Emsdetten/Lübbecke

2. Liga: Spaß an der Abwehrarbeit

Marc Schmedtlevin

Peter Strosack (Nummer 14)gehörte zu den stärksten Spielern im Trikot des TuS N-Lübbecke. Archivfoto: Wedel - © Noah Wedel
Peter Strosack (Nummer 14)gehörte zu den stärksten Spielern im Trikot des TuS N-Lübbecke. Archivfoto: Wedel (© Noah Wedel)

Emsdetten/Lübbecke (wb). So sieht ein souveräner Auftritt aus: Der TuS N-Lübbecke hat im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg gelandet. Beim TV Emsdetten, der zuvor nicht gerade als Lieblingsgegner bekannt war, gelang ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter 26:19 (12:7)-Erfolg. Im Vorfeld hatten die Lübbecker zwei Hiobsbotschaften erreicht. Kreisläufer Patryk Walczak (Finger) und Torhüter Johannes Jepsen (Fußgelenk) fielen verletzungsbedingt aus. Doch aus dem Rhythmus bringen ließ sich der TuS dadurch nicht. „Genau das war mir neben den beiden Punkten besonderes wichtig. Ich wollte sehen, dass wir uns durch nichts aus der Ruhe bringen lassen“, sagte TuS-Trainer Emir Kurtagic.

Der sah zunächst eine etwas zerfahrene Partie, in der sich beide Mannschaften einige Fehler in der Offensive leisteten. So rückte Torhüter Konstantin Madert auf Emsdettener Seite immer mehr in den Fokus. Sein Gegenüber Peter Tatai wurde spätestens Mitte der ersten Halbzeit dann aber auch zum Faktor und bekam vor allem tatkräftige Unterstützung von seinen Vorderleuten. Die Lübbecker Abwehrreihe sollte sich nämlich als Schlüssel zum Erfolg herauskristallisieren. Mehr als eine Viertelstunde lang kassierten die Gäste keinen Gegentreffer und setzten sich nach einem 3:4-Rückstand (9.) auf 10:4 (25.) ab. Einige Chancen zu einer noch deutlicheren Führung wurden sogar noch vergeben. „Wir haben wirklich hervorragend verteidigt, das gilt eigentlich für die gesamten 60 Minuten. Ich freue mich sehr darüber, dass meine Spieler Freude an Abwehrarbeit hatten. Darauf können und werden wir aufbauen“, lobte Emir Kurtagic anschließend.

Der Trainer hatte sich in seiner Startformation für Valentin Spohn anstelle von Kapitän Marian Orlowski im linken Rückraum entschieden. „Valle hatte sich das verdient, er hatte einen sehr starken Eindruck im Training hinterlassen“, begründete Kurtagic seine Auswahl, mit der goldrichtig liegen sollte. Spohn steuerte im ersten Abschnitt sechs Treffer bei. Einer davon quasi mit der Pausensirene zum 12:7.

Eine interessante Randnotiz: Wenige Sekunden zuvor hatte Kurtagic seinen „Shooter“ noch an die Seite genommen. „Ich habe ihm gesagt, dass er noch mehr Richtung Tor gehen soll. Das hat dann in dieser Szene auch gleich gut geklappt.“ Da sich die Lübbecker auch nach dem Seitenwechsel auf ihre Deckung verlassen konnten, geriet der Vorsprung nie in Gefahr. Er wurde sogar noch Schritt für Schritt ausgebaut.

Spätestens beim 17:10 (41.) war die Entscheidung gefallen. Zwischenzeitlich stockte der TuS sogar auf neun Treffer Differenz auf (23:14, 50.). Und die Reservisten bekamen ihre Chance. Youngster Marvin Mundus durfte im rechten Rückraum ran und kam per Siebenmeter auch gleich zu seinem ersten Zweitliga-Tor.

Unter anderem deswegen konnte es wohl auch Coach Kurtagic verschmerzen, dass sein Team in den Schlussminuten den Fuß vom Gaspedal nahm und sich dem wilden Spiel des Gegners anpasste. Mehrere Fehlwürfe und technische Fehler waren die Folge. Sie änderten aber nichts daran, dass nach dem Abpfiff ausgiebig gejubelt werden durfte.

2. Liga

Emsdetten - TuS N-Lübbecke 19:26 (7:12)

Tore für Emsdetten: Weischer, Kress 2, Terhaer 1, Toom, Kolk, Schliedermann, Wasielewski 5, Dräger 3, Holzner 3, Smits 3, Weßeling 1, Mojzis 1.

TuS N-Lübbecke: Tatai 10/1 Paraden, Grzesinski – Becvar 1, Genz 4, Bechtloff 3, Gierak, Bagaric 1, Strosack 7, Mundus 1/1, Spohn 7/1, Schade, Orlowski 2/2, Speckmann.

Zuschauer: 1.603. - Strafminuten: 10:12.

Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1, 4:3, 4:10, 5:10, 5:11, 7:11, 7:12 – 8:12, 8:13, 9:13, 9:14, 10:17, 11:17,12:18, 12:19, 14:23, 15:24, 17.24, 18.25, 18:26, 19:26.

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Emsdetten/Lübbecke2. Liga: Spaß an der AbwehrarbeitMarc SchmedtlevinEmsdetten/Lübbecke (wb). So sieht ein souveräner Auftritt aus: Der TuS N-Lübbecke hat im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg gelandet. Beim TV Emsdetten, der zuvor nicht gerade als Lieblingsgegner bekannt war, gelang ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter 26:19 (12:7)-Erfolg. Im Vorfeld hatten die Lübbecker zwei Hiobsbotschaften erreicht. Kreisläufer Patryk Walczak (Finger) und Torhüter Johannes Jepsen (Fußgelenk) fielen verletzungsbedingt aus. Doch aus dem Rhythmus bringen ließ sich der TuS dadurch nicht. „Genau das war mir neben den beiden Punkten besonderes wichtig. Ich wollte sehen, dass wir uns durch nichts aus der Ruhe bringen lassen“, sagte TuS-Trainer Emir Kurtagic. Der sah zunächst eine etwas zerfahrene Partie, in der sich beide Mannschaften einige Fehler in der Offensive leisteten. So rückte Torhüter Konstantin Madert auf Emsdettener Seite immer mehr in den Fokus. Sein Gegenüber Peter Tatai wurde spätestens Mitte der ersten Halbzeit dann aber auch zum Faktor und bekam vor allem tatkräftige Unterstützung von seinen Vorderleuten. Die Lübbecker Abwehrreihe sollte sich nämlich als Schlüssel zum Erfolg herauskristallisieren. Mehr als eine Viertelstunde lang kassierten die Gäste keinen Gegentreffer und setzten sich nach einem 3:4-Rückstand (9.) auf 10:4 (25.) ab. Einige Chancen zu einer noch deutlicheren Führung wurden sogar noch vergeben. „Wir haben wirklich hervorragend verteidigt, das gilt eigentlich für die gesamten 60 Minuten. Ich freue mich sehr darüber, dass meine Spieler Freude an Abwehrarbeit hatten. Darauf können und werden wir aufbauen“, lobte Emir Kurtagic anschließend. Der Trainer hatte sich in seiner Startformation für Valentin Spohn anstelle von Kapitän Marian Orlowski im linken Rückraum entschieden. „Valle hatte sich das verdient, er hatte einen sehr starken Eindruck im Training hinterlassen“, begründete Kurtagic seine Auswahl, mit der goldrichtig liegen sollte. Spohn steuerte im ersten Abschnitt sechs Treffer bei. Einer davon quasi mit der Pausensirene zum 12:7. Eine interessante Randnotiz: Wenige Sekunden zuvor hatte Kurtagic seinen „Shooter“ noch an die Seite genommen. „Ich habe ihm gesagt, dass er noch mehr Richtung Tor gehen soll. Das hat dann in dieser Szene auch gleich gut geklappt.“ Da sich die Lübbecker auch nach dem Seitenwechsel auf ihre Deckung verlassen konnten, geriet der Vorsprung nie in Gefahr. Er wurde sogar noch Schritt für Schritt ausgebaut. Spätestens beim 17:10 (41.) war die Entscheidung gefallen. Zwischenzeitlich stockte der TuS sogar auf neun Treffer Differenz auf (23:14, 50.). Und die Reservisten bekamen ihre Chance. Youngster Marvin Mundus durfte im rechten Rückraum ran und kam per Siebenmeter auch gleich zu seinem ersten Zweitliga-Tor. Unter anderem deswegen konnte es wohl auch Coach Kurtagic verschmerzen, dass sein Team in den Schlussminuten den Fuß vom Gaspedal nahm und sich dem wilden Spiel des Gegners anpasste. Mehrere Fehlwürfe und technische Fehler waren die Folge. Sie änderten aber nichts daran, dass nach dem Abpfiff ausgiebig gejubelt werden durfte. 2. Liga Emsdetten - TuS N-Lübbecke 19:26 (7:12) Tore für Emsdetten: Weischer, Kress 2, Terhaer 1, Toom, Kolk, Schliedermann, Wasielewski 5, Dräger 3, Holzner 3, Smits 3, Weßeling 1, Mojzis 1. TuS N-Lübbecke: Tatai 10/1 Paraden, Grzesinski – Becvar 1, Genz 4, Bechtloff 3, Gierak, Bagaric 1, Strosack 7, Mundus 1/1, Spohn 7/1, Schade, Orlowski 2/2, Speckmann. Zuschauer: 1.603. - Strafminuten: 10:12. Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1, 4:3, 4:10, 5:10, 5:11, 7:11, 7:12 – 8:12, 8:13, 9:13, 9:14, 10:17, 11:17,12:18, 12:19, 14:23, 15:24, 17.24, 18.25, 18:26, 19:26.