Minden

Saisonrückblick: Im Schatten der Germanen

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Louis Halfbrodt und Eintracht Oberlübbe standen über der HSG EURo. - © Foto: cb
Louis Halfbrodt und Eintracht Oberlübbe standen über der HSG EURo. (© Foto: cb)

Minden (cb). In Sachen Spannung und letztlich auch aufgrund der Erfolge Lit Tribe Germanias setzte die Oberliga Maßstäbe. Doch auch in den weiteren Leistungsklassen gab es Enttäuschungen und Lichtblicke.

So träumte Drittligist GWD Minden II zwischenzeitlich sogar von der Vizemeisterschaft. Dem Nachführteam des Erstligisten, das am Ende Rang acht belegte, dienten nach zwei Auftaktniederlagen die Kantersiege bei der SG Langenfeld (41:25) und den den MTV Großenheidorn (40:26) als Beschleuniger. Gegen das zu diesem Zeitpunkt noch fast in Bestbesetzung spielende Spitzenteam Leichlinger TV, dem Überraschungsdritten TuS Spenge und im OWL-Derby gegen das Team Lippe II wurde dreimal nachgelegt. Hernach wechselten sich Erfolge und Niederlagen bis zum 13. Spieltag ab. Beim Northeimer HC legte das Schäpsmeier-Team die Basis zu zehn ungeschlagenen Spielen in Folge. Die spülten die Dankerser auf Rang drei. Nach Spieltag Nummer 25 und der 25:32-Niederlage beim Zweitligaaufsteiger HSG Krefeld war die Luft jedoch merklich raus.

In der Verbandsliga setzte aus heimischer Sicht die HSG Porta die Maßstäbe. Mit großer Ungewissheit – insbesondere weil man in der Vorsaison bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfte – in die Saison gestartet, legte die HSG mit Platz vier die beste Saison der Vereinsgeschichte hin. Und das im Jahr des 125-jährigen Bestehens des Hauptvereins SuS Veltheim. Die Marschroute des aus der zweiten Mannschaft beförderten Coaches Daniel Franke, sein Team solle in Heimspielen mit Kampfgeist das Publikum hinter sich bringen und ein unangenehmer Gegner sein, ging voll auf. Einmal im Fluss, gelangen auch überraschende Auswärtssiege.

„Wieder attraktiven Handball spielen“ lautete die Marschroute von Henrik Thielking. Einen konkreten Tabellenplatz wollte der beim TSV Hahlen zum Hauptverantwortlichen beförderte Ex-Torjäger nicht vorgeben. „Das kommt dann von alleine.“ Die Prognose trat ein. Nach der Zittersaison 2017/18 verbuchte der TSV einen soliden sechsten Platz. Zwei Plätze dahinter lief Lit Tribe Germania II ein. Die Mannschaft von Trainer Feiko Hampel befreite sich mit vier Erfolgen in Serie zwischen dem 20. und 23. Spieltag von allen Sorgen.

Die Spielstätten der beiden Landesliga-Rivalen Eintracht Oberlübbe und HSG EURo liegen einen Steinwurf voneinander entfernt, sportlich liegen Welten dazwischen. Die Eintracht landete nach dem direkten Wiederaufstieg mit 28 Zählern auf Rang sechs. Die HSG hingegen stieg mit nur vier Punkten ab. Der erste Sieg gelang am 17. Spieltag. Der Abstieg war da bereits lange besiegelt. Zu Beginn richtig stark spielte der HSV Minden-Nord. Das junge Team verspielte zwischen dem siebten und 24. Spieltag (12:24) eine bessere Platzierung als Rang sieben. In Abstiegsgefahr geriet überraschend die HSG Petershagen/Lahde, die sich erst am vorletzten Spieltag mit dem 23:23-Remis gegen die SG Detmold befreite. Bis dahin musste man auch nach dem Rücktritt von Trainer Stephan Böker Ende November und dem Wechsel zu Frank Habbe kämpfen.

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MindenSaisonrückblick: Im Schatten der GermanenMinden (cb). In Sachen Spannung und letztlich auch aufgrund der Erfolge Lit Tribe Germanias setzte die Oberliga Maßstäbe. Doch auch in den weiteren Leistungsklassen gab es Enttäuschungen und Lichtblicke. So träumte Drittligist GWD Minden II zwischenzeitlich sogar von der Vizemeisterschaft. Dem Nachführteam des Erstligisten, das am Ende Rang acht belegte, dienten nach zwei Auftaktniederlagen die Kantersiege bei der SG Langenfeld (41:25) und den den MTV Großenheidorn (40:26) als Beschleuniger. Gegen das zu diesem Zeitpunkt noch fast in Bestbesetzung spielende Spitzenteam Leichlinger TV, dem Überraschungsdritten TuS Spenge und im OWL-Derby gegen das Team Lippe II wurde dreimal nachgelegt. Hernach wechselten sich Erfolge und Niederlagen bis zum 13. Spieltag ab. Beim Northeimer HC legte das Schäpsmeier-Team die Basis zu zehn ungeschlagenen Spielen in Folge. Die spülten die Dankerser auf Rang drei. Nach Spieltag Nummer 25 und der 25:32-Niederlage beim Zweitligaaufsteiger HSG Krefeld war die Luft jedoch merklich raus. In der Verbandsliga setzte aus heimischer Sicht die HSG Porta die Maßstäbe. Mit großer Ungewissheit – insbesondere weil man in der Vorsaison bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfte – in die Saison gestartet, legte die HSG mit Platz vier die beste Saison der Vereinsgeschichte hin. Und das im Jahr des 125-jährigen Bestehens des Hauptvereins SuS Veltheim. Die Marschroute des aus der zweiten Mannschaft beförderten Coaches Daniel Franke, sein Team solle in Heimspielen mit Kampfgeist das Publikum hinter sich bringen und ein unangenehmer Gegner sein, ging voll auf. Einmal im Fluss, gelangen auch überraschende Auswärtssiege. „Wieder attraktiven Handball spielen“ lautete die Marschroute von Henrik Thielking. Einen konkreten Tabellenplatz wollte der beim TSV Hahlen zum Hauptverantwortlichen beförderte Ex-Torjäger nicht vorgeben. „Das kommt dann von alleine.“ Die Prognose trat ein. Nach der Zittersaison 2017/18 verbuchte der TSV einen soliden sechsten Platz. Zwei Plätze dahinter lief Lit Tribe Germania II ein. Die Mannschaft von Trainer Feiko Hampel befreite sich mit vier Erfolgen in Serie zwischen dem 20. und 23. Spieltag von allen Sorgen. Die Spielstätten der beiden Landesliga-Rivalen Eintracht Oberlübbe und HSG EURo liegen einen Steinwurf voneinander entfernt, sportlich liegen Welten dazwischen. Die Eintracht landete nach dem direkten Wiederaufstieg mit 28 Zählern auf Rang sechs. Die HSG hingegen stieg mit nur vier Punkten ab. Der erste Sieg gelang am 17. Spieltag. Der Abstieg war da bereits lange besiegelt. Zu Beginn richtig stark spielte der HSV Minden-Nord. Das junge Team verspielte zwischen dem siebten und 24. Spieltag (12:24) eine bessere Platzierung als Rang sieben. In Abstiegsgefahr geriet überraschend die HSG Petershagen/Lahde, die sich erst am vorletzten Spieltag mit dem 23:23-Remis gegen die SG Detmold befreite. Bis dahin musste man auch nach dem Rücktritt von Trainer Stephan Böker Ende November und dem Wechsel zu Frank Habbe kämpfen.