Minden/Köln

GWD-Geschäftsführer Kalusche erwartet klare Mehrheit für Saisonabbruch

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Minden/Köln (rich/dpa). Heute soll die Entscheidung fallen. Noch ist die Saison in der Handball-Bundesliga der Männer (HBL) zwar nicht abgebrochen. Aber vor der heutigen Videokonferenz der Clubchefs, die für 11 Uhr angesetzt ist, glaubt kaum noch jemand an die Fortsetzung des Spielbetriebs. HBL-Präsident Uwe Schwenker sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Irgendwie die Saison noch zu Ende spielen zu wollen, das macht doch keinen Sinn.“

Markus Kalusche - © Foto: MT
Markus Kalusche (© Foto: MT)

Ähnlich bewertet Markus Kalusche die Situation. Der Geschäftsführer von GWD Minden, der gemeinsam mit Sport-Geschäftsführer Frank von Behren an der Video-Konferenz teilnehmen wird, äußerte gestern die Haltung des Mindener Traditionsklubs: „Der Saisonabbruch ist die einzig richtige Entscheidung. Mit einer Fortsetzung – gleich wie – täte sich der Handball keinen Gefallen.“

Seit vergangenem Freitag sind die Verantwortlichen der 36 Erst- und Zweitligisten zur Abstimmung aufgefordert. Votieren mindestens 27 von ihnen für einen Abbruch, ist die Saison vorzeitig beendet. Stimmen alle rechtzeitig ab, wird das Ergebnis schon am Dienstag verkündet. Kalusche, der mit den anderen Managern im Austausch steht, erwartet ein klares Ergebnis: „Ich rechne mit einer deutlichen Mehrheit für den Abbruch.“ Auch über eine Wertung der Saison werden die HBL-Manager heute beraten und bestenfalls eine Lösung finden. Schwenker bezeichnete die angestrebte Quotientenregel (gewonnene Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) als ein „gerechtes Instrument“ bei einer Abbruch-Wertung.

Die HBL hatte die Hoffnung auf eine Fortsetzung lange nicht aufgeben wollen. Am 16. Mai, so lautete die Stellungnahme von Anfang April, solle die Saison weitergehen. Denn dann ließe sie sich bis Ende Juni abschließen.

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Minden/KölnGWD-Geschäftsführer Kalusche erwartet klare Mehrheit für SaisonabbruchMinden/Köln (rich/dpa). Heute soll die Entscheidung fallen. Noch ist die Saison in der Handball-Bundesliga der Männer (HBL) zwar nicht abgebrochen. Aber vor der heutigen Videokonferenz der Clubchefs, die für 11 Uhr angesetzt ist, glaubt kaum noch jemand an die Fortsetzung des Spielbetriebs. HBL-Präsident Uwe Schwenker sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Irgendwie die Saison noch zu Ende spielen zu wollen, das macht doch keinen Sinn.“ Ähnlich bewertet Markus Kalusche die Situation. Der Geschäftsführer von GWD Minden, der gemeinsam mit Sport-Geschäftsführer Frank von Behren an der Video-Konferenz teilnehmen wird, äußerte gestern die Haltung des Mindener Traditionsklubs: „Der Saisonabbruch ist die einzig richtige Entscheidung. Mit einer Fortsetzung – gleich wie – täte sich der Handball keinen Gefallen.“ Seit vergangenem Freitag sind die Verantwortlichen der 36 Erst- und Zweitligisten zur Abstimmung aufgefordert. Votieren mindestens 27 von ihnen für einen Abbruch, ist die Saison vorzeitig beendet. Stimmen alle rechtzeitig ab, wird das Ergebnis schon am Dienstag verkündet. Kalusche, der mit den anderen Managern im Austausch steht, erwartet ein klares Ergebnis: „Ich rechne mit einer deutlichen Mehrheit für den Abbruch.“ Auch über eine Wertung der Saison werden die HBL-Manager heute beraten und bestenfalls eine Lösung finden. Schwenker bezeichnete die angestrebte Quotientenregel (gewonnene Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) als ein „gerechtes Instrument“ bei einer Abbruch-Wertung. Die HBL hatte die Hoffnung auf eine Fortsetzung lange nicht aufgeben wollen. Am 16. Mai, so lautete die Stellungnahme von Anfang April, solle die Saison weitergehen. Denn dann ließe sie sich bis Ende Juni abschließen.