Bielefeld/Minden

Protagonist der großen Zeit - Ex-GWD-Spieler Manfred Horstkötter feiert 80. Geburtstag

veröffentlicht

Bielefeld/Minden (as). Mit GWD Minden reiste Manfred Horstkötter einst um die Welt, an seinem 80. Geburtstag musste der frühere Handballer aus Bielefeld gestern wegen der Corona-Pandemie zu Hause bleiben. „Wir feiern im engsten Kreis“, sagte der Jubilar.

Als Horstkötter 1961 erstmals in die Feldhandball-Nationalmannschaft berufen wurde, spielte er noch für den TSV Altenhagen. 1962 folgte der Wechsel zu Grün-Weiß Dankersen, wo der Bielefelder seine große Zeit erlebte – und die seines Klubs. GWD spielte Feldhandball vor 20.000 Zuschauern im Weserstadion, wurde drei Mal Deutscher Meister sowie Europapokalsieger. 1971 holte Horstkötter mit GWD auch den Hallentitel.

Seinen sportlichen Höhepunkt erlebte er 1963 bei der Weltmeisterschaft. Mit der westdeutschen Auswahl traf er im Berner St.-Jakob-Park vor 15.000 Zuschauern im Finale ausgerechnet auf die DDR, die erstmals teilnahm. Der Osten siegte gegen den favorisierten Westen – Horstkötter gewann die Silbermedaille.

Nach dem Umzug in die Halle blieben Horstkötter besonders die Europa-Reisen in der damaligen UdSSR in Erinnerung: „Handball war auch eine Möglichkeit, die Welt kennen zu lernen.“ Der pensionierte Sportlehrer, der am Friedrichs-Gymnasium in Herford tätig war, ist einer der wenigen, die im Feld- und Hallenhandball Länderspiele absolviert haben.

Nach seiner Rückkehr aus Minden gewann Horstkötter als spielender Trainer mit seinem TSV Altenhagen 1973 noch einmal die Westdeutsche Meisterschaft im Feldhandball. Heute ist Horstkötter regelmäßiger Gast von Spielen der TSG A-H Bielefeld und sieht seinen Enkelkindern beim Handball zu. Sein Enkelsohn Linus spielt in der kommenden Saison für GWD Minden.

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Bielefeld/MindenProtagonist der großen Zeit - Ex-GWD-Spieler Manfred Horstkötter feiert 80. GeburtstagBielefeld/Minden (as). Mit GWD Minden reiste Manfred Horstkötter einst um die Welt, an seinem 80. Geburtstag musste der frühere Handballer aus Bielefeld gestern wegen der Corona-Pandemie zu Hause bleiben. „Wir feiern im engsten Kreis“, sagte der Jubilar. Als Horstkötter 1961 erstmals in die Feldhandball-Nationalmannschaft berufen wurde, spielte er noch für den TSV Altenhagen. 1962 folgte der Wechsel zu Grün-Weiß Dankersen, wo der Bielefelder seine große Zeit erlebte – und die seines Klubs. GWD spielte Feldhandball vor 20.000 Zuschauern im Weserstadion, wurde drei Mal Deutscher Meister sowie Europapokalsieger. 1971 holte Horstkötter mit GWD auch den Hallentitel. Seinen sportlichen Höhepunkt erlebte er 1963 bei der Weltmeisterschaft. Mit der westdeutschen Auswahl traf er im Berner St.-Jakob-Park vor 15.000 Zuschauern im Finale ausgerechnet auf die DDR, die erstmals teilnahm. Der Osten siegte gegen den favorisierten Westen – Horstkötter gewann die Silbermedaille. Nach dem Umzug in die Halle blieben Horstkötter besonders die Europa-Reisen in der damaligen UdSSR in Erinnerung: „Handball war auch eine Möglichkeit, die Welt kennen zu lernen.“ Der pensionierte Sportlehrer, der am Friedrichs-Gymnasium in Herford tätig war, ist einer der wenigen, die im Feld- und Hallenhandball Länderspiele absolviert haben. Nach seiner Rückkehr aus Minden gewann Horstkötter als spielender Trainer mit seinem TSV Altenhagen 1973 noch einmal die Westdeutsche Meisterschaft im Feldhandball. Heute ist Horstkötter regelmäßiger Gast von Spielen der TSG A-H Bielefeld und sieht seinen Enkelkindern beim Handball zu. Sein Enkelsohn Linus spielt in der kommenden Saison für GWD Minden.