Lübbecke

30:25 gegen die Füchse Berlin - GWD in Lübbecke weiter heimstark

Sebastian Külbel

Miljan Pusica versucht Berlins Handball-Riesen Dainis Kristopans zu stoppen. - © Foto: Noah Wedel
Miljan Pusica versucht Berlins Handball-Riesen Dainis Kristopans zu stoppen. (© Foto: Noah Wedel)

Lübbecke (mt). GWD Minden hat sich dank einer mitreißenden Vorstellung für die Niederlage in Lemgo rehabilitiert und auch sein zweites Heimspiel in der Lübbecker Kreissporthalle gewonnen. Die Gastgeber rangen dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit einem herausragenden Torwart Malte Semisch die favorisierten Füchse Berlin 30:25 (15:12) nieder.

Der Sieg war umso wichtiger, weil parallel Tabellennachbar TVB Stuttgart sein Heimspiel gegen den HC Erlangen gewann. Weil die Eulen Ludwigshafen erst am Sonntag zu Hause gegen Melsungen antreten, hat GWD zurzeit fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Mann des Tages am Donnerstagabend war Mindens Torwart Malte Semisch, der wie schon im Hinspiel gegen seinen Ex-Verein auftrumpfte und den Füchsen mit zahlreichen Paraden den Zahn zog. Vorne zeigten seine Kollegen eine deutlich emotionalere Leistung als beim blutleeren Auftritt in Lemgo. Das führte dazu, dass Berlins Star-Zugang Dainis Kristopans zwar mit vier Toren seine Qualitäten andeutete, aber nie voll zur Entfaltung kam.

Obwohl die Gastgeber deutlich engagierter als noch im OWL-Derby am Sonntag zu Werke gingen, taten sie sich in der Anfangsphase schwer. Das lag zum einen daran, dass die Berliner mit ihren auf Einzelaktionen angelegten Angriffen zu leicht erfolgreich waren. Zum anderen zeigte GWD wie schon am Sonntag Probleme im Abschluss. Als beim Stand von 5:8 Christoffer Rambo im Gegenstoß vom Berliner Frederik Simak in die LED-Werbebande gedrückt wurde und diese sogar umfiel, wachten die Gastgeber in der mit 2.325 Zuschauern gut gefüllten Lübbecker Kreissporthalle auf.

Endlich schafften es die Mindener, die Paraden des erneut stark haltenden Torhüters Malte Semisch zu nutzen und kämpften sich über ihr Tempospiel heran. Beim 8:8 gelang Magnus Gullerud der Ausgleich (17.), das 10:9 von Miljan Pusica ins leere Füchse-Tor (20.) war die erste GWD-Führung seit dem 1:0. Er und seine Mitspieler blieben dran, während Berlin in der Offensive ohne die ausgefallenen Paul Drux und Fabian Wiede immer weniger einfiel. Zudem verzweifelten die Gäste zunehmend an Semisch, so dass GWD zur Pause verdient auf 15:12 davon zog.

Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber nach der Pause, hatten das Geschehen dank ihrer besseren Spielanlage im Griff - und mussten sich vorwerfen lassen, die Führung nicht auszubauen. Als Marian Michalczik dies mit einem feinen Dreher zum 21:16 gelang (41.), bekam GWD plötzlich wieder Probleme. Berlins Trainer Velimir Petkovic nahm eine Auszeit, brachte zeitweise den siebten Feldspieler, und mit zwei Kreis-Toren von Johan Koch war sein Team beim 21:18 zurück im Spiel (43.).

Auch einige unglückliche Abschlüsse in dieser Phase raubten Minden aber nicht den Mut. Mit zwei wichtigen Toren von Kevin Gulliksen stemmte sich Minden gegen die Wende und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die Schlussphase. In der tobenden Halle setzte GWD nun wichtige Signale. Ein stark herausgespielter Treffer von Lucas Meister zum 26:22 (52.), und ein durch Semisch von der Linie gekratzten Wurf von Marko Kopljar kurz darauf gaben den Gastgebern Rückenwind für die entscheidenden Minuten.

Als sich Juri Knorr beim angezeigten Zeitspiel irgendwie durch die Füchse-Abwehr wurstelte und zum 27:22 traf, hatte GWD alle Trümpfe in der Hand (55.). Berlin ließ jedoch nicht locker und kam schnell wieder zum 27:24 heran. In dieser nervenaufreibenden Situation behielt Kapitän Marian Michalczik die Nerven und verwandelte dreieinhalb Minuten vor Schluss auch seinen dritten Siebenmeter zum 28:24. Es folgten die nächsten beiden Paraden von Matchwinner Semisch und der immens wichtige Heimsieg gegen den Favoriten war besiegelt. Knorr und Rambo setzten die umjubelten Schlusspunkte, bevor die Mindener von ihren begeisterten Fans gefeiert wurden.

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Lübbecke30:25 gegen die Füchse Berlin - GWD in Lübbecke weiter heimstarkSebastian KülbelLübbecke (mt). GWD Minden hat sich dank einer mitreißenden Vorstellung für die Niederlage in Lemgo rehabilitiert und auch sein zweites Heimspiel in der Lübbecker Kreissporthalle gewonnen. Die Gastgeber rangen dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit einem herausragenden Torwart Malte Semisch die favorisierten Füchse Berlin 30:25 (15:12) nieder. Der Sieg war umso wichtiger, weil parallel Tabellennachbar TVB Stuttgart sein Heimspiel gegen den HC Erlangen gewann. Weil die Eulen Ludwigshafen erst am Sonntag zu Hause gegen Melsungen antreten, hat GWD zurzeit fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Mann des Tages am Donnerstagabend war Mindens Torwart Malte Semisch, der wie schon im Hinspiel gegen seinen Ex-Verein auftrumpfte und den Füchsen mit zahlreichen Paraden den Zahn zog. Vorne zeigten seine Kollegen eine deutlich emotionalere Leistung als beim blutleeren Auftritt in Lemgo. Das führte dazu, dass Berlins Star-Zugang Dainis Kristopans zwar mit vier Toren seine Qualitäten andeutete, aber nie voll zur Entfaltung kam. Obwohl die Gastgeber deutlich engagierter als noch im OWL-Derby am Sonntag zu Werke gingen, taten sie sich in der Anfangsphase schwer. Das lag zum einen daran, dass die Berliner mit ihren auf Einzelaktionen angelegten Angriffen zu leicht erfolgreich waren. Zum anderen zeigte GWD wie schon am Sonntag Probleme im Abschluss. Als beim Stand von 5:8 Christoffer Rambo im Gegenstoß vom Berliner Frederik Simak in die LED-Werbebande gedrückt wurde und diese sogar umfiel, wachten die Gastgeber in der mit 2.325 Zuschauern gut gefüllten Lübbecker Kreissporthalle auf. Endlich schafften es die Mindener, die Paraden des erneut stark haltenden Torhüters Malte Semisch zu nutzen und kämpften sich über ihr Tempospiel heran. Beim 8:8 gelang Magnus Gullerud der Ausgleich (17.), das 10:9 von Miljan Pusica ins leere Füchse-Tor (20.) war die erste GWD-Führung seit dem 1:0. Er und seine Mitspieler blieben dran, während Berlin in der Offensive ohne die ausgefallenen Paul Drux und Fabian Wiede immer weniger einfiel. Zudem verzweifelten die Gäste zunehmend an Semisch, so dass GWD zur Pause verdient auf 15:12 davon zog. Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber nach der Pause, hatten das Geschehen dank ihrer besseren Spielanlage im Griff - und mussten sich vorwerfen lassen, die Führung nicht auszubauen. Als Marian Michalczik dies mit einem feinen Dreher zum 21:16 gelang (41.), bekam GWD plötzlich wieder Probleme. Berlins Trainer Velimir Petkovic nahm eine Auszeit, brachte zeitweise den siebten Feldspieler, und mit zwei Kreis-Toren von Johan Koch war sein Team beim 21:18 zurück im Spiel (43.). Auch einige unglückliche Abschlüsse in dieser Phase raubten Minden aber nicht den Mut. Mit zwei wichtigen Toren von Kevin Gulliksen stemmte sich Minden gegen die Wende und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die Schlussphase. In der tobenden Halle setzte GWD nun wichtige Signale. Ein stark herausgespielter Treffer von Lucas Meister zum 26:22 (52.), und ein durch Semisch von der Linie gekratzten Wurf von Marko Kopljar kurz darauf gaben den Gastgebern Rückenwind für die entscheidenden Minuten. Als sich Juri Knorr beim angezeigten Zeitspiel irgendwie durch die Füchse-Abwehr wurstelte und zum 27:22 traf, hatte GWD alle Trümpfe in der Hand (55.). Berlin ließ jedoch nicht locker und kam schnell wieder zum 27:24 heran. In dieser nervenaufreibenden Situation behielt Kapitän Marian Michalczik die Nerven und verwandelte dreieinhalb Minuten vor Schluss auch seinen dritten Siebenmeter zum 28:24. Es folgten die nächsten beiden Paraden von Matchwinner Semisch und der immens wichtige Heimsieg gegen den Favoriten war besiegelt. Knorr und Rambo setzten die umjubelten Schlusspunkte, bevor die Mindener von ihren begeisterten Fans gefeiert wurden.