Hille

3. Liga: „Ich spüre diese verrückte Heimatverbundenheit“ - Interview mit Lit-Kapitän Jannik Gartmann

veröffentlicht

Immer in Rot: Jannik Gartmann wechselte nie den Verein. - © Foto: Bendig
Immer in Rot: Jannik Gartmann wechselte nie den Verein. (© Foto: Bendig)

Hille (cb). Jannik Gartmann zählt nicht nur aufgrund seiner Rolle als Kapitän und Urgestein zur Riege der Führungsspieler bei Lit Tribe Germania. Auf seine Laufbahn und die Chancen, einmal im Profibereich zu spielen, blickt der 27-jährige angehende Pädagoge reflektiert zurück.

Jannik Gartmann, nach einer tollen Oberliga-Saison stand der Aufstieg in die 3. Liga. Wie viel von der Aufstiegs-Euphorie ist noch vorhanden?

Die Euphorie ist noch sehr präsent. Wir haben alle richtig Bock auf die neue Liga. Das ist aber nicht nur innerhalb der Mannschaft so. Die Vorfreude des Umfelds und der Zuschauer spürte man auch bei der Teampräsentation beim Sportfest.

Der Wunsch, in die 3. Liga zurückzukehren, war im Verein beinahe greifbar. Warum sind sie nie in den Profibereich gewechselt?

Die Möglichkeiten und den Willen, sich bei einem Verein in der 2. Bundesliga zu probieren, hatte ich. Besonders 2012 nach dem Abstieg aus der 3. Liga. Aber ich musste nach den Probetrainings bei der HSG Nordhorn und dem VfL Lübeck-Schwartau erkennen, dass es sportlich vielleicht nicht ganz reicht. Dann ergab sich die Möglichkeit beim TuS N-Lübbecke, damit verbunden, weiter beim Heimatverein zu spielen. Ich war aber eher dabei als wirklich mittendrin. So ehrlich muss man sein. Vielleicht fehlte das nötige Glück und ich war vielleicht auch nicht gut genug oder ich habe mich nicht mit letzter Konsequenz getraut. Ich trauere dem absolut nicht hinterher. Außerdem spüre ich bei unserer Mannschaft diese verrückte Heimatverbundenheit, die es in dieser Form vielleicht nur noch beim TSV Hahlen gibt.

Sie kennen Daniel Gerling schon seit der B-Jugend als Trainer. Wahrscheinlich kann ihn niemand besser als Coach charakterisieren als Sie.

Auf der einen Seite ist er ein Kumpel, auf der anderen Seite mein Trainer. Trotzdem hat er meinen absoluten Respekt, weil ich sehe, dass hinter allem, was er tut, eine klare Idee steckt. Er ist total detailversessen. Seine Ansprachen sind immer taktisch geprägt, nicht von sinnlosem Geschrei. Weder im Training, noch vor dem Spiel oder in der Halbzeitpause.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Hille3. Liga: „Ich spüre diese verrückte Heimatverbundenheit“ - Interview mit Lit-Kapitän Jannik GartmannHille (cb). Jannik Gartmann zählt nicht nur aufgrund seiner Rolle als Kapitän und Urgestein zur Riege der Führungsspieler bei Lit Tribe Germania. Auf seine Laufbahn und die Chancen, einmal im Profibereich zu spielen, blickt der 27-jährige angehende Pädagoge reflektiert zurück. Jannik Gartmann, nach einer tollen Oberliga-Saison stand der Aufstieg in die 3. Liga. Wie viel von der Aufstiegs-Euphorie ist noch vorhanden? Die Euphorie ist noch sehr präsent. Wir haben alle richtig Bock auf die neue Liga. Das ist aber nicht nur innerhalb der Mannschaft so. Die Vorfreude des Umfelds und der Zuschauer spürte man auch bei der Teampräsentation beim Sportfest. Der Wunsch, in die 3. Liga zurückzukehren, war im Verein beinahe greifbar. Warum sind sie nie in den Profibereich gewechselt? Die Möglichkeiten und den Willen, sich bei einem Verein in der 2. Bundesliga zu probieren, hatte ich. Besonders 2012 nach dem Abstieg aus der 3. Liga. Aber ich musste nach den Probetrainings bei der HSG Nordhorn und dem VfL Lübeck-Schwartau erkennen, dass es sportlich vielleicht nicht ganz reicht. Dann ergab sich die Möglichkeit beim TuS N-Lübbecke, damit verbunden, weiter beim Heimatverein zu spielen. Ich war aber eher dabei als wirklich mittendrin. So ehrlich muss man sein. Vielleicht fehlte das nötige Glück und ich war vielleicht auch nicht gut genug oder ich habe mich nicht mit letzter Konsequenz getraut. Ich trauere dem absolut nicht hinterher. Außerdem spüre ich bei unserer Mannschaft diese verrückte Heimatverbundenheit, die es in dieser Form vielleicht nur noch beim TSV Hahlen gibt. Sie kennen Daniel Gerling schon seit der B-Jugend als Trainer. Wahrscheinlich kann ihn niemand besser als Coach charakterisieren als Sie. Auf der einen Seite ist er ein Kumpel, auf der anderen Seite mein Trainer. Trotzdem hat er meinen absoluten Respekt, weil ich sehe, dass hinter allem, was er tut, eine klare Idee steckt. Er ist total detailversessen. Seine Ansprachen sind immer taktisch geprägt, nicht von sinnlosem Geschrei. Weder im Training, noch vor dem Spiel oder in der Halbzeitpause.