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Corona-Gefahr: Auch GWD Minden und TuS N-Lübbecke stehen vor Geisterspielen

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Volles Haus in Lübbecke: Drei Heimspiele konnten die GWD-Handballer die Heimspielatmosphäre in der Kreissporthalle genießen. Die nächsten Spiele könnten wegen der Corona-Maßnahmen ohne Zuschauer stattfinden. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Volles Haus in Lübbecke: Drei Heimspiele konnten die GWD-Handballer die Heimspielatmosphäre in der Kreissporthalle genießen. Die nächsten Spiele könnten wegen der Corona-Maßnahmen ohne Zuschauer stattfinden. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (rich). Das Corona-Virus hat den deutschen Sport mit Verzögerung, aber nun mit voller Wucht erreicht. Die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abzusagen, wird sich auch im Mindener Land auswirken. Betroffen sind die Handball-Profiklubs GWD Minden und TuS N-Lübbecke, die ihre Heimspiele regelmäßig vor deutlich mehr als 1.000 Zuschauern in der Kreissporthalle Lübbecke austragen. Gegen den THW Kiel waren zuletzt mehr als 2.600 Besucher in die Halle gekommen.

„Wir stehen in engem Kontakt zum Kreisgesundheitsamt und zum Ligaverband HBL“, berichtet Markus Kalusche am Morgen auf MT-Anfrage. Der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten GWD Minden blickt schwierigen Wochen entgegen: „Es ist alles offen, die Einschätzung der Lage kann sich jeden Tag ändern.“ Nach der Länderspielpause steht für GWD das nächste Heimspiel am Sonntag, 22. März, gegen den TVB Stuttgart an. Der TuS N-Lübbecke soll am Abend zuvor das Zweitliga-Heimspiel gegen die SG Bietigheim austragen.

GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche befürchtet Geisterspiele . - © Foto: pr
GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche befürchtet Geisterspiele . (© Foto: pr)

Reduzierte Zuschauerzahlen können eine Variante sein, wahrscheinlicher scheint allerdings, so Kalusche, dass die Bundesligaspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Das würde GWD, ohnehin nach dem Umzug aus Minden nach Lübbecke mit Einnahmeverlusten konfrontiert, ein weiteres Minus aus dem Ticketverkauf bescheren. „Ich bin kein Freund der sogenannten Geisterspiele. Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten, die Spiele zu verlegen“, sagt Kalusche, „die Saison ist zwar sehr kurz, aber englische Wochen oder das All-Star-Wochenende können Ausweichmöglichkeiten darstellen.“ Aktuell bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Entwicklung der Lage und die Direktiven der Behörden abzuwarten.

Am heutigen Montag treffen sich die heimischen Experten zu einer Krisensitzung. Das Kreisgesundheitsamt hat für den Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen, um erste Ergebnisse und das weitere Vorgehen zu präsentieren.

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MindenCorona-Gefahr: Auch GWD Minden und TuS N-Lübbecke stehen vor GeisterspielenMinden (rich). Das Corona-Virus hat den deutschen Sport mit Verzögerung, aber nun mit voller Wucht erreicht. Die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abzusagen, wird sich auch im Mindener Land auswirken. Betroffen sind die Handball-Profiklubs GWD Minden und TuS N-Lübbecke, die ihre Heimspiele regelmäßig vor deutlich mehr als 1.000 Zuschauern in der Kreissporthalle Lübbecke austragen. Gegen den THW Kiel waren zuletzt mehr als 2.600 Besucher in die Halle gekommen. „Wir stehen in engem Kontakt zum Kreisgesundheitsamt und zum Ligaverband HBL“, berichtet Markus Kalusche am Morgen auf MT-Anfrage. Der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten GWD Minden blickt schwierigen Wochen entgegen: „Es ist alles offen, die Einschätzung der Lage kann sich jeden Tag ändern.“ Nach der Länderspielpause steht für GWD das nächste Heimspiel am Sonntag, 22. März, gegen den TVB Stuttgart an. Der TuS N-Lübbecke soll am Abend zuvor das Zweitliga-Heimspiel gegen die SG Bietigheim austragen. Reduzierte Zuschauerzahlen können eine Variante sein, wahrscheinlicher scheint allerdings, so Kalusche, dass die Bundesligaspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Das würde GWD, ohnehin nach dem Umzug aus Minden nach Lübbecke mit Einnahmeverlusten konfrontiert, ein weiteres Minus aus dem Ticketverkauf bescheren. „Ich bin kein Freund der sogenannten Geisterspiele. Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten, die Spiele zu verlegen“, sagt Kalusche, „die Saison ist zwar sehr kurz, aber englische Wochen oder das All-Star-Wochenende können Ausweichmöglichkeiten darstellen.“ Aktuell bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Entwicklung der Lage und die Direktiven der Behörden abzuwarten. Am heutigen Montag treffen sich die heimischen Experten zu einer Krisensitzung. Das Kreisgesundheitsamt hat für den Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen, um erste Ergebnisse und das weitere Vorgehen zu präsentieren.