Hille

Relegation: Für Lit-Kreisläufer Stefan Möhle kann sich mit dem Aufstieg ein Kreis schließen

Christian Bendig

Stefan Möhle kann seine Männerhandball-Karriere in Nordhemmern krönen. - © Foto: Christian Bendig
Stefan Möhle kann seine Männerhandball-Karriere in Nordhemmern krönen. (© Foto: Christian Bendig)

Hille (cb). Wenn am heutigen Samstag gegen 18.45 Uhr in der Sporthalle Nordhemmern zwei Treffer mehr auf der Seite von Lit Tribe Germania als auf jener des OHV Aurich aufleuchten sollten, schließt sich für Stefan Möhle der Kreis seiner Handball-Laufbahn.

„Das wäre die absolute Krönung“, erlaubt sich der Kreisläufer für einen kurzen Moment das Träumen. Die Laufbahn im Männerhandball begann mit der Westfalenmeisterschaft und dem Aufstieg in die damalige Regionalliga West überragend, 13 Jahre später könnte sie auf die gleiche Art und Weise zu Ende gehen. „Im besten Fall habe ich noch das eine Spiel. Danach ist für mich komplett Schluss.“

Nicht nur aus rein sportlichen Gründen wecken der Erfolg und die Euphorie des Umfelds rund um die Mannschaft Erinnerungen bei Möhle, der erst im Verlauf dieser Saison von der zweiten wieder in die erste Mannschaft beordert wurde: „Wir hatten damals einen super Zusammenhalt in der Mannschaft. In diesem Jahr ist es genauso. Es ist einfach überragend.“

In den Jahren dazwischen sei es durchaus auch einmal anders gewesen. „Sicher ist so etwas auch immer ein wenig dem Erfolg geschuldet“, weiß der 32-Jährige und erinnert sich auch an andere Zeiten: „Da fuhren einige nach dem Training direkt nach Hause. Jetzt bleiben wir noch recht lange zusammen.“

In die Zeit, als man nach dem Training nicht so lange zusammensaß, fällt sicher auch der Abstieg aus der 3. Liga nach der Saison 2011/12. „Der war eigentlich schon vor der Spielzeit absehbar. Wir hatten viele Abgänge. Nach einem guten Start stand der eigentlich schon früh in der Rückrunde fest.“ Insgeheim nagte der aber schon noch an Möhles Handballer-Ehre.

Nach der vor einigen Wochen in Hamm gewonnenen Westfalenmeisterschaft entfuhr es ihm: „Mit der Meisterschaft ist der schwarze Fleck auf meiner Weste zur Hälfte getilgt. Mit dem Aufstieg soll auch die zweite Hälfte verschwinden“, meinte Möhle.

Als 2. Vorsitzender des TVG Nordhemmern ist er auch einer der Hauptorganisatoren des großen Sportfestes. „Für das Dorf ist es die Hauptattraktion des Jahres. Deswegen wäre es super, wenn es wieder Drittliga-Handball geben würde. Die Menschen hier brennen auf das Spiel und auf den Aufstieg.“

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HilleRelegation: Für Lit-Kreisläufer Stefan Möhle kann sich mit dem Aufstieg ein Kreis schließenChristian BendigHille (cb). Wenn am heutigen Samstag gegen 18.45 Uhr in der Sporthalle Nordhemmern zwei Treffer mehr auf der Seite von Lit Tribe Germania als auf jener des OHV Aurich aufleuchten sollten, schließt sich für Stefan Möhle der Kreis seiner Handball-Laufbahn. „Das wäre die absolute Krönung“, erlaubt sich der Kreisläufer für einen kurzen Moment das Träumen. Die Laufbahn im Männerhandball begann mit der Westfalenmeisterschaft und dem Aufstieg in die damalige Regionalliga West überragend, 13 Jahre später könnte sie auf die gleiche Art und Weise zu Ende gehen. „Im besten Fall habe ich noch das eine Spiel. Danach ist für mich komplett Schluss.“ Nicht nur aus rein sportlichen Gründen wecken der Erfolg und die Euphorie des Umfelds rund um die Mannschaft Erinnerungen bei Möhle, der erst im Verlauf dieser Saison von der zweiten wieder in die erste Mannschaft beordert wurde: „Wir hatten damals einen super Zusammenhalt in der Mannschaft. In diesem Jahr ist es genauso. Es ist einfach überragend.“ In den Jahren dazwischen sei es durchaus auch einmal anders gewesen. „Sicher ist so etwas auch immer ein wenig dem Erfolg geschuldet“, weiß der 32-Jährige und erinnert sich auch an andere Zeiten: „Da fuhren einige nach dem Training direkt nach Hause. Jetzt bleiben wir noch recht lange zusammen.“ In die Zeit, als man nach dem Training nicht so lange zusammensaß, fällt sicher auch der Abstieg aus der 3. Liga nach der Saison 2011/12. „Der war eigentlich schon vor der Spielzeit absehbar. Wir hatten viele Abgänge. Nach einem guten Start stand der eigentlich schon früh in der Rückrunde fest.“ Insgeheim nagte der aber schon noch an Möhles Handballer-Ehre. Nach der vor einigen Wochen in Hamm gewonnenen Westfalenmeisterschaft entfuhr es ihm: „Mit der Meisterschaft ist der schwarze Fleck auf meiner Weste zur Hälfte getilgt. Mit dem Aufstieg soll auch die zweite Hälfte verschwinden“, meinte Möhle. Als 2. Vorsitzender des TVG Nordhemmern ist er auch einer der Hauptorganisatoren des großen Sportfestes. „Für das Dorf ist es die Hauptattraktion des Jahres. Deswegen wäre es super, wenn es wieder Drittliga-Handball geben würde. Die Menschen hier brennen auf das Spiel und auf den Aufstieg.“