Handball-Bundesliga legt Corona-Pause ein - Heimspiele von GWD Minden und TuS N-Lübbecke abgesetzt

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GWD-Maskottchen Tornado verlässt die Lübbecker Kreissporthalle. Der Löwe hat ebenso Pause wie die Handballer von GWD Minden. Die Bundesliga setzt für knapp sechs Wochen den Spielbetrieb aus. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
GWD-Maskottchen Tornado verlässt die Lübbecker Kreissporthalle. Der Löwe hat ebenso Pause wie die Handballer von GWD Minden. Die Bundesliga setzt für knapp sechs Wochen den Spielbetrieb aus. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Marcus Riechmann

Minden/Köln. Nichts geht mehr, der Coronavirus hat nun auch die Handball-Bundesliga matt gesetzt. Das Präsidium des Liga-Verbandes HBL in Köln hat heute beschlossen, den Spielbetrieb der 1. und 2. Liga bis zum 22. April auszusetzen.

Für die Fans des heimischen Bundesligisten GWD Minden bedeutet das: Die Heimspiele gegen den TVB Stuttgart am Sonntag, 22. März, sowie das Spiel am Ostersontag gegen den SC Magdeburg werden nicht in der Kreissporthalle Lübbecke stattfinden. Auch die Heimspiele des Zweitligisten TuS N-Lübbecke entfallen wie eben alle anderen Spiele der beiden Profiligen.

Auch das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Finalturnier um den DHB-Pokal soll auf einen späteren Termin verschoben werden.

Möglich ist, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab Donnerstag, 23. April, wieder aufnimmt. Für GWD Minden ist am Wochenende 23. bis 26. April das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar angesetzt, der TuS N-Lübbecke soll nach dem bisherigen Spielplan am Samstag, 25. April, zuhause gegen Tusem Essen antreten.

Wann die nun ausgesetzten Partien nachgeholt werden, ist offen. „Zunächst mal müssen wir hoffen, dass der Betrieb vom 23. April an überhaupt wieder möglich ist“, sagte Markus Kalusche auf MT-Nachfrage. Der Geschäftsführer von GWD Minden beschreibt den weiteren Plan: „Die Spieltage können an die Saison angehängt werden.“ Bisher ist der letzte Spieltag der Bundesliga für den 14. Mai angesetzt und sieht für GWD zum Asbschluss ein Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen in Mannheim vor. Sollten die nun wegfallenden Spiele tatsächlich angehängt werden, würde sich die Saison um vier Spiele verlängern. Für GWD wären das neben den genannten Heimspielen gegen Stuttgart und Magdeburg die Auswärtspartien bei HC Erlangen und MT Melsungen.

Für Kalusche ist die Lage nur schwer einzuschätzen: „Das bedeutet für uns zunächst mal: Der Spielbetrieb steht still. Wir müssen die Entscheidung hinnehmen und mit der Situation umgehen.“ Die Eintrittskarten für die abgesetzten Spiele behalten zunächst ihre Gültigkeit, die Mannschaft wird sich für den Neustart fit halten.

Wenn tatsächlich eine Saisonverlängerung ansteht, würde sich zumindest keine Hallen-Problematik ergeben. „Wir und der TuS können die Kreissporthalle recht frei nutzen, wir müssen die Nutzung nur miteinander besprechen“, sagt Kalusche. Er beschreibt deutliche Folgen der Spielpause für GWD: „Uns fehlen natürlich Einnahmen, doch die Kosten – insbesondere die Personalkosten – laufen weiter.“ Die Situation würde sich zuspitzen, wenn die Handball-Bundesliga so wie es bereits im Eishockey und Volleyball der Fall ist, die Saison vorzeitig abbrechen würde.

Über den weiteren Fortgang werden die Bundesliga-Manager am Montag beraten, wenn die Vertreter des Klubs der ersten und zweiten Liga in Köln zusammentreffen.

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Handball-Bundesliga legt Corona-Pause ein - Heimspiele von GWD Minden und TuS N-Lübbecke abgesetztMarcus Riechmann Minden/Köln. Nichts geht mehr, der Coronavirus hat nun auch die Handball-Bundesliga matt gesetzt. Das Präsidium des Liga-Verbandes HBL in Köln hat heute beschlossen, den Spielbetrieb der 1. und 2. Liga bis zum 22. April auszusetzen. Für die Fans des heimischen Bundesligisten GWD Minden bedeutet das: Die Heimspiele gegen den TVB Stuttgart am Sonntag, 22. März, sowie das Spiel am Ostersontag gegen den SC Magdeburg werden nicht in der Kreissporthalle Lübbecke stattfinden. Auch die Heimspiele des Zweitligisten TuS N-Lübbecke entfallen wie eben alle anderen Spiele der beiden Profiligen. Auch das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Finalturnier um den DHB-Pokal soll auf einen späteren Termin verschoben werden. Möglich ist, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab Donnerstag, 23. April, wieder aufnimmt. Für GWD Minden ist am Wochenende 23. bis 26. April das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar angesetzt, der TuS N-Lübbecke soll nach dem bisherigen Spielplan am Samstag, 25. April, zuhause gegen Tusem Essen antreten. Wann die nun ausgesetzten Partien nachgeholt werden, ist offen. „Zunächst mal müssen wir hoffen, dass der Betrieb vom 23. April an überhaupt wieder möglich ist“, sagte Markus Kalusche auf MT-Nachfrage. Der Geschäftsführer von GWD Minden beschreibt den weiteren Plan: „Die Spieltage können an die Saison angehängt werden.“ Bisher ist der letzte Spieltag der Bundesliga für den 14. Mai angesetzt und sieht für GWD zum Asbschluss ein Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen in Mannheim vor. Sollten die nun wegfallenden Spiele tatsächlich angehängt werden, würde sich die Saison um vier Spiele verlängern. Für GWD wären das neben den genannten Heimspielen gegen Stuttgart und Magdeburg die Auswärtspartien bei HC Erlangen und MT Melsungen. Für Kalusche ist die Lage nur schwer einzuschätzen: „Das bedeutet für uns zunächst mal: Der Spielbetrieb steht still. Wir müssen die Entscheidung hinnehmen und mit der Situation umgehen.“ Die Eintrittskarten für die abgesetzten Spiele behalten zunächst ihre Gültigkeit, die Mannschaft wird sich für den Neustart fit halten. Wenn tatsächlich eine Saisonverlängerung ansteht, würde sich zumindest keine Hallen-Problematik ergeben. „Wir und der TuS können die Kreissporthalle recht frei nutzen, wir müssen die Nutzung nur miteinander besprechen“, sagt Kalusche. Er beschreibt deutliche Folgen der Spielpause für GWD: „Uns fehlen natürlich Einnahmen, doch die Kosten – insbesondere die Personalkosten – laufen weiter.“ Die Situation würde sich zuspitzen, wenn die Handball-Bundesliga so wie es bereits im Eishockey und Volleyball der Fall ist, die Saison vorzeitig abbrechen würde. Über den weiteren Fortgang werden die Bundesliga-Manager am Montag beraten, wenn die Vertreter des Klubs der ersten und zweiten Liga in Köln zusammentreffen.