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3. Liga: Sieben Savvas-Tore, doch GWD Minden II gibt Heimspiel noch aus der Hand

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Jannik Jungmann versuchte viel und kam zu fünf Treffern. Die Niederlage konnte er nicht abwenden. - © Foto: cb
Jannik Jungmann versuchte viel und kam zu fünf Treffern. Die Niederlage konnte er nicht abwenden. (© Foto: cb)

Minden (cb). Der Kommentar auf dem Instagram-Account von GWD Minden II nach der 31:34 (21:29)-Heimniederlage gegen den Northeimer HC war kurz und knapp. „Krise!“ war über dem Bild eines zerknirschten Trainers Moritz Schäpsmeier zu lesen. Der musste ohne den verletzten Lukas Kister, dafür mit GWD-Profi Savvas Savvas, die vierte Niederlage in Folge registrieren.

Die Miene des Trainers verfinsterte sich ab der 34. Spielminute zunehmend. Kurz zuvor hatte Simon Strakeljahn mit seinem dritten Treffer in Folge nach dem Seitenwechsel die Hausherren mit 24:20 in Front geworfen. Nach einer ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften wenig Wert auf Abwehrarbeit legten, schien sich die Partie zu Gunsten von GWD II zu entwickeln. Doch weit gefehlt. Denn nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des bis dahin sechs Mal erfolgreichen linken NHC-Rückraumspielers Christian Stöpler veränderte der Gast die Statik seines Spiels und suchte den Erfolg vermehrt über Eins-gegen-Eins-Situationen gegen den GWD-Mittelblock um Malte Nolting und Moritz Rodenkirchen. Beiden war das kämpferische Element nicht abzusprechen. „Aber“, schränkte Schäpsmeier ein, „zwischen beiden fehlte die Kooperation wegen schlechter Absprachen.“ Dieses Manko wusste insbesondere Northeims flinker Mittelmann Tim Gerstmann mehrfach zu nutzen und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Süd-Niedersachsen beim 25:25 (40.) zum Ausgleich kamen.

Fortan diktierte das Team von Trainer Carsten Barnkothe, der seine Abwehrreihe zunehmend offensiver agieren ließ, das Geschehen. „Eigentlich hätten wir auf diese Abwehr Antworten haben müssen“, bemängelte Schäpsmeier die Spielsteuerung seines Teams, das mit dem im ersten Durchgang stark aufspielenden Savvas Savvas aus dem Profikader im Rückraum fast ausschließlich auf das Stilmittel „Brechstange“zurückgriff. In die Kritik bezog sich Schäpsmeier mit ein: „Ich hätte vielleicht Tim Huckauf bringen müssen. Aber ich wollte Simon Strakeljahn nicht raus nehmen und nicht so viele Spezialistenwechsel vornehmen.“ Weiteres Dankerser Manko am Samstagabend war die Chancenverwertung. Die war vor der Pause noch exzellent gewesen. Nach Wiederbeginn sank die Quote rapide.

GWD Minden II: Grabenstein, Paske - Savvas 7, Strakeljahn 6, Gertges 6/2, Jungmann 5, Nowatzki 3, Kunisch 1, Rodenkirchen 1, Huckauf 1, Nolting 1, Galling.

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Minden3. Liga: Sieben Savvas-Tore, doch GWD Minden II gibt Heimspiel noch aus der HandMinden (cb). Der Kommentar auf dem Instagram-Account von GWD Minden II nach der 31:34 (21:29)-Heimniederlage gegen den Northeimer HC war kurz und knapp. „Krise!“ war über dem Bild eines zerknirschten Trainers Moritz Schäpsmeier zu lesen. Der musste ohne den verletzten Lukas Kister, dafür mit GWD-Profi Savvas Savvas, die vierte Niederlage in Folge registrieren. Die Miene des Trainers verfinsterte sich ab der 34. Spielminute zunehmend. Kurz zuvor hatte Simon Strakeljahn mit seinem dritten Treffer in Folge nach dem Seitenwechsel die Hausherren mit 24:20 in Front geworfen. Nach einer ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften wenig Wert auf Abwehrarbeit legten, schien sich die Partie zu Gunsten von GWD II zu entwickeln. Doch weit gefehlt. Denn nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des bis dahin sechs Mal erfolgreichen linken NHC-Rückraumspielers Christian Stöpler veränderte der Gast die Statik seines Spiels und suchte den Erfolg vermehrt über Eins-gegen-Eins-Situationen gegen den GWD-Mittelblock um Malte Nolting und Moritz Rodenkirchen. Beiden war das kämpferische Element nicht abzusprechen. „Aber“, schränkte Schäpsmeier ein, „zwischen beiden fehlte die Kooperation wegen schlechter Absprachen.“ Dieses Manko wusste insbesondere Northeims flinker Mittelmann Tim Gerstmann mehrfach zu nutzen und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Süd-Niedersachsen beim 25:25 (40.) zum Ausgleich kamen. Fortan diktierte das Team von Trainer Carsten Barnkothe, der seine Abwehrreihe zunehmend offensiver agieren ließ, das Geschehen. „Eigentlich hätten wir auf diese Abwehr Antworten haben müssen“, bemängelte Schäpsmeier die Spielsteuerung seines Teams, das mit dem im ersten Durchgang stark aufspielenden Savvas Savvas aus dem Profikader im Rückraum fast ausschließlich auf das Stilmittel „Brechstange“zurückgriff. In die Kritik bezog sich Schäpsmeier mit ein: „Ich hätte vielleicht Tim Huckauf bringen müssen. Aber ich wollte Simon Strakeljahn nicht raus nehmen und nicht so viele Spezialistenwechsel vornehmen.“ Weiteres Dankerser Manko am Samstagabend war die Chancenverwertung. Die war vor der Pause noch exzellent gewesen. Nach Wiederbeginn sank die Quote rapide. GWD Minden II: Grabenstein, Paske - Savvas 7, Strakeljahn 6, Gertges 6/2, Jungmann 5, Nowatzki 3, Kunisch 1, Rodenkirchen 1, Huckauf 1, Nolting 1, Galling.