Julian Grote, Malte Nürnberger, Jona Niermeyer, Jannik Zajac, Trainer Julian Grumbach, Physiotherapeutin Stephanie Siebe, Rene Plaß, Eric Südmeier, Julius Brune, Hannes Krassort, Luis Lengauer, Laurens Günther, Trainer Hans Georg Borgmann, Juri Bockermann (vordere Reihe von links), Luan Camic, Valentin Beckmann, Patrick Gerloff und Fin Lasse Röbke in die Saison. - © Foto: privat/JSG NSM-Nettelstedt
Die JSG NSM-Nettelstedt geht mit Teammanager Christoph Pohl (hintere Reihe von links), Luis Altenburg, Michel Gerfen, Mark Artmeier, Julian Grote, Malte Nürnberger, Jona Niermeyer, Jannik Zajac, Trainer Julian Grumbach, Physiotherapeutin Stephanie Siebe, Rene Plaß, Eric Südmeier, Julius Brune, Hannes Krassort, Luis Lengauer, Laurens Günther, Trainer Hans Georg Borgmann, Juri Bockermann (vordere Reihe von links), Luan Camic, Valentin Beckmann, Patrick Gerloff und Fin Lasse Röbke in die Saison. (© Foto: privat/JSG NSM-Nettelstedt)

Hille (cb). Der dritte Platz in der vergangenen Saison in der Jugendbundesliga gehört der Vergangenheit an. Die Meriten muss sich der neue A1-Jahrgang der JSG NSM-Nettelstedt in der höchsten Nachwuchsklasse erst wieder verdienen. Und das Spektrum der möglichen Endplatzierungen in der Vorrunde ist in den Augen des neuen Trainers Julian Grumbach groß. Es reicht vom Einzug in die Meisterrunde bis hin zu einem Platz im hinteren Feld der Tabelle.

Die namhaften Gegner sowie das neue Format der Liga mit Vorrunde und anschließender Meister- oder Pokalrunde übt auch auf den jungen Trainer einen großen Reiz aus. „Ob es sich dann als besser oder schlechter als der alte Spielmodus herausstellt, muss man abwarten“, sagt Grumbach, der sich unabhängig von den Regularien riesig auf die anstehende Spielzeit freut. „Auch, wenn wir jetzt vom Westen in den Norden gerutscht sind, haben wir weiterhin die Derbys gegen die HSG Lemgo und GWD Minden.“

Neben dem OWL- beziehungsweise Mühlenkreis-Klassiker freut man sich im JSG-Lager auf die Duelle mit der SG Flensburg-Handewitt und auch dem THW Kiel. Das eine Nordlicht – Flensburg – räumte mit den Profis und der A-Jugend in der vergangenen Spielzeit zwei Deutsche Meisterschaften ab. Das andere Nordlicht, der THW, ist bekanntlich der erfolgreichste Handballverein der Welt. Gegen die Schwergewichte muss die JSG auswärts ran. „Zum Glück spielen wir die Derbys zu Hause und die Halle wird voll“, meint Grumbach. Ohnehin bestreitet die JSG in der neun Spiele umfassenden Vorrunde fünf Heim- und vier Auswärtsspiele. Vielleicht ein kleiner Vorteil im Kampf um Platz vier, der den Einzug in die Meisterrunde bedeutet. „Es müsste schon alles passen, und wir müssen von Anfang an voll da sein“, weiß Grumbach wie sein Trainerkollege von GWD Minden, Sebastian Bagats. Und die Leistungsträger dürfen sich nicht verletzen. Einer fehlt bereits: Juri Bockermann fällt wegen einer Fußverletzung bis zum Jahreswechsel aus. „Das trifft uns hart“, gibt Grumbach zu. Also liegt noch mehr Verantwortung auf den Rückraumakteuren Hannes Krassort, Eric Südmeier und dem am Kreis und auf Linksaußen einsetzbaren Luis Lengauer. Lengauer durfte wie Torwart Patrick Gerloff beim Spielothek-Cup bei den Zweitligaprofis des TuS N-Lübbecke reinschnuppern. In die Bundesliga reinschnuppern muss auch Grumbach, der das Amt von Daniel Gerling übernahm, noch in den ersten Spielen. „Wie für die Jungs ist die Bundesliga auch für mich eine große Herausforderung“, betont Grumbach. Der arbeitet in seiner noch jungen Karriere erstmals in einem Trainergespann. „Ich freue mich total auf die Arbeit mit Hans-Georg Borgmann“, verfügt die JSG über ein spannendes Duo aus Jung und Junggeblieben am Spielfeldrand.

Der Kader

Abgänge: Marvin Mundus, Mats Grszesinski (beide TuS N-Lübbecke), Jonas Hehemann (TuS Spenge), Jannik Ames), Marvin Meinking (beide Lit Tribe Germania II), Moritz Eichelsbacher (TSG Altenhagen-Heepen).

Zugänge: Valentin Beckmann, Mark Artmeier (beide GWD Minden), Rene Plaß (TSG Altenhagen-Heepen),

Kader: Patrick Gerloff, Valentin Beckmann, Luan Camic – Hannes Krassort, Malte Nürnberger, Julian Grote, Michel Gerfen, Jona Niemeyer, Mark Artmeier, Eric Südmeier, Luis Lengauer, Rene Plaß, Fin Lasse Röbke, Julius Brune, Juri Bockermann, Jonas Hoffmann, JannikZajak, Luis Altenburg, Laurens Günther.

Trainer: Julian Grumbach, Hans Georg Borgmann, Christoph Pohl (Teammanager).

Hintergrund: Der neue Modus

Von dieser Saison an wird die Jugendbundesliga in einem neuen Modus ausgespielt.

In den vier Vorrunden-Staffeln Nord, West, Ost und Süd treffen die Mannschaften jeweils einmal aufeinander. Die dann vier besten Teams steigen in die Meisterrunde auf. Die wird in zwei Staffeln á acht Teams ausgespielt. Jeweils zwei aus einer Vorrundenstaffel. Die vier besten Mannschaften der Meisterrunde kämpfen in einer K.o-Runde mit Hin- und Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft.

Die nach der Vorrunde auf Platz fünf oder schlechter platzierten Mannschaften spielen in der Pokalrunde weiter. Die besteht wieder aus vier Staffeln á sechs Mannschaften. Es gibt Hin- und Rückspiele, also in der Summe zehn Spieltage. Die beiden besten Teams jeder Staffel ziehen in das Viertelfinale des DHB-Jugendpokals ein. Die vier Sieger ermitteln in einem Turnier im Final-Four-Format den Pokalsieger. (cb)

Spielplan der JSG NSM-Nettelstedt

JSG NSM-N. - HSG Lemgo ?Sa. 7., Sept., 18.00 Uhr

SG Flensburg-H. - JSG NSM-N. ?Sa. 14., Sept., 16.00 Uhr

HC Bremen - JSG NSM-N. ?So., 22. Sept., 15.30 Uhr

JSG NSM-N. - GWD Minden ?Fr., 4. Okt., 20.00 Uhr

THW Kiel - JSG NSM-N. ?Sa., 12.Okt., 16.00 Uhr

JSG NSM-N. - HSV Hamburg ?So., 27.Okt., 13.00 Uhr

Tusem Essen - JSG NSM-N. ?So., 3. Nov., 15.00 Uhr

JSG NSM-N. - VfL B. Schwartau ?So., 10.Nov., 14.00 Uhr

Adler Königshof - JSG NSM-N. ?Sa., 16.Nov., 17.00 Uhr

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HilleA-Jungen-Bundesliga: Bei NSM-Nettelstedt muss schon alles passenChristian BendigHille (cb). Der dritte Platz in der vergangenen Saison in der Jugendbundesliga gehört der Vergangenheit an. Die Meriten muss sich der neue A1-Jahrgang der JSG NSM-Nettelstedt in der höchsten Nachwuchsklasse erst wieder verdienen. Und das Spektrum der möglichen Endplatzierungen in der Vorrunde ist in den Augen des neuen Trainers Julian Grumbach groß. Es reicht vom Einzug in die Meisterrunde bis hin zu einem Platz im hinteren Feld der Tabelle. Die namhaften Gegner sowie das neue Format der Liga mit Vorrunde und anschließender Meister- oder Pokalrunde übt auch auf den jungen Trainer einen großen Reiz aus. „Ob es sich dann als besser oder schlechter als der alte Spielmodus herausstellt, muss man abwarten“, sagt Grumbach, der sich unabhängig von den Regularien riesig auf die anstehende Spielzeit freut. „Auch, wenn wir jetzt vom Westen in den Norden gerutscht sind, haben wir weiterhin die Derbys gegen die HSG Lemgo und GWD Minden.“ Neben dem OWL- beziehungsweise Mühlenkreis-Klassiker freut man sich im JSG-Lager auf die Duelle mit der SG Flensburg-Handewitt und auch dem THW Kiel. Das eine Nordlicht – Flensburg – räumte mit den Profis und der A-Jugend in der vergangenen Spielzeit zwei Deutsche Meisterschaften ab. Das andere Nordlicht, der THW, ist bekanntlich der erfolgreichste Handballverein der Welt. Gegen die Schwergewichte muss die JSG auswärts ran. „Zum Glück spielen wir die Derbys zu Hause und die Halle wird voll“, meint Grumbach. Ohnehin bestreitet die JSG in der neun Spiele umfassenden Vorrunde fünf Heim- und vier Auswärtsspiele. Vielleicht ein kleiner Vorteil im Kampf um Platz vier, der den Einzug in die Meisterrunde bedeutet. „Es müsste schon alles passen, und wir müssen von Anfang an voll da sein“, weiß Grumbach wie sein Trainerkollege von GWD Minden, Sebastian Bagats. Und die Leistungsträger dürfen sich nicht verletzen. Einer fehlt bereits: Juri Bockermann fällt wegen einer Fußverletzung bis zum Jahreswechsel aus. „Das trifft uns hart“, gibt Grumbach zu. Also liegt noch mehr Verantwortung auf den Rückraumakteuren Hannes Krassort, Eric Südmeier und dem am Kreis und auf Linksaußen einsetzbaren Luis Lengauer. Lengauer durfte wie Torwart Patrick Gerloff beim Spielothek-Cup bei den Zweitligaprofis des TuS N-Lübbecke reinschnuppern. In die Bundesliga reinschnuppern muss auch Grumbach, der das Amt von Daniel Gerling übernahm, noch in den ersten Spielen. „Wie für die Jungs ist die Bundesliga auch für mich eine große Herausforderung“, betont Grumbach. Der arbeitet in seiner noch jungen Karriere erstmals in einem Trainergespann. „Ich freue mich total auf die Arbeit mit Hans-Georg Borgmann“, verfügt die JSG über ein spannendes Duo aus Jung und Junggeblieben am Spielfeldrand. Der Kader Abgänge: Marvin Mundus, Mats Grszesinski (beide TuS N-Lübbecke), Jonas Hehemann (TuS Spenge), Jannik Ames), Marvin Meinking (beide Lit Tribe Germania II), Moritz Eichelsbacher (TSG Altenhagen-Heepen). Zugänge: Valentin Beckmann, Mark Artmeier (beide GWD Minden), Rene Plaß (TSG Altenhagen-Heepen), Kader: Patrick Gerloff, Valentin Beckmann, Luan Camic – Hannes Krassort, Malte Nürnberger, Julian Grote, Michel Gerfen, Jona Niemeyer, Mark Artmeier, Eric Südmeier, Luis Lengauer, Rene Plaß, Fin Lasse Röbke, Julius Brune, Juri Bockermann, Jonas Hoffmann, JannikZajak, Luis Altenburg, Laurens Günther. Trainer: Julian Grumbach, Hans Georg Borgmann, Christoph Pohl (Teammanager). Hintergrund: Der neue Modus Von dieser Saison an wird die Jugendbundesliga in einem neuen Modus ausgespielt. In den vier Vorrunden-Staffeln Nord, West, Ost und Süd treffen die Mannschaften jeweils einmal aufeinander. Die dann vier besten Teams steigen in die Meisterrunde auf. Die wird in zwei Staffeln á acht Teams ausgespielt. Jeweils zwei aus einer Vorrundenstaffel. Die vier besten Mannschaften der Meisterrunde kämpfen in einer K.o-Runde mit Hin- und Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft. Die nach der Vorrunde auf Platz fünf oder schlechter platzierten Mannschaften spielen in der Pokalrunde weiter. Die besteht wieder aus vier Staffeln á sechs Mannschaften. Es gibt Hin- und Rückspiele, also in der Summe zehn Spieltage. Die beiden besten Teams jeder Staffel ziehen in das Viertelfinale des DHB-Jugendpokals ein. Die vier Sieger ermitteln in einem Turnier im Final-Four-Format den Pokalsieger. (cb) Spielplan der JSG NSM-Nettelstedt JSG NSM-N. - HSG Lemgo ?Sa. 7., Sept., 18.00 Uhr SG Flensburg-H. - JSG NSM-N. ?Sa. 14., Sept., 16.00 Uhr HC Bremen - JSG NSM-N. ?So., 22. Sept., 15.30 Uhr JSG NSM-N. - GWD Minden ?Fr., 4. Okt., 20.00 Uhr THW Kiel - JSG NSM-N. ?Sa., 12.Okt., 16.00 Uhr JSG NSM-N. - HSV Hamburg ?So., 27.Okt., 13.00 Uhr Tusem Essen - JSG NSM-N. ?So., 3. Nov., 15.00 Uhr JSG NSM-N. - VfL B. Schwartau ?So., 10.Nov., 14.00 Uhr Adler Königshof - JSG NSM-N. ?Sa., 16.Nov., 17.00 Uhr