Minden

A-Jungen: Stolz und andere gute Gefühle zum Saisonabschluss

Marcus Riechmann und Christian Bendig

Noch etwas Zuckerguss: Der Kempa-Trick heißt passenderweise „Dankerser“. Patrick Mattausch verarbeitet gekonnt das Zuspiel, doch er scheitert mit dem Wurf beim Spielstand von 27:32 knapp. - © Foto: Christian Bendig
Noch etwas Zuckerguss: Der Kempa-Trick heißt passenderweise „Dankerser“. Patrick Mattausch verarbeitet gekonnt das Zuspiel, doch er scheitert mit dem Wurf beim Spielstand von 27:32 knapp. (© Foto: Christian Bendig)

Minden (mt/cb). Der Goldlack zum Saisonabschluss fehlte: Mit Niederlagen verabschiedeten sich die beiden heimischen A-Jungen-Bundesligisten aus der Spielzeit. Doch auch ohne Kirsche auf der Sahne fiel die Bilanz der Trainer äußerst positiv aus: Sowohl die JSG NSM-Nettelstedt auf Rang drei als auch GWD Minden als Tabellenfünfter übererfüllten die Erwartungen in der anspruchsvollen Weststaffel bei Weitem. Souverän lösten die Handballtalente aus dem Mühlenkreis die Tickets für ein weiteres Jahr in der dann reformierten höchsten deutschen Spielklasse. Zudem: JSG-Torjäger Marvin Mundus, der gestern zehnmal traf, wurde mit 208 Treffern mit nur drei Toren Rückstand zweitbester Schütze aller vier Bundesliga-Staffeln.

„Die Mannschaft kann stolz sein“, sagte NSMN-Trainer Daniel Gerling, der mit seinem Team das beste Ergebnis der JSG-Historie erreichte. Ähnlich äußerte sich Sebastian Bagats: „Wir gehen mit einem guten Gefühl aus der Saison“, betonte der GWD-Trainer, dessen Mannschaft Platz vier im Abschlusstableau nur hauchdünn verpasste.

GWD Minden - Bayer Dormagen 29:35 (14:21). Spötter könnten behaupten, die Dankerser hätten sich das Beste für die allerletzte Halbzeit der Saison aufgehoben. Gegen den GWD-Nachfolger als Westdeutscher Meister kämpften sich die Hausherren nach einer vor allem in der Offensive problembehafteten ersten Halbzeit noch einmal in Schlagdistanz. „In der ersten Halbzeit hatten wir einfach Probleme gegen die Dormagener 6:0-Abwehr“, analysierte GWD-Trainer Sebastian Bagats. Nach der Pause eröffneten Torwart Lucas Grabitz mit einem gehaltenen und Christopher Braun mit einem verwandelten Strafwurf die Mindener Aufholjagd. Die brachte den Dankersern den 24:26- (43.) und 25:27-Anschluss in der 46. Minute ein. Mehr aber auch nicht, weil in der entscheidenden Phase Dormagens Yorck Wolter klare GWD-Chancen vereitelte. „Trotzdem, die zweite Halbzeit hat richtig Spaß gemacht“, betonte der GWD-Trainer. Der verabschiedete sich in den Osterurlaub. Nach dem steht dann der Aufbau der künftigen Mannschaft an.

GWD Minden: Grabitz, Steinhauer - Braun 8/1,, Galling 5/4, Kühlke 4, Mattausch 4, Reimler 3, Stallmann 3, Ossenfort 1, Rosemeier 1, Stoyke, Baumgart, Artmeier, Demerza.

Tusem Essen - JSG NSM-Nettelstedt 31:30 (18:15).Wie schon beim 26:25- Sieg der JSG im Hinspiel wurde es eine knappe Kiste. Die Gäste knabberten in den Schlussminuten einen 25:31-Rückstand (54.) ab und waren beim 30:31 durch Moritz Eichelsbacher rund eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff wieder dran. „Da haben wir mit mehr Risiko und Tempo gespielt“, erläuterte Coach Gerling die Aufholjagd. Doch weder der Ausgleich noch die überhaupt erste Führung gelang. Ein letzter Direktfreiwurf von Jonas Hehemann verfehlte sein Ziel. „Wir hatten es heute auch nicht verdient“, kommentierte Gerling, der gemeinsam mit Trainer-Partner Hans-Georg Borgmann zum Kehraus allen Spielern Einsatzzeit schenkte, und stellte heraus: „Den guten Gesamteindruck kann die Niederlage nicht schmälern. Die Jungs haben echt was geleistet.“

JSG NSM-Nettelstedt: Gerlhoff, Grzesinski - Meinking 2, Bockermann 5, Nürnberger, Mundus 10/7, Krassort 3, Hehemann 4, Böhlke, Eichelsbacher 4. Lengauer 1, Ames.

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MindenA-Jungen: Stolz und andere gute Gefühle zum SaisonabschlussChristian Bendig,Marcus RiechmannMinden (mt/cb). Der Goldlack zum Saisonabschluss fehlte: Mit Niederlagen verabschiedeten sich die beiden heimischen A-Jungen-Bundesligisten aus der Spielzeit. Doch auch ohne Kirsche auf der Sahne fiel die Bilanz der Trainer äußerst positiv aus: Sowohl die JSG NSM-Nettelstedt auf Rang drei als auch GWD Minden als Tabellenfünfter übererfüllten die Erwartungen in der anspruchsvollen Weststaffel bei Weitem. Souverän lösten die Handballtalente aus dem Mühlenkreis die Tickets für ein weiteres Jahr in der dann reformierten höchsten deutschen Spielklasse. Zudem: JSG-Torjäger Marvin Mundus, der gestern zehnmal traf, wurde mit 208 Treffern mit nur drei Toren Rückstand zweitbester Schütze aller vier Bundesliga-Staffeln. „Die Mannschaft kann stolz sein“, sagte NSMN-Trainer Daniel Gerling, der mit seinem Team das beste Ergebnis der JSG-Historie erreichte. Ähnlich äußerte sich Sebastian Bagats: „Wir gehen mit einem guten Gefühl aus der Saison“, betonte der GWD-Trainer, dessen Mannschaft Platz vier im Abschlusstableau nur hauchdünn verpasste. GWD Minden - Bayer Dormagen 29:35 (14:21). Spötter könnten behaupten, die Dankerser hätten sich das Beste für die allerletzte Halbzeit der Saison aufgehoben. Gegen den GWD-Nachfolger als Westdeutscher Meister kämpften sich die Hausherren nach einer vor allem in der Offensive problembehafteten ersten Halbzeit noch einmal in Schlagdistanz. „In der ersten Halbzeit hatten wir einfach Probleme gegen die Dormagener 6:0-Abwehr“, analysierte GWD-Trainer Sebastian Bagats. Nach der Pause eröffneten Torwart Lucas Grabitz mit einem gehaltenen und Christopher Braun mit einem verwandelten Strafwurf die Mindener Aufholjagd. Die brachte den Dankersern den 24:26- (43.) und 25:27-Anschluss in der 46. Minute ein. Mehr aber auch nicht, weil in der entscheidenden Phase Dormagens Yorck Wolter klare GWD-Chancen vereitelte. „Trotzdem, die zweite Halbzeit hat richtig Spaß gemacht“, betonte der GWD-Trainer. Der verabschiedete sich in den Osterurlaub. Nach dem steht dann der Aufbau der künftigen Mannschaft an. GWD Minden: Grabitz, Steinhauer - Braun 8/1,, Galling 5/4, Kühlke 4, Mattausch 4, Reimler 3, Stallmann 3, Ossenfort 1, Rosemeier 1, Stoyke, Baumgart, Artmeier, Demerza. Tusem Essen - JSG NSM-Nettelstedt 31:30 (18:15).Wie schon beim 26:25- Sieg der JSG im Hinspiel wurde es eine knappe Kiste. Die Gäste knabberten in den Schlussminuten einen 25:31-Rückstand (54.) ab und waren beim 30:31 durch Moritz Eichelsbacher rund eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff wieder dran. „Da haben wir mit mehr Risiko und Tempo gespielt“, erläuterte Coach Gerling die Aufholjagd. Doch weder der Ausgleich noch die überhaupt erste Führung gelang. Ein letzter Direktfreiwurf von Jonas Hehemann verfehlte sein Ziel. „Wir hatten es heute auch nicht verdient“, kommentierte Gerling, der gemeinsam mit Trainer-Partner Hans-Georg Borgmann zum Kehraus allen Spielern Einsatzzeit schenkte, und stellte heraus: „Den guten Gesamteindruck kann die Niederlage nicht schmälern. Die Jungs haben echt was geleistet.“ JSG NSM-Nettelstedt: Gerlhoff, Grzesinski - Meinking 2, Bockermann 5, Nürnberger, Mundus 10/7, Krassort 3, Hehemann 4, Böhlke, Eichelsbacher 4. Lengauer 1, Ames.