Minden

GWD Minden steht nach der Niederlage in Wetzlar mit dem Rücken zur Wand

Sebastian Külbel

Auch Christoffer Rambo (am Ball) kam in Wetzlar nicht wie gewohnt zum Zuge. Foto: Jan Huebner/Vogler - © Jan Huebner/Vogler
Auch Christoffer Rambo (am Ball) kam in Wetzlar nicht wie gewohnt zum Zuge. Foto: Jan Huebner/Vogler (© Jan Huebner/Vogler)

Minden (mt). Die starke Schlussphase war am Ende nur ein schwacher Trost. Trotz einer über weite Strecken mangelhaften Leistung verlor GWD Minden in Wetzlar nur 23:26. Ein Zeichen für die gute Moral des Handball-Bundesligisten, aber auch der nächste Rückschlag im harten Herbstprogramm.

„Wir stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand und müssen Gas geben“, sagte Sport-Geschäftsführer Frank von Behren und kritisierte die Leistung in der Rittal-Arena mit deutlichen Worten: „Es war schon erschreckend, wie wir besonders in der ersten Hälfte aufgetreten sind. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, wir müssen Vieles hinterfragen.“

Viel Zeit bleibt dafür nicht, am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten Rhein-Neckar Löwen weiter – mit Punkten ist da nicht unbedingt zu rechnen. Von Behren hält dagegen: „Ich sehe nicht, dass wir das Spiel sofort abschenken. Ich halte diese Kategorien von machbaren und nicht machbaren Gegnern für falsch. Wir haben in jedem Spiel eine Chance.“

Am Samstag war jedoch schnell klar, dass es in Wetzlar nicht für Zählbares reichen würde. „Wir hatten uns viel vorgenommen, in der ersten Halbzeit hat leider alles nicht funktioniert“, sagte Rückraum-Schütze Savvas Savvas, der mit acht Treffern auf die Kritik an seiner Leistung gegen Melsungen antwortete. Das Hauptmanko konnte aber auch er nicht beheben: „Uns fehlte die letzte Konsequenz im Zweikampfverhalten, und das führt zu diesem Rückstand“, sagte Trainer Frank Carstens über den 0:5-Lauf in der ersten Hälfte.

Dass die Deckung kaum eine Grundlage für dringend benötigte Tempo-Tore bot und Leistungsträger wie Magnus Gullerud, Marian Michalczik und Christoffer Rambo nicht funktionierten, war das eine. Das andere war die Selbstkritik des Trainers: „Wenn wir so in der Abwehr spielen, frage ich mich, ob wir in der Spielvorbereitung alles richtig gemacht haben oder ob ich irgend etwas übersehen habe.“

Dass die Mannschaft ihm folgt, zeigte sie in der zweiten Hälfte. „Der Trainer hat in der Pause eine ziemliche Ansage gemacht“, schilderte Savvas. Das führte zu einer Steigerung, die plötzliche Nervosität des Gegners ermöglichte sogar eine Aufholjagd. Mehr jedoch nicht. „Ich hatte nicht mal beim 21:19 das Gefühl, dass noch etwas geht“, meinte von Behren: „Wir hatten zu keiner Zeit eine Chance auf den Sieg.“

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MindenGWD Minden steht nach der Niederlage in Wetzlar mit dem Rücken zur WandSebastian KülbelMinden (mt). Die starke Schlussphase war am Ende nur ein schwacher Trost. Trotz einer über weite Strecken mangelhaften Leistung verlor GWD Minden in Wetzlar nur 23:26. Ein Zeichen für die gute Moral des Handball-Bundesligisten, aber auch der nächste Rückschlag im harten Herbstprogramm. „Wir stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand und müssen Gas geben“, sagte Sport-Geschäftsführer Frank von Behren und kritisierte die Leistung in der Rittal-Arena mit deutlichen Worten: „Es war schon erschreckend, wie wir besonders in der ersten Hälfte aufgetreten sind. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, wir müssen Vieles hinterfragen.“ Viel Zeit bleibt dafür nicht, am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten Rhein-Neckar Löwen weiter – mit Punkten ist da nicht unbedingt zu rechnen. Von Behren hält dagegen: „Ich sehe nicht, dass wir das Spiel sofort abschenken. Ich halte diese Kategorien von machbaren und nicht machbaren Gegnern für falsch. Wir haben in jedem Spiel eine Chance.“ Am Samstag war jedoch schnell klar, dass es in Wetzlar nicht für Zählbares reichen würde. „Wir hatten uns viel vorgenommen, in der ersten Halbzeit hat leider alles nicht funktioniert“, sagte Rückraum-Schütze Savvas Savvas, der mit acht Treffern auf die Kritik an seiner Leistung gegen Melsungen antwortete. Das Hauptmanko konnte aber auch er nicht beheben: „Uns fehlte die letzte Konsequenz im Zweikampfverhalten, und das führt zu diesem Rückstand“, sagte Trainer Frank Carstens über den 0:5-Lauf in der ersten Hälfte. Dass die Deckung kaum eine Grundlage für dringend benötigte Tempo-Tore bot und Leistungsträger wie Magnus Gullerud, Marian Michalczik und Christoffer Rambo nicht funktionierten, war das eine. Das andere war die Selbstkritik des Trainers: „Wenn wir so in der Abwehr spielen, frage ich mich, ob wir in der Spielvorbereitung alles richtig gemacht haben oder ob ich irgend etwas übersehen habe.“ Dass die Mannschaft ihm folgt, zeigte sie in der zweiten Hälfte. „Der Trainer hat in der Pause eine ziemliche Ansage gemacht“, schilderte Savvas. Das führte zu einer Steigerung, die plötzliche Nervosität des Gegners ermöglichte sogar eine Aufholjagd. Mehr jedoch nicht. „Ich hatte nicht mal beim 21:19 das Gefühl, dass noch etwas geht“, meinte von Behren: „Wir hatten zu keiner Zeit eine Chance auf den Sieg.“