Minden

GWD Mindens schwarze Bilanz gegen die Rhein-Neckar Löwen - auch diesmal nur Außenseiter

Sebastian Külbel

Schwedisches Stoppschild: Löwen-Torwart Mikael Appelgren stellt sich Mindens Max Staar entgegen. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Schwedisches Stoppschild: Löwen-Torwart Mikael Appelgren stellt sich Mindens Max Staar entgegen. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (mt). Die Bilanz ist deutlich: Seit die ehemalige SG Kronau/Östringen in der Saison 2007/2008 als Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga startet, hat GWD Minden alle 18 Duelle mit dem in Mannheim spielenden Gegner verloren. Die Rollen vor dem Heimauftritt gegen den Tabellenfünften am Samstag ab 20.30 Uhr sind also klar verteilt.

„Sie hatten in den meisten Jahren aber auch einen zweistelligen Millionen-Etat“, sagt GWD-Trainer Frank Carstens über den hinkenden Vergleich mit den badischen Löwen: „Sie haben einfach ganz andere Möglichkeiten.“ Das schlägt sich auch im stattlichen Kader des Deutschen Meisters von 2016 und 2017 nieder. „Sie haben eine herausragende Deckung mit Spezialisten aus ganz Europa, und trotzdem läuft ihr Tempospiel“, sagt Carstens beeindruckt.

Und das sind nur zwei Vorzüge der Mannheimer. Mads Mensah, Niclas Kirkelökke oder Alexander Petersson nennt Carstens „überragende Spieler“. Am meisten Respekt hat er jedoch vor der Achse zwischen Mittelmann Andy Schmid und Kreisläufer Jannik Kohlbacher: „Es gibt in der Liga keine andere Mannschaft, die ihr Spiel so sehr darauf aufbaut.“

Umso mehr ist die Mindener Abwehr heute Abend gefordert, die weiterhin ohne ihren besten Verteidiger Miljan Pusica auskommen muss. Der Serbe absolviert im Training zwar schon wieder erste Handball-Übungen, braucht jedoch nach Ansicht von Carstens noch etwas Zeit für seine Rückkehr: „Es gibt Spieler wie Marian Michalczik oder Christoffer Rambo, die kommen nach einer Verletzung zurück und sind fast wie vorher. Und es gibt Spieler wie Miljan, die sich über das Training Sicherheit holen müssen.“

Weil auch Juri Knorr und Joscha Ritterbach weiterhin fehlen, kommt es im knappen GWD-Kader auf jeden Einzelnen an. Dass die Kreis-Abwehr auch ohne Fachkraft Pusica funktioniert, habe die Mannschaft laut Carstens in Balingen gezeigt. Im Angriff gilt es vor allem, die zuletzt gezeigten technischen Fehler zu verringern: „Da brauchen wir mehr Sicherheit.“

Das gilt auch angesichts des starken Torhüter-Duos der Löwen: „Von der Zusammenarbeit her ist es das beste Gespann der Liga, einer überzeugt immer.“ Bei den Mindenern gab es in den jüngsten Spielen derweil immer wieder Akteure, die ihre Leistungsfähigkeit nicht aufs Feld gebracht haben. Das können sie sich heute Abend nicht erlauben.

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MindenGWD Mindens schwarze Bilanz gegen die Rhein-Neckar Löwen - auch diesmal nur AußenseiterSebastian KülbelMinden (mt). Die Bilanz ist deutlich: Seit die ehemalige SG Kronau/Östringen in der Saison 2007/2008 als Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga startet, hat GWD Minden alle 18 Duelle mit dem in Mannheim spielenden Gegner verloren. Die Rollen vor dem Heimauftritt gegen den Tabellenfünften am Samstag ab 20.30 Uhr sind also klar verteilt. „Sie hatten in den meisten Jahren aber auch einen zweistelligen Millionen-Etat“, sagt GWD-Trainer Frank Carstens über den hinkenden Vergleich mit den badischen Löwen: „Sie haben einfach ganz andere Möglichkeiten.“ Das schlägt sich auch im stattlichen Kader des Deutschen Meisters von 2016 und 2017 nieder. „Sie haben eine herausragende Deckung mit Spezialisten aus ganz Europa, und trotzdem läuft ihr Tempospiel“, sagt Carstens beeindruckt. Und das sind nur zwei Vorzüge der Mannheimer. Mads Mensah, Niclas Kirkelökke oder Alexander Petersson nennt Carstens „überragende Spieler“. Am meisten Respekt hat er jedoch vor der Achse zwischen Mittelmann Andy Schmid und Kreisläufer Jannik Kohlbacher: „Es gibt in der Liga keine andere Mannschaft, die ihr Spiel so sehr darauf aufbaut.“ Umso mehr ist die Mindener Abwehr heute Abend gefordert, die weiterhin ohne ihren besten Verteidiger Miljan Pusica auskommen muss. Der Serbe absolviert im Training zwar schon wieder erste Handball-Übungen, braucht jedoch nach Ansicht von Carstens noch etwas Zeit für seine Rückkehr: „Es gibt Spieler wie Marian Michalczik oder Christoffer Rambo, die kommen nach einer Verletzung zurück und sind fast wie vorher. Und es gibt Spieler wie Miljan, die sich über das Training Sicherheit holen müssen.“ Weil auch Juri Knorr und Joscha Ritterbach weiterhin fehlen, kommt es im knappen GWD-Kader auf jeden Einzelnen an. Dass die Kreis-Abwehr auch ohne Fachkraft Pusica funktioniert, habe die Mannschaft laut Carstens in Balingen gezeigt. Im Angriff gilt es vor allem, die zuletzt gezeigten technischen Fehler zu verringern: „Da brauchen wir mehr Sicherheit.“ Das gilt auch angesichts des starken Torhüter-Duos der Löwen: „Von der Zusammenarbeit her ist es das beste Gespann der Liga, einer überzeugt immer.“ Bei den Mindenern gab es in den jüngsten Spielen derweil immer wieder Akteure, die ihre Leistungsfähigkeit nicht aufs Feld gebracht haben. Das können sie sich heute Abend nicht erlauben.