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Drei Fragen an Simon Strakeljahn: „Ich habe gemerkt, dass man als Profi doch sehr viel Zeit hat“

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Spielmacher mit Köpfchen: Simon Strakeljahn studiert Psychologie. - © Foto: Bendig
Spielmacher mit Köpfchen: Simon Strakeljahn studiert Psychologie. (© Foto: Bendig)

Minden (cb). Ein Leben zwischen den Mannschaften führt Simon Strakeljahn. Der Spielmacher trainiert zwar bis auf wenige Ausnahmen bei den Profis von GWD Minden mit, zählt aber als numerisch dritter Mittelmann in den Bundesligaspielen nur im Bedarfsfall dazu. In der zweiten Mannschaft hingegen zählt er zu den absoluten Stützen und ist einer der besten Spielmacher der Liga. Im Bundesligateam möchte er sich mehr Spielanteile erkämpfen.

Simon Strakeljahn, trotz einiger Angebote aus der 2. Bundesliga sind Sie bei GWD Minden geblieben. Was waren die Gründe dafür?

Bei GWD habe ich eine gewisse Sicherheit. Ich trainiere bei den Profis auf hohem Niveau und bekomme in der sehr starken 3. Liga sehr viele Spielanteile. Über die Spiele dort und dem Training bei Frank Carstens hoffe ich, dass ich mir mehr Spielanteile als in der vergangenen Spielzeit erkämpfen kann. Ohnehin wäre ein Wechsel eine sehr schwer zu treffende Entscheidung gewesen. Ich gehe jetzt ins vierte Jahr in Minden. Da baut man schon eine emotionale Verbindung auf.

Immerhin bescherte Ihnen GWD Minden bereits einen Auftritt in der Kieler Sparkassenarena.

Vor über 10.000 Menschen zu spielen, war schon ein absolutes Highlight. Auch, wenn Andreas Wolff meinen Wurf in der Schlussphase gehalten hat, kann man das Erlebnis nicht in Worte fassen.

Vor einem Jahr sagten Sie, dass Sie sich erst einmal komplett auf den Handball fokussieren wollten. Ist das immer noch so?

Nein. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass man neben den zumeist zwei Trainingseinheiten am Tag doch sehr viel Zeit hat. Das will nutzen und studiere seit einem halben Jahr an der Fernuni Göttingen Psychologie. Im ersten Semester hatten wir zwar nur Statistik. Aber man kann sich später auch auf Sportpsychologie spezialisieren oder als Nebenfach studieren. Meine Leidenschaft für den Handball und mein Studium später im Beruf zu kombinieren, wäre eine tolle Möglichkeit.

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MindenDrei Fragen an Simon Strakeljahn: „Ich habe gemerkt, dass man als Profi doch sehr viel Zeit hat“Minden (cb). Ein Leben zwischen den Mannschaften führt Simon Strakeljahn. Der Spielmacher trainiert zwar bis auf wenige Ausnahmen bei den Profis von GWD Minden mit, zählt aber als numerisch dritter Mittelmann in den Bundesligaspielen nur im Bedarfsfall dazu. In der zweiten Mannschaft hingegen zählt er zu den absoluten Stützen und ist einer der besten Spielmacher der Liga. Im Bundesligateam möchte er sich mehr Spielanteile erkämpfen. Simon Strakeljahn, trotz einiger Angebote aus der 2. Bundesliga sind Sie bei GWD Minden geblieben. Was waren die Gründe dafür? Bei GWD habe ich eine gewisse Sicherheit. Ich trainiere bei den Profis auf hohem Niveau und bekomme in der sehr starken 3. Liga sehr viele Spielanteile. Über die Spiele dort und dem Training bei Frank Carstens hoffe ich, dass ich mir mehr Spielanteile als in der vergangenen Spielzeit erkämpfen kann. Ohnehin wäre ein Wechsel eine sehr schwer zu treffende Entscheidung gewesen. Ich gehe jetzt ins vierte Jahr in Minden. Da baut man schon eine emotionale Verbindung auf. Immerhin bescherte Ihnen GWD Minden bereits einen Auftritt in der Kieler Sparkassenarena. Vor über 10.000 Menschen zu spielen, war schon ein absolutes Highlight. Auch, wenn Andreas Wolff meinen Wurf in der Schlussphase gehalten hat, kann man das Erlebnis nicht in Worte fassen. Vor einem Jahr sagten Sie, dass Sie sich erst einmal komplett auf den Handball fokussieren wollten. Ist das immer noch so? Nein. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass man neben den zumeist zwei Trainingseinheiten am Tag doch sehr viel Zeit hat. Das will nutzen und studiere seit einem halben Jahr an der Fernuni Göttingen Psychologie. Im ersten Semester hatten wir zwar nur Statistik. Aber man kann sich später auch auf Sportpsychologie spezialisieren oder als Nebenfach studieren. Meine Leidenschaft für den Handball und mein Studium später im Beruf zu kombinieren, wäre eine tolle Möglichkeit.