Minden

Erstes Mindener Bundesliga-Heimspiel in Lübbecke - GWD-Nomaden empfangen Göppingen

Marcus Riechmann

Einstimmen auf die neue Spielstätte: Löwe Tornado, GWD Mindens Maskottchen, animiert die Zuschauer in der Kreissporthalle während des Testspiels gegen TuS N-Lübbecke. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Einstimmen auf die neue Spielstätte: Löwe Tornado, GWD Mindens Maskottchen, animiert die Zuschauer in der Kreissporthalle während des Testspiels gegen TuS N-Lübbecke. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Minden. Sonntag wird's historisch: Zum ersten Mal in der 96-jährigen Vereinsgeschichte trägt GWD Minden ein Bundesliga-Heimspiel in der Kreissporthalle Lübbecke aus. Gegen Frisch Auf Göppingen beginnt um 16 Uhr eine neue Zeitrechnung. Klub und Team wollen alles tun, um die Fans mitzunehmen und im ersten Spiel nach der Schließung der Kampa-Halle im Notdomizil Heim?atmosphäre zu generieren.

„Die Halle wird optisch eine Überraschung“, kündigt Franziska Göttsch aus dem GWD-Marketingteam an: „Es wird deutlich grüner als beim Testspiel vor zwei Wochen.“ Wie grün es wird, davon durften sich bereits die leicht irritierten Handballer des TuS N-Lübbecke ein Bild machen. Sie wurden beim Mittwochstraining vom Dekorationstest überrascht und fanden ihre Heimhalle von mächtigen GWD-Bannern an den Stirnseiten eingefasst. „Das wird eine freundliche Übernahme“, witzelte GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche mit Blick auf die umfangreichen atmosphärischen Maßnahmen. Zum Zweitliga-Spitzenspiel des TuS N-Lübbecke heute Abend gegen HSC Coburg gibt die Kreissporthalle allerdings das gewohnte Bild ab: Nach dem Testlauf wurde die grüne Dekoration wieder abgenommen.

Sonntag soll sie wieder hängen und Team und Fans beflügeln. Die Spieler sind bereit. „Das wird eine besondere, eine spannende Zeit“, sagt Marian Michalczik. Der Mindener Nationalspieler wünscht sich zum Neustart die Rückendeckung der Fans. Doch er weiß: „Wir Spieler sind die Hauptdarsteller. Wir können mitgestalten, wie das läuft. Mein Wunsch ist, alle unterstützen sich gegenseitig.“ Das Abschlusstraining hat die Mannschaft am Samstag nach Lübbecke verlegt: „Da können wir etwas Hallenfeeling aufsaugen“, sagt Michalczik, der wie vier weitere der sieben EM-Fahrer aus dem GWD-Team nicht beim Heimspieltest, dem mit 25:27 verlorenen Freundschaftsspiel gegen den TuS N-Lübbecke, am 23. Januar dabei war und damit vor dem Debüt in der Merkur-Arena steht.

Eine grüne Heimkabine, wie sie sich die GWD-Spieler in Minden geschaffen hatten, gibt es nun nicht mehr. „Dort in die Heimkabine zu gehen, ist für mich noch ungewohnt. Aber es gibt zwischen Heim- und Gästekabine keinen Unterschied, deshalb ist es auch egal“, sagt Frank Carstens. Der GWD-Coach hat ohnehin andere Sorgen als die neue Heimat. „Der Auszug aus der Kampa-Halle war für uns bis zum letzten Spiel am 29. Dezember egal, da ging es nur um Sport“, blickt der Trainer zurück. Mit Trainingsbeginn Anfang Januar wurden die Veränderungen aber spürbar: „Wir hatten kein Trainingszentrum mehr“, stellten Trainer wie Spieler fest, die wie Nomaden umherziehen und in verschiedenen Hallen trainieren mussten und mal mit der Beleuchtung und mal mit den Duschen Überraschungen erlebten. „Aber“, so stellt Carstens fest, „die Spieler haben das angenommen. Alle sind bereit, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist genau die Haltung, die wir jetzt brauchen.“ Ohnehin gelte: „Es ist nicht alles schlecht. Das wird eine spannende Zeit.“ Am besten mit einem sportlich erfolgreichen Start am Sonntag.

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MindenErstes Mindener Bundesliga-Heimspiel in Lübbecke - GWD-Nomaden empfangen GöppingenMarcus RiechmannMinden. Sonntag wird's historisch: Zum ersten Mal in der 96-jährigen Vereinsgeschichte trägt GWD Minden ein Bundesliga-Heimspiel in der Kreissporthalle Lübbecke aus. Gegen Frisch Auf Göppingen beginnt um 16 Uhr eine neue Zeitrechnung. Klub und Team wollen alles tun, um die Fans mitzunehmen und im ersten Spiel nach der Schließung der Kampa-Halle im Notdomizil Heim?atmosphäre zu generieren. „Die Halle wird optisch eine Überraschung“, kündigt Franziska Göttsch aus dem GWD-Marketingteam an: „Es wird deutlich grüner als beim Testspiel vor zwei Wochen.“ Wie grün es wird, davon durften sich bereits die leicht irritierten Handballer des TuS N-Lübbecke ein Bild machen. Sie wurden beim Mittwochstraining vom Dekorationstest überrascht und fanden ihre Heimhalle von mächtigen GWD-Bannern an den Stirnseiten eingefasst. „Das wird eine freundliche Übernahme“, witzelte GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche mit Blick auf die umfangreichen atmosphärischen Maßnahmen. Zum Zweitliga-Spitzenspiel des TuS N-Lübbecke heute Abend gegen HSC Coburg gibt die Kreissporthalle allerdings das gewohnte Bild ab: Nach dem Testlauf wurde die grüne Dekoration wieder abgenommen. Sonntag soll sie wieder hängen und Team und Fans beflügeln. Die Spieler sind bereit. „Das wird eine besondere, eine spannende Zeit“, sagt Marian Michalczik. Der Mindener Nationalspieler wünscht sich zum Neustart die Rückendeckung der Fans. Doch er weiß: „Wir Spieler sind die Hauptdarsteller. Wir können mitgestalten, wie das läuft. Mein Wunsch ist, alle unterstützen sich gegenseitig.“ Das Abschlusstraining hat die Mannschaft am Samstag nach Lübbecke verlegt: „Da können wir etwas Hallenfeeling aufsaugen“, sagt Michalczik, der wie vier weitere der sieben EM-Fahrer aus dem GWD-Team nicht beim Heimspieltest, dem mit 25:27 verlorenen Freundschaftsspiel gegen den TuS N-Lübbecke, am 23. Januar dabei war und damit vor dem Debüt in der Merkur-Arena steht. Eine grüne Heimkabine, wie sie sich die GWD-Spieler in Minden geschaffen hatten, gibt es nun nicht mehr. „Dort in die Heimkabine zu gehen, ist für mich noch ungewohnt. Aber es gibt zwischen Heim- und Gästekabine keinen Unterschied, deshalb ist es auch egal“, sagt Frank Carstens. Der GWD-Coach hat ohnehin andere Sorgen als die neue Heimat. „Der Auszug aus der Kampa-Halle war für uns bis zum letzten Spiel am 29. Dezember egal, da ging es nur um Sport“, blickt der Trainer zurück. Mit Trainingsbeginn Anfang Januar wurden die Veränderungen aber spürbar: „Wir hatten kein Trainingszentrum mehr“, stellten Trainer wie Spieler fest, die wie Nomaden umherziehen und in verschiedenen Hallen trainieren mussten und mal mit der Beleuchtung und mal mit den Duschen Überraschungen erlebten. „Aber“, so stellt Carstens fest, „die Spieler haben das angenommen. Alle sind bereit, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist genau die Haltung, die wir jetzt brauchen.“ Ohnehin gelte: „Es ist nicht alles schlecht. Das wird eine spannende Zeit.“ Am besten mit einem sportlich erfolgreichen Start am Sonntag.