Minden

GWD Minden: Zahlen und Fakten vor der Restrunde der Saison

Astrid Plaßhenrich und Sebastian Külbel

Beim Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Fotos: Noah Wedel - © Noah Wedel
Beim Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Fotos: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden. Es wird eine spannende Restrunde. So viel steht fest. Wenn Handball-Bundesligist GWD Minden am Sonntag, 9. Februar, gegen FA Göppingen das erste Pflichtspiel in diesem Jahr bestreitet, geht es nur um den Klassenerhalt. Gleichzeitig beginnt die längste Auswärtsspiel-Serie in der 96-jährigen Vereinsgeschichte. Schließlich muss GWD nach Schließung der Kampa-Halle auf unbestimmte Zeit in die Lübbecker Kreissporthalle umziehen.

Im MT-Interview sagte Mindens Trainer Frank Carstens, dass seine Mannschaft in dieser Saison noch keine hohe Niederlage einstecken musste. Das interessierte uns, und wir fingen an, zu recherchieren. Wie hoch waren denn die höchsten Pleiten in der jüngeren Vergangenheit? Tatsächlich fiel die derbste Klatsche mit 30:36 am ersten Spieltag dieser Spielzeit glimpflich aus. Schlechter sah es da in der Serie 2016/17 aus, als die Grün-Weißen mit 17:41 am 22. Spieltag in Flensburg untergingen.

Kevin Gulliksen (Minden) beim Spiel gegen den Bergischen HC. Fotos: Noah Wedel - © Noah Wedel
Kevin Gulliksen (Minden) beim Spiel gegen den Bergischen HC. Fotos: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Weitere Fragen schlossen sich an: Wo stand GWD nach 20 Spielen in der Abstiegssaison 2014/15? Damals hatten die Mindener nur einen Punkt weniger auf ihrem Konto als in dieser Runde, standen aber auch zwei Plätze schlechter. Im vergangenen Jahr fanden sich die Grün-Weißen nach den ersten 20 Spielen auf Rang zehn wieder, hatten 18:22 Zähler und waren frei von Abstiegssorgen. Der erhoffte Sprung unter die Top 10 gelang allerdings nicht. Es war aber immerhin die beste Platzierung in den vergangenen sieben Jahren.

Übrigens: In der ewigen Tabelle steht GWD mit 41 Bundesliga-Jahren auf Platz neun. In 1.098 Spielen gewann die Mindener 433-mal, spielten in 103 Partien unentschieden und verloren 562 Spiele. Die ewige Tabelle führt – wenig überraschend – THW Kiel mit 52 Bundesliga-Jahren und 991 Siegen, 107 Unentschieden und nur 348 Niederlagen. Es folgt der Zweitligist VfL Gummersbach, der mit 53 Bundesliga-Jahren bekanntlich der Dino war (1.458 Spiele/775 Siege/162 Unentschieden/521 Niederlagen.

Spannend war auch der Blick auf die Torschützen. Christoffer Rambo hat als bester GWD-Schütze 88 mal in 19 Partien getroffen. Das macht einen Schnitt von 4,63 pro Spiel. Damit steht der Norweger auf Platz 15 in der Bundesliga-Torschützenliste. Hans Lindberg von den Füchsen Berlin führt die Wertung mit 149 Treffern aktuell an. Der Rechtsaußen trifft im Schnitt 7,45 mal. Der isländische Linksaußen Bjarki Ellison vom TBV Lemgo-Lippe ist ihm aber dicht auf den Fersen und hat nur ein Tor weniger bei 20 Einsätzen geworfen.

Ausgenommen von der Zahlenspielerei ist die Saison 2015/16 als GWD in der zweiten Liga spielte und direkt wieder aufstieg.

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MindenGWD Minden: Zahlen und Fakten vor der Restrunde der SaisonAstrid Plaßhenrich,Sebastian KülbelMinden. Es wird eine spannende Restrunde. So viel steht fest. Wenn Handball-Bundesligist GWD Minden am Sonntag, 9. Februar, gegen FA Göppingen das erste Pflichtspiel in diesem Jahr bestreitet, geht es nur um den Klassenerhalt. Gleichzeitig beginnt die längste Auswärtsspiel-Serie in der 96-jährigen Vereinsgeschichte. Schließlich muss GWD nach Schließung der Kampa-Halle auf unbestimmte Zeit in die Lübbecker Kreissporthalle umziehen. Im MT-Interview sagte Mindens Trainer Frank Carstens, dass seine Mannschaft in dieser Saison noch keine hohe Niederlage einstecken musste. Das interessierte uns, und wir fingen an, zu recherchieren. Wie hoch waren denn die höchsten Pleiten in der jüngeren Vergangenheit? Tatsächlich fiel die derbste Klatsche mit 30:36 am ersten Spieltag dieser Spielzeit glimpflich aus. Schlechter sah es da in der Serie 2016/17 aus, als die Grün-Weißen mit 17:41 am 22. Spieltag in Flensburg untergingen. Weitere Fragen schlossen sich an: Wo stand GWD nach 20 Spielen in der Abstiegssaison 2014/15? Damals hatten die Mindener nur einen Punkt weniger auf ihrem Konto als in dieser Runde, standen aber auch zwei Plätze schlechter. Im vergangenen Jahr fanden sich die Grün-Weißen nach den ersten 20 Spielen auf Rang zehn wieder, hatten 18:22 Zähler und waren frei von Abstiegssorgen. Der erhoffte Sprung unter die Top 10 gelang allerdings nicht. Es war aber immerhin die beste Platzierung in den vergangenen sieben Jahren. Übrigens: In der ewigen Tabelle steht GWD mit 41 Bundesliga-Jahren auf Platz neun. In 1.098 Spielen gewann die Mindener 433-mal, spielten in 103 Partien unentschieden und verloren 562 Spiele. Die ewige Tabelle führt – wenig überraschend – THW Kiel mit 52 Bundesliga-Jahren und 991 Siegen, 107 Unentschieden und nur 348 Niederlagen. Es folgt der Zweitligist VfL Gummersbach, der mit 53 Bundesliga-Jahren bekanntlich der Dino war (1.458 Spiele/775 Siege/162 Unentschieden/521 Niederlagen. Spannend war auch der Blick auf die Torschützen. Christoffer Rambo hat als bester GWD-Schütze 88 mal in 19 Partien getroffen. Das macht einen Schnitt von 4,63 pro Spiel. Damit steht der Norweger auf Platz 15 in der Bundesliga-Torschützenliste. Hans Lindberg von den Füchsen Berlin führt die Wertung mit 149 Treffern aktuell an. Der Rechtsaußen trifft im Schnitt 7,45 mal. Der isländische Linksaußen Bjarki Ellison vom TBV Lemgo-Lippe ist ihm aber dicht auf den Fersen und hat nur ein Tor weniger bei 20 Einsätzen geworfen. Ausgenommen von der Zahlenspielerei ist die Saison 2015/16 als GWD in der zweiten Liga spielte und direkt wieder aufstieg.