Porta Westfalica

TV Hille feiert Doppel-Aufstieg: Stolz auf das Gemeinschaftswerk

Christian Bendig

Konfetti für die Champions: Vor dem Vereinsheim der HSG Porta feierten die Spieler des neuen Bezirksligameisters TV Sachsenross Hille den Wiederaufstieg in die Landesliga. Und das, obwohl sich im Laufe der Saison viele Leistungsträger, darunter Sebastian Kaupmann (rechts, Kreuzbandriss), schwer verletzt hatten. Fotos: Matthias Kwoll
Konfetti für die Champions: Vor dem Vereinsheim der HSG Porta feierten die Spieler des neuen Bezirksligameisters TV Sachsenross Hille den Wiederaufstieg in die Landesliga. Und das, obwohl sich im Laufe der Saison viele Leistungsträger, darunter Sebastian Kaupmann (rechts, Kreuzbandriss), schwer verletzt hatten. Fotos: Matthias Kwoll

Porta Westfalica (cb/kwo). Die Männerhandball-Bezirksliga war in dieser Spielzeit spannend bis zum finalen Abpfiff. Am letzten Spieltag fielen noch zwei Entscheidungen: Der TV Sachsenross Hille sicherte sich ein Jahr nach dem bitteren Abstieg aus der Landesliga die Meisterschaft und damit den direkten Wiederaufstieg – der TuS Barkhausen steigt in die Kreisliga ab.

Der Titelgewinn sorgte in Hille für doppelten Jubel: Denn mit dem Aufstieg ist der Weg frei für die zweite Männermannschaft des TVH, die mit 40:0 Punkten überlegen Meister der 1. Kreisliga wurde und nun in die Bezirksliga aufsteigen darf.

Sachsenross Hille feiert Wiederaufstieg in der Landesliga (Plus-Inhalt)

Barkhausen nimmt den umgekehrten Weg hinunter in die 1. Kreisliga. Ganz überraschend traf die Portaner der Abstieg nicht. Bereits am vorletzten Spieltag verspielte das Team von Trainer Stefan Mattausch die letzte echte Chance. Die Ausgangslage danach war wenig hoffnungsvoll: Der TuS Gehlenbeck musste in der Landesliga den Klassenerhalt schaffen, Barkhausens Abstiegskonkurrent HSG Hüllhorst II durfte beim TuS Vlotho-Uffeln nicht gewinnen und Barkhausen musste seinerseits beim TuS Nettelstedt III gewinnen. Nur eine der drei Variablen trat ein. Gehlenbeck hielt die Landesliga. Hüllhorst gewann in Vlotho 26:24. Barkhausen verlor trotz eines couragierten Auftritts 30:32 (19:17). Die Folge: Es geht eine Klasse abwärts. Man trug den Abstieg mit Fassung: „Wir haben ein junges Team und wollen uns jetzt in der Kreisliga stabilisieren“, äußerte sich Mattausch zu den Aussichten.

Der Meistertrainer „fliegt“ durch die Veltheimer Halle: Henning Bringewatt (Mitte) genießt die Ehrenrunde mit ausgebreiteten Armen.
Der Meistertrainer „fliegt“ durch die Veltheimer Halle: Henning Bringewatt (Mitte) genießt die Ehrenrunde mit ausgebreiteten Armen.

Deutlich spannender und mit deutlich weniger Variablen versehen war der Meisterschaftskampf. Sowohl Lit Tribe Germania III als auch der TV Hille konnten den Aufstieg in die Landesliga schaffen. Die Lit-Dritte befand sich im Fernduell in der Verfolgerrolle, hatte aber den direkten Vergleich gegen den Spitzenreiter für sich entscheiden. Ein eigener Sieg und ein Patzer der Sachsenross-Handballer bei der HSG Porta II hätten nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr den Titel bedeutet.

Doppelte Freude: Auch die Hiller Zweite, hier mit Karsten Ferling (Mitte) und Manuel Doerk (rechts), feierte in Veltheim den Aufstieg.
Doppelte Freude: Auch die Hiller Zweite, hier mit Karsten Ferling (Mitte) und Manuel Doerk (rechts), feierte in Veltheim den Aufstieg.

Die Mannschaft von Spielertrainer Matthias Schmitz erledigte ihre Hausaufgaben gegen TuS Möllbergen II und siegte 20:19 (12:6). „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt“, berichtete Schmitz, dessen Team ab der 40. Minute die Puste ausging. Den Sieg rettete die Lit-Dritte aber ins Ziel, der Blick richtete sich hernach nach Veltheim, wo das Hiller Aufstiegsspiel eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. „Wir haben einmal kurz auf den Sis-Liveticker geschaut. Da hat Hille schon mit vier oder fünf Toren Unterscheid geführt. Dann sind wir zum geselligen Saisonabschluss übergegangen“, erklärte Schmitz und beglückwünschte die Hiller: „Sie haben es verdient. Sie waren über die ganze Saison gesehen einfach konstanter als wir.“

In Veltheim bemühte sich die HSG-Zweite um einen gelungenen Saisonabschluss. „Wir konnten der mannschaftlichen Stärke von Hille aber nichts entgegensetzen“, befand Portas Trainer Martin Kracht. So kam Hille nach der knappen ersten Halbzeit (12:11) noch zu einem standesgemäßen 28:19 Sieg und machte das Meisterstück.

„Ich bin einfach mega stolz auf das Gemeinschaftswerk, das wir mit erster und zweiter Mannschaft vollbracht haben“, ließ Trainer Henning Bringewatt seiner Freude freien Lauf. Nach dem Abstieg aus der Landesliga sind alle Akteure an Bord geblieben, auch jetzt bleibt die Mannschaft bis auf einen Spieler komplett. „Das zeigt, wie groß der Zusammenhalt ist“, meinte Bringewatt, der seit zwölf Jahren beim Sachsenross ist. „Als ich anfing, spielten wir noch in der Verbandsliga. Eigentlich ging es immer nur bergab. Dass jetzt zwei Männermannschaften aufsteigen, ist jetzt ein Zeichen.“

Geplant war der Aufstieg nicht. „Vielmehr wollten wir uns stabilisieren und mehr Spiele gewinnen als verlieren“, erklärte Bringewatt und schob hinterher: „Nach drei Spieltagen hatten wir schon mehr Punkte als in der gesamten letzten Spielzeit.“ Von da an ging es immer weiter bergauf und nun wieder zurück in die Landesliga.

Fotostrecke von den Aufstiegen der Sachsenross-Handballer auf MT.de

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Porta WestfalicaTV Hille feiert Doppel-Aufstieg: Stolz auf das GemeinschaftswerkChristian BendigPorta Westfalica (cb/kwo). Die Männerhandball-Bezirksliga war in dieser Spielzeit spannend bis zum finalen Abpfiff. Am letzten Spieltag fielen noch zwei Entscheidungen: Der TV Sachsenross Hille sicherte sich ein Jahr nach dem bitteren Abstieg aus der Landesliga die Meisterschaft und damit den direkten Wiederaufstieg – der TuS Barkhausen steigt in die Kreisliga ab. Der Titelgewinn sorgte in Hille für doppelten Jubel: Denn mit dem Aufstieg ist der Weg frei für die zweite Männermannschaft des TVH, die mit 40:0 Punkten überlegen Meister der 1. Kreisliga wurde und nun in die Bezirksliga aufsteigen darf. Barkhausen nimmt den umgekehrten Weg hinunter in die 1. Kreisliga. Ganz überraschend traf die Portaner der Abstieg nicht. Bereits am vorletzten Spieltag verspielte das Team von Trainer Stefan Mattausch die letzte echte Chance. Die Ausgangslage danach war wenig hoffnungsvoll: Der TuS Gehlenbeck musste in der Landesliga den Klassenerhalt schaffen, Barkhausens Abstiegskonkurrent HSG Hüllhorst II durfte beim TuS Vlotho-Uffeln nicht gewinnen und Barkhausen musste seinerseits beim TuS Nettelstedt III gewinnen. Nur eine der drei Variablen trat ein. Gehlenbeck hielt die Landesliga. Hüllhorst gewann in Vlotho 26:24. Barkhausen verlor trotz eines couragierten Auftritts 30:32 (19:17). Die Folge: Es geht eine Klasse abwärts. Man trug den Abstieg mit Fassung: „Wir haben ein junges Team und wollen uns jetzt in der Kreisliga stabilisieren“, äußerte sich Mattausch zu den Aussichten. Deutlich spannender und mit deutlich weniger Variablen versehen war der Meisterschaftskampf. Sowohl Lit Tribe Germania III als auch der TV Hille konnten den Aufstieg in die Landesliga schaffen. Die Lit-Dritte befand sich im Fernduell in der Verfolgerrolle, hatte aber den direkten Vergleich gegen den Spitzenreiter für sich entscheiden. Ein eigener Sieg und ein Patzer der Sachsenross-Handballer bei der HSG Porta II hätten nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr den Titel bedeutet. Die Mannschaft von Spielertrainer Matthias Schmitz erledigte ihre Hausaufgaben gegen TuS Möllbergen II und siegte 20:19 (12:6). „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt“, berichtete Schmitz, dessen Team ab der 40. Minute die Puste ausging. Den Sieg rettete die Lit-Dritte aber ins Ziel, der Blick richtete sich hernach nach Veltheim, wo das Hiller Aufstiegsspiel eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. „Wir haben einmal kurz auf den Sis-Liveticker geschaut. Da hat Hille schon mit vier oder fünf Toren Unterscheid geführt. Dann sind wir zum geselligen Saisonabschluss übergegangen“, erklärte Schmitz und beglückwünschte die Hiller: „Sie haben es verdient. Sie waren über die ganze Saison gesehen einfach konstanter als wir.“ In Veltheim bemühte sich die HSG-Zweite um einen gelungenen Saisonabschluss. „Wir konnten der mannschaftlichen Stärke von Hille aber nichts entgegensetzen“, befand Portas Trainer Martin Kracht. So kam Hille nach der knappen ersten Halbzeit (12:11) noch zu einem standesgemäßen 28:19 Sieg und machte das Meisterstück. „Ich bin einfach mega stolz auf das Gemeinschaftswerk, das wir mit erster und zweiter Mannschaft vollbracht haben“, ließ Trainer Henning Bringewatt seiner Freude freien Lauf. Nach dem Abstieg aus der Landesliga sind alle Akteure an Bord geblieben, auch jetzt bleibt die Mannschaft bis auf einen Spieler komplett. „Das zeigt, wie groß der Zusammenhalt ist“, meinte Bringewatt, der seit zwölf Jahren beim Sachsenross ist. „Als ich anfing, spielten wir noch in der Verbandsliga. Eigentlich ging es immer nur bergab. Dass jetzt zwei Männermannschaften aufsteigen, ist jetzt ein Zeichen.“ Geplant war der Aufstieg nicht. „Vielmehr wollten wir uns stabilisieren und mehr Spiele gewinnen als verlieren“, erklärte Bringewatt und schob hinterher: „Nach drei Spieltagen hatten wir schon mehr Punkte als in der gesamten letzten Spielzeit.“ Von da an ging es immer weiter bergauf und nun wieder zurück in die Landesliga. Fotostrecke von den Aufstiegen der Sachsenross-Handballer auf MT.de