Minden

GWD Minden gegen HC Erlangen: Eine Geschenkidee für den Jubilar

Marcus Riechmann

Christoph Reißky, hier im Zweikampf mit Hendrik Pekeler (Nr. 61), zeigte in Kiel eine starke Partie. Im Heimspiel gegen den HC Erlangen geht der Linkshänder wieder gemeinsam mit Christoffer Rambo auf Torejagd. Foto: Kohring /Eibner-Pressefoto - © Eibner-Pressefoto / Beaut.Sports / Kohring
Christoph Reißky, hier im Zweikampf mit Hendrik Pekeler (Nr. 61), zeigte in Kiel eine starke Partie. Im Heimspiel gegen den HC Erlangen geht der Linkshänder wieder gemeinsam mit Christoffer Rambo auf Torejagd. Foto: Kohring /Eibner-Pressefoto (© Eibner-Pressefoto / Beaut.Sports / Kohring)

Minden (mt). „Fußball ist ein Sport, bei dem 22 Mann einem Ball hinterherlaufen, und am Ende gewinnt immer Deutschland.“ Den oft zitierten Klassiker der englischen Fußballlegende Gary Lineker, den der Stürmer einst im Frust über regelmäßige Niederlagen seiner „Three Lions“ gegen die DFB-Elf prägte, mag man beim HC Erlangen auch auf die Handballspiele gegen GWD Minden anwenden. Noch nie gewannen die Franken ein Erstliga-Duell gegen die Ostwestfalen. Acht Spiele absolvierte GWD gegen den HCE, die Punktebilanz ist mit 15:1 eindeutig wie gegen keinen anderen Gegner. Sieben Siege feierte Minden seit 2014, einzig beim 26:26 am 22. Februar 2018 schnupperten die Erlanger in der heimischen Arena mal an einem Erfolg.

Das Gefühl eines Sieges gegen GWD kennt man beim HCE lediglich aus den gemeinsamen Zweitligazeiten: Am 6. Dezember 2015 gewann man 26:22. Lang ist es her.

Bei GWD besteht vor dem Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr in der Kampa-Halle ein großes Interesse, dass es bei der nahezu makellosen Bilanz bleibt. Acht sieglose Wochen liegt das 26:25 bei der HSG Nordhorn-Lingen zurück. Die Spieler dürstet nach einem Erfolgserlebnis. „Wir müssen zwei Punkte holen“ sagt Abwehrchef Miljan Pusica. „Wir müssen das zuhause unbedingt schaffen“, formuliert sein Innenblock-Partner Magnus Gullerud, der den HC Erlangen beschreibt als „eine Mannschaft, die mit uns auf Augenhöher steht.“ Tabellarisch liegen beide nah beisammen Lediglich zwei Punkte trennen die Franken (12:18) und die Mindener (10:22), die nach den Überraschungserfolgen des Donnerstags vom TVB Stuttgart (31:28 gegen MT Melsungen) und TBV Lemgo (30:25 gegen Rhein-Neckar Löwen) auf den drittletzten Tabellenrang abgerutscht sind.

„Wir wollen die gleiche Leistungsbereitschaft abrufen, die wir auch in den vergangenen Wochen gezeigt haben“, nennt GWD-Coach Frank Carstens eine Grundvoraussetzung für das Erfolg. Zwischen dem HCE und dem letzten Gegner THW Kiel sieht Carstens Ähnlichkeiten: „Auch Erlangen besitzt einen wurfstarken Rückraum und drei gute Kreisläufer.“ In seiner Premierensaison hat sich im rechten Rückraum Sime Ivic in den Vordergrund gespielt. Offensive Qualität bringen auch Außenstürmer Johannes Sellin, Kreisläufer Sebastian Firnhaber, Rückraumschütze Nikolai Link und der frühere GWD-Mittelmann Michael Haaß mit. Die Abwehr der Gäste, die nach einigen unglücklich verlorenen Spielen zuletzt einen 25:22-Heimsieg gegen Leipzig feierten, steht kompakt und hat mit Carsten Lichtlein (39 Jahre) und Nikolas Katsigiannis (37) zwei erfahren Torhüter im Rücken. Konzentration beim Wurf fordert Carstens von seinen Spielern.

Das Liga-Jubiläum von Lichtlein interessiert die Mindener nur am Rande. Er habe eine Idee, was man dem Rekordmann schenken könnte, deutet Frank Carstens mit einem Lächeln an. Es könnte sich um Tore handeln. Viele Tore, damit die Partie ganz im Sinne von Gary Lineker ausgeht: Am Ende gewinnen die Mindener.

Zum Thema: Reißky und Rambo

Mit der Rückkehr von Christoffer Rambo nach halbwegs auskurierten Rückenbeschwerden gewinnt GWD viel Wurfkraft im Rückraum. „Er wird uns helfen“, ist sich Coach Frank Carstens und erinnert sich: „Gegen Erlangen hat er immer gut ausgesehen.“

Gemeinsam mit Christoph Reißky (26 Saisontore) bildet Rambo (70) ein druckvolles Linkshänderduo. „Wir haben eine extrem unterschiedliche Spielweise, es es für jeden Gegner schwer, sich auf uns einzustellen“, sagt Reißky, der Rambo jüngst umfassend vertrat, und beschreibt ein gutes Verhältnis zum Norweger: „ Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, wir helfen uns gegenseitig und reden viel.“ (rich)

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MindenGWD Minden gegen HC Erlangen: Eine Geschenkidee für den JubilarMarcus RiechmannMinden (mt). „Fußball ist ein Sport, bei dem 22 Mann einem Ball hinterherlaufen, und am Ende gewinnt immer Deutschland.“ Den oft zitierten Klassiker der englischen Fußballlegende Gary Lineker, den der Stürmer einst im Frust über regelmäßige Niederlagen seiner „Three Lions“ gegen die DFB-Elf prägte, mag man beim HC Erlangen auch auf die Handballspiele gegen GWD Minden anwenden. Noch nie gewannen die Franken ein Erstliga-Duell gegen die Ostwestfalen. Acht Spiele absolvierte GWD gegen den HCE, die Punktebilanz ist mit 15:1 eindeutig wie gegen keinen anderen Gegner. Sieben Siege feierte Minden seit 2014, einzig beim 26:26 am 22. Februar 2018 schnupperten die Erlanger in der heimischen Arena mal an einem Erfolg. Das Gefühl eines Sieges gegen GWD kennt man beim HCE lediglich aus den gemeinsamen Zweitligazeiten: Am 6. Dezember 2015 gewann man 26:22. Lang ist es her. Bei GWD besteht vor dem Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr in der Kampa-Halle ein großes Interesse, dass es bei der nahezu makellosen Bilanz bleibt. Acht sieglose Wochen liegt das 26:25 bei der HSG Nordhorn-Lingen zurück. Die Spieler dürstet nach einem Erfolgserlebnis. „Wir müssen zwei Punkte holen“ sagt Abwehrchef Miljan Pusica. „Wir müssen das zuhause unbedingt schaffen“, formuliert sein Innenblock-Partner Magnus Gullerud, der den HC Erlangen beschreibt als „eine Mannschaft, die mit uns auf Augenhöher steht.“ Tabellarisch liegen beide nah beisammen Lediglich zwei Punkte trennen die Franken (12:18) und die Mindener (10:22), die nach den Überraschungserfolgen des Donnerstags vom TVB Stuttgart (31:28 gegen MT Melsungen) und TBV Lemgo (30:25 gegen Rhein-Neckar Löwen) auf den drittletzten Tabellenrang abgerutscht sind. „Wir wollen die gleiche Leistungsbereitschaft abrufen, die wir auch in den vergangenen Wochen gezeigt haben“, nennt GWD-Coach Frank Carstens eine Grundvoraussetzung für das Erfolg. Zwischen dem HCE und dem letzten Gegner THW Kiel sieht Carstens Ähnlichkeiten: „Auch Erlangen besitzt einen wurfstarken Rückraum und drei gute Kreisläufer.“ In seiner Premierensaison hat sich im rechten Rückraum Sime Ivic in den Vordergrund gespielt. Offensive Qualität bringen auch Außenstürmer Johannes Sellin, Kreisläufer Sebastian Firnhaber, Rückraumschütze Nikolai Link und der frühere GWD-Mittelmann Michael Haaß mit. Die Abwehr der Gäste, die nach einigen unglücklich verlorenen Spielen zuletzt einen 25:22-Heimsieg gegen Leipzig feierten, steht kompakt und hat mit Carsten Lichtlein (39 Jahre) und Nikolas Katsigiannis (37) zwei erfahren Torhüter im Rücken. Konzentration beim Wurf fordert Carstens von seinen Spielern. Das Liga-Jubiläum von Lichtlein interessiert die Mindener nur am Rande. Er habe eine Idee, was man dem Rekordmann schenken könnte, deutet Frank Carstens mit einem Lächeln an. Es könnte sich um Tore handeln. Viele Tore, damit die Partie ganz im Sinne von Gary Lineker ausgeht: Am Ende gewinnen die Mindener. Zum Thema: Reißky und Rambo Mit der Rückkehr von Christoffer Rambo nach halbwegs auskurierten Rückenbeschwerden gewinnt GWD viel Wurfkraft im Rückraum. „Er wird uns helfen“, ist sich Coach Frank Carstens und erinnert sich: „Gegen Erlangen hat er immer gut ausgesehen.“ Gemeinsam mit Christoph Reißky (26 Saisontore) bildet Rambo (70) ein druckvolles Linkshänderduo. „Wir haben eine extrem unterschiedliche Spielweise, es es für jeden Gegner schwer, sich auf uns einzustellen“, sagt Reißky, der Rambo jüngst umfassend vertrat, und beschreibt ein gutes Verhältnis zum Norweger: „ Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, wir helfen uns gegenseitig und reden viel.“ (rich)