Lübbecke

2. Liga: Top-Talent Jepsen will beim TuS N-Lübbecke Druck machen

Volker Krusche

Wichtiger Helfer: Nikola Blazicko (rechts) soll das Talent von Johannes Jepsen entwickeln. - © Foto: Krusche/wb
Wichtiger Helfer: Nikola Blazicko (rechts) soll das Talent von Johannes Jepsen entwickeln. (© Foto: Krusche/wb)

Lübbecke (wb). Joel Birlehm, Dario Quenstädt, Malte Semisch – all diese anerkannten Torhüter machten beim TuS N-Lübbecke einen entscheidenden Schritt in ihrer Karriere. Das war auch für Johannes Jepsen ein wichtiger Aspekt für den Wechsel zum Handball-Zweitligisten.

„Das waren aber nicht die einzigen herausragenden Torhüter, die das Lübbecker Trikot trugen“, weiß der 19-Jährige, der aktuell mit der Jugend-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Nordmazedonien spielt und wohl nur im Falle eines frühzeitigen Scheiterns rechtzeitig zum Saisonstart wieder bei seinem neuen Team sein wird.

Mit seinen 2,02 Metern bringt der Zweitjüngste im Team von Trainer Emir Kurtagic beste Voraussetzungen für einen Torhüter mit. Nach ersten Versuchen im Fußball wechselte er zum Handball und landete bei der SG Flensburg-Handewitt. In der C-Jugend kam er mit dem Menschen in Kontakt, der seine weitere Entwicklung maßgeblich prägen sollte: Jan Holpert, 245-maliger Nationaltorhüter und nicht nur in Flensburg eine echte Ikone. „Er ist mein großes Vorbild, zu ihm habe ich immer hochgeschaut.“ Und vor allen Dingen hat Jepsen von ihm viel gelernt.

Kein Wunder also, dass der talentierte Keeper schnell in die Kreis- und Landesauswahl berufen wurde und als B-Jugendlicher die erste Möglichkeit bei einer DHB-Sichtung nutzte. „Da wurde ich sogar ins Allstar-Team gewählt.“ Fortan trug er in allen Jahrgangsklasse immer den Adler auf der Brust. „Und natürlich wuchs nun der Traum vom Handball-Profi in mir.“

Auch Jepsens schulische Leistungen passten, in diesem Jahr legte er erfolgreich sein Abitur ab. „Jetzt gilt mein ganzes Augenmerk erst einmal dem Handball“, betont er. Da stand er vor einigen Monaten vor seiner ersten großen Entscheidung. „Ich wusste, dass ich bei der SG hinter Benjamin Buric und Torbjørn Bergerud nur dritter Mann war und keine Chance auf Einsätze bekommen hätte. Da galt es abzuwägen, was für meine Entwicklung das beste ist. Und da fiel die Entscheidung sehr schnell zugunsten des TuS N-Lübbecke“, betont Jepsen, dem auch ein Angebot des FC Barcelona vorlag. „Natürlich klingt das toll. Barcelona ist ein Weltklub. Aber ich will Handball spielen. Und da ich – wie in Flensburg – nur dritter Mann gewesen wäre, hätte ich das in der Reservemannschaft in der 2. Liga tun müssen.“

In Lübbecke hat das TuS-Talent höhere Ziele: „Zunächst möchte ich so viele Spielanteile wie möglich bekommen und irgendwann erster Mann werden. Ich werde auf jeden Fall alles geben und richtig Druck machen.“ Zu Kollege Peter Tatai hat er ein sehr entspanntes Verhältnis.

Ein besonderes Lob hat Jepsen für seinen neuen Torwarttrainer parat: „Nikola Blazicko ist ungemein wichtig für mich.“ Er soll helfen, dass Jepsen seine ambitionierten Ziele erreicht: „Ich möchte ein gestandener Bundesligatorwart werden und irgendwann an die Tür zur Nationalmannschaft anklopfen.“

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Lübbecke2. Liga: Top-Talent Jepsen will beim TuS N-Lübbecke Druck machenVolker KruscheLübbecke (wb). Joel Birlehm, Dario Quenstädt, Malte Semisch – all diese anerkannten Torhüter machten beim TuS N-Lübbecke einen entscheidenden Schritt in ihrer Karriere. Das war auch für Johannes Jepsen ein wichtiger Aspekt für den Wechsel zum Handball-Zweitligisten. „Das waren aber nicht die einzigen herausragenden Torhüter, die das Lübbecker Trikot trugen“, weiß der 19-Jährige, der aktuell mit der Jugend-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Nordmazedonien spielt und wohl nur im Falle eines frühzeitigen Scheiterns rechtzeitig zum Saisonstart wieder bei seinem neuen Team sein wird. Mit seinen 2,02 Metern bringt der Zweitjüngste im Team von Trainer Emir Kurtagic beste Voraussetzungen für einen Torhüter mit. Nach ersten Versuchen im Fußball wechselte er zum Handball und landete bei der SG Flensburg-Handewitt. In der C-Jugend kam er mit dem Menschen in Kontakt, der seine weitere Entwicklung maßgeblich prägen sollte: Jan Holpert, 245-maliger Nationaltorhüter und nicht nur in Flensburg eine echte Ikone. „Er ist mein großes Vorbild, zu ihm habe ich immer hochgeschaut.“ Und vor allen Dingen hat Jepsen von ihm viel gelernt. Kein Wunder also, dass der talentierte Keeper schnell in die Kreis- und Landesauswahl berufen wurde und als B-Jugendlicher die erste Möglichkeit bei einer DHB-Sichtung nutzte. „Da wurde ich sogar ins Allstar-Team gewählt.“ Fortan trug er in allen Jahrgangsklasse immer den Adler auf der Brust. „Und natürlich wuchs nun der Traum vom Handball-Profi in mir.“ Auch Jepsens schulische Leistungen passten, in diesem Jahr legte er erfolgreich sein Abitur ab. „Jetzt gilt mein ganzes Augenmerk erst einmal dem Handball“, betont er. Da stand er vor einigen Monaten vor seiner ersten großen Entscheidung. „Ich wusste, dass ich bei der SG hinter Benjamin Buric und Torbjørn Bergerud nur dritter Mann war und keine Chance auf Einsätze bekommen hätte. Da galt es abzuwägen, was für meine Entwicklung das beste ist. Und da fiel die Entscheidung sehr schnell zugunsten des TuS N-Lübbecke“, betont Jepsen, dem auch ein Angebot des FC Barcelona vorlag. „Natürlich klingt das toll. Barcelona ist ein Weltklub. Aber ich will Handball spielen. Und da ich – wie in Flensburg – nur dritter Mann gewesen wäre, hätte ich das in der Reservemannschaft in der 2. Liga tun müssen.“ In Lübbecke hat das TuS-Talent höhere Ziele: „Zunächst möchte ich so viele Spielanteile wie möglich bekommen und irgendwann erster Mann werden. Ich werde auf jeden Fall alles geben und richtig Druck machen.“ Zu Kollege Peter Tatai hat er ein sehr entspanntes Verhältnis. Ein besonderes Lob hat Jepsen für seinen neuen Torwarttrainer parat: „Nikola Blazicko ist ungemein wichtig für mich.“ Er soll helfen, dass Jepsen seine ambitionierten Ziele erreicht: „Ich möchte ein gestandener Bundesligatorwart werden und irgendwann an die Tür zur Nationalmannschaft anklopfen.“