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Fünf Vereine vereinbaren Gehaltsverzicht, GWD hält sich noch bedeckt

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Während die Handball-Profis der TSV Hannover-Burgdorf bereits einen Gehaltsverzicht erklärt haben, gibt es bei GWD Minden noch keine Entscheidung. MT- - © Foto: Külbel
Während die Handball-Profis der TSV Hannover-Burgdorf bereits einen Gehaltsverzicht erklärt haben, gibt es bei GWD Minden noch keine Entscheidung. MT- (© Foto: Külbel)

Minden (kül). Gehaltsverzicht und Kurzarbeit sind die Schlagworte der Woche in der Handball-Bundesliga. Angesichts der Corona-Krise haben bereits fünf Vereine entsprechende Maßnahmen getroffen und kommuniziert. GWD Minden hält sich noch bedeckt.

„Der Gehaltsverzicht der Spieler ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft“, sagt Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin. Neben dem aktuellen Tabellenfünften haben bereits FA Göppingen, Die Eulen Ludwigshafen, HSG Wetzlar und TSV Hannover-Burgdorf einen Gehaltsverzicht mit ihren Profis vereinbart. Andere Vereine haben diesen Schritt angekündigt. Auch die Spielergewerkschaft Goal Deutschland hat sich angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie mit der Handball-Bundesliga (HBL) auf einen Gehaltsverzicht ihrer Profis verständigt. In der Regel geht dieser mit dem Antrag der Vereine auf Kurzarbeitergeld einher.

Auch GWD Minden prüft derartige Schritte, konnte aber bislang noch keinen Vollzug melden. „Wir arbeiten dran“, teilte Finanz-Geschäftsführer Markus Kalusche auf MT-Anfrage mit. Auch für GWD wäre diese Maßnahme aufgrund der existenzbedrohenden Situation durch den unterbrochenen Spielbetrieb von großer Bedeutung.

Mittlerweile deuten sogar viele Zeichen auf einen Abbruch der laufenden Serie hin. „Ich glaube nicht, dass in dieser Saison noch gespielt wird“, sagte HBL-Präsident kürzlich in einem Interview. Zurzeit ruht das Liga-Geschehen bis zum 22. April – schon das hat gravierende Folgen.

Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann bezifferte den finanziellen Verlust der Vereine auf 25 Millionen Euro. Deshalb kündigte der 55-Jährige auch an, das Lizenzierungsverfahren für die neue Saison vorzeitig abzuschließen und allen Klubs unter Auflagen eine Lizenz zu erteilen. Richtig ernst wird es erst, wenn die Spielzeit 2020/21 nicht wie geplant Ende August beginnen könnte. „Sollte dann die Gesundheitslage immer noch keine Sportveranstaltungen zulassen, wird es sehr schwer“, sagte Bohmann in einem Interview.

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MindenFünf Vereine vereinbaren Gehaltsverzicht, GWD hält sich noch bedecktMinden (kül). Gehaltsverzicht und Kurzarbeit sind die Schlagworte der Woche in der Handball-Bundesliga. Angesichts der Corona-Krise haben bereits fünf Vereine entsprechende Maßnahmen getroffen und kommuniziert. GWD Minden hält sich noch bedeckt. „Der Gehaltsverzicht der Spieler ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft“, sagt Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin. Neben dem aktuellen Tabellenfünften haben bereits FA Göppingen, Die Eulen Ludwigshafen, HSG Wetzlar und TSV Hannover-Burgdorf einen Gehaltsverzicht mit ihren Profis vereinbart. Andere Vereine haben diesen Schritt angekündigt. Auch die Spielergewerkschaft Goal Deutschland hat sich angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie mit der Handball-Bundesliga (HBL) auf einen Gehaltsverzicht ihrer Profis verständigt. In der Regel geht dieser mit dem Antrag der Vereine auf Kurzarbeitergeld einher. Auch GWD Minden prüft derartige Schritte, konnte aber bislang noch keinen Vollzug melden. „Wir arbeiten dran“, teilte Finanz-Geschäftsführer Markus Kalusche auf MT-Anfrage mit. Auch für GWD wäre diese Maßnahme aufgrund der existenzbedrohenden Situation durch den unterbrochenen Spielbetrieb von großer Bedeutung. Mittlerweile deuten sogar viele Zeichen auf einen Abbruch der laufenden Serie hin. „Ich glaube nicht, dass in dieser Saison noch gespielt wird“, sagte HBL-Präsident kürzlich in einem Interview. Zurzeit ruht das Liga-Geschehen bis zum 22. April – schon das hat gravierende Folgen. Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann bezifferte den finanziellen Verlust der Vereine auf 25 Millionen Euro. Deshalb kündigte der 55-Jährige auch an, das Lizenzierungsverfahren für die neue Saison vorzeitig abzuschließen und allen Klubs unter Auflagen eine Lizenz zu erteilen. Richtig ernst wird es erst, wenn die Spielzeit 2020/21 nicht wie geplant Ende August beginnen könnte. „Sollte dann die Gesundheitslage immer noch keine Sportveranstaltungen zulassen, wird es sehr schwer“, sagte Bohmann in einem Interview.