Minden

Spielo-Cup: TuS N-Lübbecke auf gutem Weg

veröffentlicht

Marian Orlowski nahm den Spielo-Cup entgegen und jubelte mit seinem Team. MT-Fotos: Külbel
Marian Orlowski nahm den Spielo-Cup entgegen und jubelte mit seinem Team. MT-Fotos: Külbel

Minden (kül/cb/kru). Der überraschende Triumph des Rekordhalters machte auch den Hauptsponsor stolz. Paul Gauselmann mischte sich unter die Akteure des TuS N-Lübbecke und gratulierte jedem einzeln zum Gewinn des Spielo-Cups. Mit dem 25:24 (16:10)-Finalsieg gegen den HSC 2000 Coburg hatte der Handball-Zweitligist einen bleibenden Eindruck hinterlassen

„Die erste Halbzeit war überragend“, sagte Trainer Emir Kurtagic, räumte aber nach der zittrigen zweiten Hälfte ein: „So gefestigt sind wir noch nicht.“ Insgesamt jedoch befinden sich die Lübbecker auf einem guten Weg, wie sie an diesem Wochenende einmal mehr unterstrichen.

Am Samstag überzeugten sie vor 600 Zuschauern in eigener Halle mit einem 21:19 (11:10)-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig. Vor allem die starke Abwehrleistung ragte dabei heraus. „Nur 19 Gegentore stehen dafür, woran wir arbeiten. Das ermöglicht uns dann auch, dass wir in der Offensive den einen oder anderen Fehler mehr machen können“, sagte Kurtagic.

Mehr und mehr bilden sich die Säulen seines Teams heraus. Zum Beispiel Peter Tatai, der als bester Torwart des Turniers in beiden Spielen überzeugte. Oder Mittelmann Roman Becvar, der andeutete, welch wertvolle Verstärkung er sein kann. Im Finale glänzte zudem Peter Strosack als Vollstrecker mit acht Toren. Doch am wichtigsten ist, dass der TuS sich als kampfstarkes Kollektiv präsentierte.

Das schwang sich im Finale sogar zu einer Glanzleistung auf. Nach acht Minuten führte der TuS 5:1, wenig später stand es 7:1. Die Deckung stand wie schon gegen Leipzig sehr gut und stellte den Gegner immer wieder vor Probleme. Dahinter hielt Tatai wichtige Bälle und hatte schon zur Pause neun Paraden gesammelt. Vorne machte Becvar den Ball und das Spiel schnell, die Coburger wirkten phasenweise wie Statisten. Beim 14:6 führte Lübbecke schon mit acht Toren.

Die Reaktion des Gegners auf diesen Rückstand erhob Kurtagic anschließend zum Vorbild für das eigene Team: „Das können wir von Coburg lernen, die bleiben auch bei so einem Rückstand ruhig.“

Und so kamen die Oberfranken tatsächlich zurück ins Spiel. Zwar hielt der TuS seinen Vorsprung bis zum 18:12, dann schlichen sich vorne wie hinten immer mehr Fehler ein. Coburg verkürzte auf 17:19 und 19:21. Lübbecke hatte aber in diesen brenzligen Situationen die richtigen Antworten parat.

Spätestens, als Patryk Walczak und Peter Strosack ins leere Tor trafen (24:19), schien das Spiel entschieden. Doch der HSC kam zweieinhalb Minuten vor dem Ende wieder auf 22:24 heran. Lübbecke hatte sich das Leben selbst schwer gemacht. Coburg verspielte danach aber einen Konter, so dass Strosacks 25:22 die Entscheidung war.

Den Pokal nahmen die Lübbecker nicht euphorisch, aber durchaus erfreut entgegen. „Der Cupsieg ist gut für die Moral“, erklärte Kurtagic, dessen Team noch ein Bild mit Fans und Trophäe machte und anschließend mit einem zufriedenen Lächeln vom Feld schritt.

Halbfinale: TuS N-Lübbecke - SC DHfK Leipzig 21:19 (11:10)

TuS N-Lübbecke: Tatai, Gerloff (n.e.) - Becvar 3, Genz 1, Walczak 3, Gierak, Bagaric, Strosack 4/3, Mundus, Spohn 3, Schade 1, Speckmann 3, Orlowski 3, Lengauer (n.e.).

Finale: TuS N-Lübbecke - HSC 2000 Coburg 25:24 (16:16)

TuS N-Lübbecke: Tatai, Gerloff (n.e.) - Becvar 3, Genz 3, Walczak 3, Gierak 2, Bagaric 2, Strosack 8, Mundus, Lengauer, Spohn 2, Schade 1, Orlowski 1.

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MindenSpielo-Cup: TuS N-Lübbecke auf gutem WegMinden (kül/cb/kru). Der überraschende Triumph des Rekordhalters machte auch den Hauptsponsor stolz. Paul Gauselmann mischte sich unter die Akteure des TuS N-Lübbecke und gratulierte jedem einzeln zum Gewinn des Spielo-Cups. Mit dem 25:24 (16:10)-Finalsieg gegen den HSC 2000 Coburg hatte der Handball-Zweitligist einen bleibenden Eindruck hinterlassen „Die erste Halbzeit war überragend“, sagte Trainer Emir Kurtagic, räumte aber nach der zittrigen zweiten Hälfte ein: „So gefestigt sind wir noch nicht.“ Insgesamt jedoch befinden sich die Lübbecker auf einem guten Weg, wie sie an diesem Wochenende einmal mehr unterstrichen. Am Samstag überzeugten sie vor 600 Zuschauern in eigener Halle mit einem 21:19 (11:10)-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig. Vor allem die starke Abwehrleistung ragte dabei heraus. „Nur 19 Gegentore stehen dafür, woran wir arbeiten. Das ermöglicht uns dann auch, dass wir in der Offensive den einen oder anderen Fehler mehr machen können“, sagte Kurtagic. Mehr und mehr bilden sich die Säulen seines Teams heraus. Zum Beispiel Peter Tatai, der als bester Torwart des Turniers in beiden Spielen überzeugte. Oder Mittelmann Roman Becvar, der andeutete, welch wertvolle Verstärkung er sein kann. Im Finale glänzte zudem Peter Strosack als Vollstrecker mit acht Toren. Doch am wichtigsten ist, dass der TuS sich als kampfstarkes Kollektiv präsentierte. Das schwang sich im Finale sogar zu einer Glanzleistung auf. Nach acht Minuten führte der TuS 5:1, wenig später stand es 7:1. Die Deckung stand wie schon gegen Leipzig sehr gut und stellte den Gegner immer wieder vor Probleme. Dahinter hielt Tatai wichtige Bälle und hatte schon zur Pause neun Paraden gesammelt. Vorne machte Becvar den Ball und das Spiel schnell, die Coburger wirkten phasenweise wie Statisten. Beim 14:6 führte Lübbecke schon mit acht Toren. Die Reaktion des Gegners auf diesen Rückstand erhob Kurtagic anschließend zum Vorbild für das eigene Team: „Das können wir von Coburg lernen, die bleiben auch bei so einem Rückstand ruhig.“ Und so kamen die Oberfranken tatsächlich zurück ins Spiel. Zwar hielt der TuS seinen Vorsprung bis zum 18:12, dann schlichen sich vorne wie hinten immer mehr Fehler ein. Coburg verkürzte auf 17:19 und 19:21. Lübbecke hatte aber in diesen brenzligen Situationen die richtigen Antworten parat. Spätestens, als Patryk Walczak und Peter Strosack ins leere Tor trafen (24:19), schien das Spiel entschieden. Doch der HSC kam zweieinhalb Minuten vor dem Ende wieder auf 22:24 heran. Lübbecke hatte sich das Leben selbst schwer gemacht. Coburg verspielte danach aber einen Konter, so dass Strosacks 25:22 die Entscheidung war. Den Pokal nahmen die Lübbecker nicht euphorisch, aber durchaus erfreut entgegen. „Der Cupsieg ist gut für die Moral“, erklärte Kurtagic, dessen Team noch ein Bild mit Fans und Trophäe machte und anschließend mit einem zufriedenen Lächeln vom Feld schritt. Halbfinale: TuS N-Lübbecke - SC DHfK Leipzig 21:19 (11:10) TuS N-Lübbecke: Tatai, Gerloff (n.e.) - Becvar 3, Genz 1, Walczak 3, Gierak, Bagaric, Strosack 4/3, Mundus, Spohn 3, Schade 1, Speckmann 3, Orlowski 3, Lengauer (n.e.). Finale: TuS N-Lübbecke - HSC 2000 Coburg 25:24 (16:16) TuS N-Lübbecke: Tatai, Gerloff (n.e.) - Becvar 3, Genz 3, Walczak 3, Gierak 2, Bagaric 2, Strosack 8, Mundus, Lengauer, Spohn 2, Schade 1, Orlowski 1.