Minden

Torwart Christensen geht, weitere Personalien in der Schwebe

Sebastian Külbel

Wichtige Stütze: Torwart Espen Christensen ist seit 2017 eine feste Größe im Team von GWD Minden. Am Saisonende geht er zurück nach Skandinavien. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Wichtige Stütze: Torwart Espen Christensen ist seit 2017 eine feste Größe im Team von GWD Minden. Am Saisonende geht er zurück nach Skandinavien. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (mt). Espen Christensen wird GWD Minden am Ende der laufenden Saison verlassen. Den norwegischen Torwart und seine schwedische Frau zieht es mit dem einjährigen Sohn zurück nach Skandinavien. Einen neuen Verein hat der 34-Jährige noch nicht – aber einen festen Plan.

„Ich möchte in meiner Karriere noch ein Mal einen Pokal gewinnen, das ist in Minden schwer“, sagt Christensen im MT-Gespräch: „Ich habe in meiner Karriere viele zweite oder dritte Plätze gesammelt, auch mit der Nationalmannschaft. Das ist jetzt meine Motivation.“

Die erste Option sei eine Rückkehr nach Südschweden, wo der Norweger von 2008 bis 2015 bei zwei Vereinen in Lund spielte. Möglich sei aber auch ein Wechsel nach Norwegen. „Es ist noch nicht klar“, so Christensen gestern. Keine Frage ist für ihn dagegen, dass er weiter als Handballprofi sein Geld verdient: „Ich habe noch vier oder fünf gute Jahre und möchte neue Erfahrungen machen. Das hat nichts mit Minden zu tun, hier ist alles gut.“

GWD Mindens Sport-Geschäftsführer Frank von Behren ist von Christensens Entscheidung nicht überrascht: „Der Trend war schon nach einem Gespräch vor einigen Wochen klar, zu einem neuen Vertragsangebot kam es gar nicht mehr.“ Von Behren bedauert den Abgang des Routiniers: „Wir verlieren einen Super-Typen, der hier gerade in seiner Anfangszeit einen sehr guten Job gemacht hat.“

Christensens Abgang bringt nun auch den Manager in Arbeit. Einen neuen Torwart hat er zwar im Blick, aber noch nicht verpflichtet: „Wir sind in Gesprächen.“ Das gilt auch für weitere Positionen im Kader. Neben Christensen gehen am Saisonende auch Magnus Gullerud (SC Magdeburg) und Marian Michalczik (Füchse Berlin). Vor allem dessen Nachfolge habe Priorität, betont von Behren: „Sie ist aber auch das schwierigste Thema, denn es ist eine Frage der Möglichkeiten am Markt.“

Michalcziks Positionspartner Savvas Savvas ist für diese Rolle keine Option: „Er ist bei uns die Nummer drei halblinks, wir sehen ihn nicht als Nachfolger für Marian.“ Savvas äußerte sich nach dem Spiel in Wetzlar vor der TV-Kamera zur Vertragsfrage zurückhaltend: „Ich gucke erstmal auf meine Mannschaft, was auf mich persönlich zukommt, ist zweitrangig. Was ich am Saisonende mache, weiß ich noch nicht.“ Von Behren sagt bislang nur: „Wir haben ihm noch kein Angebot vorgelegt.“

Größer scheint das Interesse an einer Weiterbeschäftigung von Christoph Reißky zu sein. Der Rückraum-Linkshänder ist zurzeit für eine Saison von den Füchsen Berlin ausgeliehen und macht bei GWD als Ergänzung zu Christoffer Rambo einen guten Job. Das unterstrich jüngst auch Trainer Frank Carstens, der nach dem Heimspiel gegen Melsungen sagte: „Christoph ist perfekt für uns.“ Ob es für den gebürtigen Sachsen in Minden weitergeht, kann Geschäftsführer von Behren aber noch nicht sagen: „Mit Christoph werden Gespräche geführt.“

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MindenTorwart Christensen geht, weitere Personalien in der SchwebeSebastian KülbelMinden (mt). Espen Christensen wird GWD Minden am Ende der laufenden Saison verlassen. Den norwegischen Torwart und seine schwedische Frau zieht es mit dem einjährigen Sohn zurück nach Skandinavien. Einen neuen Verein hat der 34-Jährige noch nicht – aber einen festen Plan. „Ich möchte in meiner Karriere noch ein Mal einen Pokal gewinnen, das ist in Minden schwer“, sagt Christensen im MT-Gespräch: „Ich habe in meiner Karriere viele zweite oder dritte Plätze gesammelt, auch mit der Nationalmannschaft. Das ist jetzt meine Motivation.“ Die erste Option sei eine Rückkehr nach Südschweden, wo der Norweger von 2008 bis 2015 bei zwei Vereinen in Lund spielte. Möglich sei aber auch ein Wechsel nach Norwegen. „Es ist noch nicht klar“, so Christensen gestern. Keine Frage ist für ihn dagegen, dass er weiter als Handballprofi sein Geld verdient: „Ich habe noch vier oder fünf gute Jahre und möchte neue Erfahrungen machen. Das hat nichts mit Minden zu tun, hier ist alles gut.“ GWD Mindens Sport-Geschäftsführer Frank von Behren ist von Christensens Entscheidung nicht überrascht: „Der Trend war schon nach einem Gespräch vor einigen Wochen klar, zu einem neuen Vertragsangebot kam es gar nicht mehr.“ Von Behren bedauert den Abgang des Routiniers: „Wir verlieren einen Super-Typen, der hier gerade in seiner Anfangszeit einen sehr guten Job gemacht hat.“ Christensens Abgang bringt nun auch den Manager in Arbeit. Einen neuen Torwart hat er zwar im Blick, aber noch nicht verpflichtet: „Wir sind in Gesprächen.“ Das gilt auch für weitere Positionen im Kader. Neben Christensen gehen am Saisonende auch Magnus Gullerud (SC Magdeburg) und Marian Michalczik (Füchse Berlin). Vor allem dessen Nachfolge habe Priorität, betont von Behren: „Sie ist aber auch das schwierigste Thema, denn es ist eine Frage der Möglichkeiten am Markt.“ Michalcziks Positionspartner Savvas Savvas ist für diese Rolle keine Option: „Er ist bei uns die Nummer drei halblinks, wir sehen ihn nicht als Nachfolger für Marian.“ Savvas äußerte sich nach dem Spiel in Wetzlar vor der TV-Kamera zur Vertragsfrage zurückhaltend: „Ich gucke erstmal auf meine Mannschaft, was auf mich persönlich zukommt, ist zweitrangig. Was ich am Saisonende mache, weiß ich noch nicht.“ Von Behren sagt bislang nur: „Wir haben ihm noch kein Angebot vorgelegt.“ Größer scheint das Interesse an einer Weiterbeschäftigung von Christoph Reißky zu sein. Der Rückraum-Linkshänder ist zurzeit für eine Saison von den Füchsen Berlin ausgeliehen und macht bei GWD als Ergänzung zu Christoffer Rambo einen guten Job. Das unterstrich jüngst auch Trainer Frank Carstens, der nach dem Heimspiel gegen Melsungen sagte: „Christoph ist perfekt für uns.“ Ob es für den gebürtigen Sachsen in Minden weitergeht, kann Geschäftsführer von Behren aber noch nicht sagen: „Mit Christoph werden Gespräche geführt.“