Hille/Minden

Mit stolz geschwellter Brust: Aufsteiger Lit und GWD II starten mit Heimspielen in die 3. Liga

Christian Bendig

Kim-Patrick Kliver (rechts) bejubelt den Aufstieg mit Bert Fuchs. Nach dem erfolgreichen Saisonfinale in eigener Halle im Mai, sollen heute an gleicher Stelle die ersten Punkte gegen den TuS Volmetal her. - © Foto: Bendig
Kim-Patrick Kliver (rechts) bejubelt den Aufstieg mit Bert Fuchs. Nach dem erfolgreichen Saisonfinale in eigener Halle im Mai, sollen heute an gleicher Stelle die ersten Punkte gegen den TuS Volmetal her. (© Foto: Bendig)

Hille/Minden (cb). Es war sicherlich die gefühlt „kürzeste“ Vorbereitung der Vereinsgeschichte Lit Tribe Germanias. Nach einer vierwöchigen Pause nach der erfolgreichen Aufstiegsrelegation fieberten Mannschaft und Umfeld dem Auftakt in der 3. Liga in Nordhemmern gegen den TuS Volmetal förmlich entgegen. Am heutigen Samstag ab 18 Uhr hat das Warten endlich ein Ende. Wenige Kilometer entfernt steigt mit GWD Minden II auch der zweite heimische Handball-Drittligist in den Ring. Das Team von Moritz Schäpsmeier empfängt am heutigen Samstag um 19 Uhr den Titelaspiranten SG Schalksmühle-Halver.

Während die Dankerser gegen die selbst ernannten „Dragons“ laut Trainer Moritz Schäpsmeier in der Rolle des „klaren Außenseiters“ stecken, ist die Ausgangslage für die Lit-Handballer vor dem ersten Drittliga-Spiel seit 2013 diffiziler. Denn der TuS Volmetal ist aufgrund eines radikalen personellen Umbruchs ein schwer einzuschätzendes Team, das es vom Papier her auf dem Weg zum Minimalziel Klassenerhalt zu schlagen gilt. „Wir wollen auf keinen Fall eine Fahrstuhlmannschaft werden und gleich wieder in die Oberliga zurück“, betont Kim-Patrick Kliver. Der erlebte als Jungspund 2013 – genauso wie Kapitän Jannik Gartmann – den Abstieg als Spieler hautnah mit. „Ich wollte unbedingt zurück in diese Liga und hätte durchaus auch einfach zu einem Drittligisten wechseln können“, gibt der Rückraumspieler Kliver zu, freut sich aber über das Ergebnis der unter der Regie von Trainer Daniel Gerling geleisteten Arbeit. „Der Aufstieg mit so vielen Eigengewächsen und Kumpels macht mich doch sehr stolz.“

Der anstehenden Aufgabe gegen einen Gegner, der sich nach dem Aufstieg 2015 in jeder Spielzeit hart gegen den Abstieg wehren musste, blickt Kliver mit einer Mischung aus Skepsis und Selbstsicherheit entgegen. „Unsere Vorbereitung verlief aufgrund vieler Verletzungen holperig und in der Besetzung, die auf dem Feld stehen wird, haben wie kein einziges Testspiel bestritten.“ Der Maschinenbau-Ingenieur schiebt das positive Aber jedoch sofort hinterher: „In der Meistersaison haben wir schlechte Spiele mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Emotionen gedreht.“

Auf die Emotionen setzt auch der Sportliche Leiter Bert Fuchs – auf und neben dem Feld: „Die Fans werden uns auch gegen Volmetal wieder tragen“, meint Fuchs, der sorgenvoll auf die personelle Lage schaut: „Evars Klesniks ist nach seinen Rückenproblemen einsatzbereit, aber vielleicht nicht ganz fit.“ Piotr Grabarczyk sei wieder mit dabei. Wie viele Spielanteile der Pole bekommen wird, sei noch ungewiss. Ebenso der Einsatz des unter Rückenproblemen laborierenden Linksaußen Maik Riechmnn. Bjarne Schulz (Knieverletzung) fällt aus.

Personell rosig sieht es auch bei GWD II nicht aus. Jannik Jungmann laboriert noch an den Folgen eines Autounfalls. Maximilian Nowatzki ist ebenfalls nicht einsatzbereit. „Wir sind trotzdem in der Lage, gegen Schalksmühle eine gute Abwehr zu stellen“, ist sich Trainer Moritz Schäpsmeier sicher. Inwieweit seine Mannschaft aber den Abwehrriegel des Top-Teams knacken kann, bleibt abzuwarten. „Vorne haben wir noch Luft nach oben“, stellt Schäpsmeier fest.

"Grabba" spielt wieder mit

Unmittelbar vor dem Saisonstart konnte der Sportliche Leiter der Germanen, Bert Fuchs, eine positive Nachricht vermelden. Abwehrrecke Piotr Grabarczyk wird weiter für den Drittligisten auflaufen. Die Personalie des Ex-Profis beschäftigte die Verantwortlichen viele Wochen und konnte nun zum Abschluss gebracht werden. „Er wird noch einmal einen Qualitätsschub in geben“, ist sich Fuchs sicher. (cb)

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Hille/MindenMit stolz geschwellter Brust: Aufsteiger Lit und GWD II starten mit Heimspielen in die 3. LigaChristian BendigHille/Minden (cb). Es war sicherlich die gefühlt „kürzeste“ Vorbereitung der Vereinsgeschichte Lit Tribe Germanias. Nach einer vierwöchigen Pause nach der erfolgreichen Aufstiegsrelegation fieberten Mannschaft und Umfeld dem Auftakt in der 3. Liga in Nordhemmern gegen den TuS Volmetal förmlich entgegen. Am heutigen Samstag ab 18 Uhr hat das Warten endlich ein Ende. Wenige Kilometer entfernt steigt mit GWD Minden II auch der zweite heimische Handball-Drittligist in den Ring. Das Team von Moritz Schäpsmeier empfängt am heutigen Samstag um 19 Uhr den Titelaspiranten SG Schalksmühle-Halver. Während die Dankerser gegen die selbst ernannten „Dragons“ laut Trainer Moritz Schäpsmeier in der Rolle des „klaren Außenseiters“ stecken, ist die Ausgangslage für die Lit-Handballer vor dem ersten Drittliga-Spiel seit 2013 diffiziler. Denn der TuS Volmetal ist aufgrund eines radikalen personellen Umbruchs ein schwer einzuschätzendes Team, das es vom Papier her auf dem Weg zum Minimalziel Klassenerhalt zu schlagen gilt. „Wir wollen auf keinen Fall eine Fahrstuhlmannschaft werden und gleich wieder in die Oberliga zurück“, betont Kim-Patrick Kliver. Der erlebte als Jungspund 2013 – genauso wie Kapitän Jannik Gartmann – den Abstieg als Spieler hautnah mit. „Ich wollte unbedingt zurück in diese Liga und hätte durchaus auch einfach zu einem Drittligisten wechseln können“, gibt der Rückraumspieler Kliver zu, freut sich aber über das Ergebnis der unter der Regie von Trainer Daniel Gerling geleisteten Arbeit. „Der Aufstieg mit so vielen Eigengewächsen und Kumpels macht mich doch sehr stolz.“ Der anstehenden Aufgabe gegen einen Gegner, der sich nach dem Aufstieg 2015 in jeder Spielzeit hart gegen den Abstieg wehren musste, blickt Kliver mit einer Mischung aus Skepsis und Selbstsicherheit entgegen. „Unsere Vorbereitung verlief aufgrund vieler Verletzungen holperig und in der Besetzung, die auf dem Feld stehen wird, haben wie kein einziges Testspiel bestritten.“ Der Maschinenbau-Ingenieur schiebt das positive Aber jedoch sofort hinterher: „In der Meistersaison haben wir schlechte Spiele mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Emotionen gedreht.“ Auf die Emotionen setzt auch der Sportliche Leiter Bert Fuchs – auf und neben dem Feld: „Die Fans werden uns auch gegen Volmetal wieder tragen“, meint Fuchs, der sorgenvoll auf die personelle Lage schaut: „Evars Klesniks ist nach seinen Rückenproblemen einsatzbereit, aber vielleicht nicht ganz fit.“ Piotr Grabarczyk sei wieder mit dabei. Wie viele Spielanteile der Pole bekommen wird, sei noch ungewiss. Ebenso der Einsatz des unter Rückenproblemen laborierenden Linksaußen Maik Riechmnn. Bjarne Schulz (Knieverletzung) fällt aus. Personell rosig sieht es auch bei GWD II nicht aus. Jannik Jungmann laboriert noch an den Folgen eines Autounfalls. Maximilian Nowatzki ist ebenfalls nicht einsatzbereit. „Wir sind trotzdem in der Lage, gegen Schalksmühle eine gute Abwehr zu stellen“, ist sich Trainer Moritz Schäpsmeier sicher. Inwieweit seine Mannschaft aber den Abwehrriegel des Top-Teams knacken kann, bleibt abzuwarten. „Vorne haben wir noch Luft nach oben“, stellt Schäpsmeier fest. "Grabba" spielt wieder mit Unmittelbar vor dem Saisonstart konnte der Sportliche Leiter der Germanen, Bert Fuchs, eine positive Nachricht vermelden. Abwehrrecke Piotr Grabarczyk wird weiter für den Drittligisten auflaufen. Die Personalie des Ex-Profis beschäftigte die Verantwortlichen viele Wochen und konnte nun zum Abschluss gebracht werden. „Er wird noch einmal einen Qualitätsschub in geben“, ist sich Fuchs sicher. (cb)