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GWD Minden schickt Profis ins Lauftraining und prüft Kurzarbeit

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Die GWD-Profis können zurzeit nur laufen. Anders als hier im Trainingslager tun sie das aber in Zeiten von Corona für sich. MT-Archivfoto: Külbel
Die GWD-Profis können zurzeit nur laufen. Anders als hier im Trainingslager tun sie das aber in Zeiten von Corona für sich. MT-Archivfoto: Külbel

Minden (kül). Die Corona-Krise hat auch GWD Minden fest im Griff. Am gestrigen Dienstag teilte der Handball-Bundesligist mit, dass seine Geschäftsstelle ab sofort geschlossen ist. Die Profis wurden in einer Telefonkonferenz darüber informiert, wie sie sich in den nächsten Wochen verhalten sollen.

„Eigentlich war ein persönliches Treffen geplant, aber wir wollten weder die Spieler noch uns gefährden“, sagt Sport-Geschäftsführer Frank von Behren. Also gab es fernmündlich Hinweise zur individuellen Trainingsgestaltung. „Uns bleibt im Moment nur noch Ausdauer“, sagt Trainer Frank Carstens in Zeiten geschlossener Hallen und Fitnessstudios. An Mannschafts- und Krafttraining ist nicht zu denken.

Abgesehen von Juri Knorr, der sich bei seiner Familie in Bad Schwartau aufhält, seien alle Spieler vor Ort, sagt von Behren. Und dass die Akteure aus dem Ausland jetzt wie in normalen Spielpausen üblich in die Heimat fahren, ist eher unwahrscheinlich: „Die Spieler gehen alle sehr verantwortungsbewusst mit der Situation um und wissen ganz genau, was um sie herum passiert“, betont der Sport-Chef. Die Regeln sind auch für Handball-Profis die gleichen wie für alle Menschen in den betroffenen Gebieten: So wenig wie möglich rausgehen, Hygienevorschriften einhalten und Abstand zu den Mitmenschen wahren.

Dass der lahm liegende Spielbetrieb für GWD zu einer großen Herausforderung wird, ist kein Geheimnis. „Das ist für uns existenzbedrohend“, sagt von Behren: „Im Moment prüfen wir staatliche finanzielle Unterstützung wie zum Beispiel Kurzarbeitsgeld.“ Viel wichtiger sei es aber derzeit, Ansteckungen zu vermeiden: „Dafür tun wir unser Möglichstes.“ Deshalb geht auch die GWD-Geschäftsstelle ins Homeoffice, ist aber weiterhin telefonisch und per E-Mail eingeschränkt erreichbar.

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MindenGWD Minden schickt Profis ins Lauftraining und prüft KurzarbeitMinden (kül). Die Corona-Krise hat auch GWD Minden fest im Griff. Am gestrigen Dienstag teilte der Handball-Bundesligist mit, dass seine Geschäftsstelle ab sofort geschlossen ist. Die Profis wurden in einer Telefonkonferenz darüber informiert, wie sie sich in den nächsten Wochen verhalten sollen. „Eigentlich war ein persönliches Treffen geplant, aber wir wollten weder die Spieler noch uns gefährden“, sagt Sport-Geschäftsführer Frank von Behren. Also gab es fernmündlich Hinweise zur individuellen Trainingsgestaltung. „Uns bleibt im Moment nur noch Ausdauer“, sagt Trainer Frank Carstens in Zeiten geschlossener Hallen und Fitnessstudios. An Mannschafts- und Krafttraining ist nicht zu denken. Abgesehen von Juri Knorr, der sich bei seiner Familie in Bad Schwartau aufhält, seien alle Spieler vor Ort, sagt von Behren. Und dass die Akteure aus dem Ausland jetzt wie in normalen Spielpausen üblich in die Heimat fahren, ist eher unwahrscheinlich: „Die Spieler gehen alle sehr verantwortungsbewusst mit der Situation um und wissen ganz genau, was um sie herum passiert“, betont der Sport-Chef. Die Regeln sind auch für Handball-Profis die gleichen wie für alle Menschen in den betroffenen Gebieten: So wenig wie möglich rausgehen, Hygienevorschriften einhalten und Abstand zu den Mitmenschen wahren. Dass der lahm liegende Spielbetrieb für GWD zu einer großen Herausforderung wird, ist kein Geheimnis. „Das ist für uns existenzbedrohend“, sagt von Behren: „Im Moment prüfen wir staatliche finanzielle Unterstützung wie zum Beispiel Kurzarbeitsgeld.“ Viel wichtiger sei es aber derzeit, Ansteckungen zu vermeiden: „Dafür tun wir unser Möglichstes.“ Deshalb geht auch die GWD-Geschäftsstelle ins Homeoffice, ist aber weiterhin telefonisch und per E-Mail eingeschränkt erreichbar.