Wetzlar/Minden

GWD Minden findet beim 23:26 in Wetzlar zu spät ins Spiel

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Marian Michalczik kam gegen die Wetzlarer Deckung am Samstag kaum zur Geltung. Foto: Jan Huebner - © Jan Huebner/Vogler
Marian Michalczik kam gegen die Wetzlarer Deckung am Samstag kaum zur Geltung. Foto: Jan Huebner (© Jan Huebner/Vogler)

Wetzlar/Minden (kül). Zu spät aufgewacht: Trotz einer starken Schlussphase hat Handball-Bundesligist GWD Minden sein Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar 23:26 (8:14) verloren. Bis zur 45. Minute präsentierten sich die Gäste jedoch in allen Belangen viel zu schwach, um am Ende doch noch die Chance auf einen Punkt zu haben.

Unterm Strich musste Trainer Frank Carstens seinen Mannen vorwerfen, nicht schon viel früher die richtige Einstellung zu dem unbequemen Auftritt in Wetzlar gefunden zu haben. "Wir hatten uns viel vorgenommen, aber in der ersten Halbzeit hat das leider alles nicht funktioniert", sagte Savvas Savvas hinterher am Fernsehmikrofon: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann reingekämpft und es wurde noch einmal knapp." Am Ende retteten die Hausherren in der Rittal-Arena den Sieg vor allem dank der individuellen Klasse von Olle Forsell Schefvert, der sogar in dreifacher Unterzahl traf.

Bis zur 15. Minute verlief die Begegnung ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Wetzlar. Vor allem in der Anfangsphase hielt GWD-Torwart Espen Christensen seine Mannschaft mit einigen Paraden im Spiel. Die leistete sich allerdings zu viele Nachlässigkeiten im Angriff, zudem scheiterte Kapitän Marian Michalczik mit zwei Siebenmetern. Dennoch fanden die Mindener irgendwann einen Weg, verkürzten durch zwei Siebenmeter des neuen Schützen Savvas Savvas zum 5:4 und 6:5 - um dann fast sieben Minuten lang völlig den Faden zu verlieren.

Wetzlar legte einen Fünf-Tore-Lauf hin und führte in der 22. Minute plötzlich 11:5. Diesen Vorsprung gaben die Gastgeber bis zur Pause nicht mehr aus der Hand. Die Mindener litten auch unter ihren vier Zeitstrafen des ersten Durchgangs. Zwar fing sich GWD ein wenig und hielt nun auch wieder mit Toren dagegen, die Treffer auf der Gegenseite fielen jedoch zu leicht, so dass die 14:8-Pausenführung für die HSG verdient war.

Dabei blieb es auch im zweiten Durchgang, weil ein Aufbäumen der Mindener ausblieb. Auch weiterhin ging in der Offensive viel zu wenig, um die souveränen Gastgeber in Gefahr zu bringen. Während Filip Mirkulovski mit beeindruckender Dominanz Wetzlars Angriffsspiel dirigierte, suchte GWD immer noch nach Mitteln - und fand sie viel zu selten. Vor allem die Rückraum-Säulen Marian Michalczik und Christoffer Rambo erwischten einen schwarzen Abend und waren im Angriff kein Faktor. Auch die Abwehr funktionierte so schlecht, dass es kaum einmal die Gelegenheit zu Gegenstößen gab.

Als die HSG trotz einiger Acht-Tore-Führungen dann aber nicht den Sack zu machte, durfte GWD plötzlich doch noch an einem Comeback schnuppern. Max Staar, Aliaksandr Padshyvalau und Christoph Reißky brachten ihr Team mit drei Treffern in Folge bis zur 50. Minute wieder auf 21:17 heran und sorgten für Hektik auf dem Feld. Sowohl Wetzlar als auch Minden begingen in einer wilden Phase ein Stürmerfoul nach dem anderen, vor allem die Gastgeber wurden nun nervös.

Das äußerte sich etwa in einer vierminütigen Zeitstrafe gegen Emil Frend Öfors nach einer gestischen Unmutsbekundung gegenüber den Schiedsrichtern. Der im Gegensatz zum Melsungen-Spiel deutlich verbesserte Savvas und Keeper Malte Semisch mit einem Treffer ins leere Tor verkürzten auf 21:19 (54.). Wenig später musste auch noch Alexander Feld für zwei Minuten runter, und die HSG stand plötzlich mit drei Spielern weniger auf der Platte.

Zum Matchwinner für Wetzlar wurde am Ende Olle Forsell Schefvert, der auch in dieser Phase seine individuelle Klasse durchsetzte und seine Mannschaft mit Einzelaktionen im Spiel hielt. Minden blieb zwar bis zum Ende dran, konnte den Zwei-Tore-Rückstand in der Schlussphase aber nicht mehr verkürzen.

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Wetzlar/MindenGWD Minden findet beim 23:26 in Wetzlar zu spät ins SpielWetzlar/Minden (kül). Zu spät aufgewacht: Trotz einer starken Schlussphase hat Handball-Bundesligist GWD Minden sein Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar 23:26 (8:14) verloren. Bis zur 45. Minute präsentierten sich die Gäste jedoch in allen Belangen viel zu schwach, um am Ende doch noch die Chance auf einen Punkt zu haben. Unterm Strich musste Trainer Frank Carstens seinen Mannen vorwerfen, nicht schon viel früher die richtige Einstellung zu dem unbequemen Auftritt in Wetzlar gefunden zu haben. "Wir hatten uns viel vorgenommen, aber in der ersten Halbzeit hat das leider alles nicht funktioniert", sagte Savvas Savvas hinterher am Fernsehmikrofon: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann reingekämpft und es wurde noch einmal knapp." Am Ende retteten die Hausherren in der Rittal-Arena den Sieg vor allem dank der individuellen Klasse von Olle Forsell Schefvert, der sogar in dreifacher Unterzahl traf. Bis zur 15. Minute verlief die Begegnung ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Wetzlar. Vor allem in der Anfangsphase hielt GWD-Torwart Espen Christensen seine Mannschaft mit einigen Paraden im Spiel. Die leistete sich allerdings zu viele Nachlässigkeiten im Angriff, zudem scheiterte Kapitän Marian Michalczik mit zwei Siebenmetern. Dennoch fanden die Mindener irgendwann einen Weg, verkürzten durch zwei Siebenmeter des neuen Schützen Savvas Savvas zum 5:4 und 6:5 - um dann fast sieben Minuten lang völlig den Faden zu verlieren. Wetzlar legte einen Fünf-Tore-Lauf hin und führte in der 22. Minute plötzlich 11:5. Diesen Vorsprung gaben die Gastgeber bis zur Pause nicht mehr aus der Hand. Die Mindener litten auch unter ihren vier Zeitstrafen des ersten Durchgangs. Zwar fing sich GWD ein wenig und hielt nun auch wieder mit Toren dagegen, die Treffer auf der Gegenseite fielen jedoch zu leicht, so dass die 14:8-Pausenführung für die HSG verdient war. Dabei blieb es auch im zweiten Durchgang, weil ein Aufbäumen der Mindener ausblieb. Auch weiterhin ging in der Offensive viel zu wenig, um die souveränen Gastgeber in Gefahr zu bringen. Während Filip Mirkulovski mit beeindruckender Dominanz Wetzlars Angriffsspiel dirigierte, suchte GWD immer noch nach Mitteln - und fand sie viel zu selten. Vor allem die Rückraum-Säulen Marian Michalczik und Christoffer Rambo erwischten einen schwarzen Abend und waren im Angriff kein Faktor. Auch die Abwehr funktionierte so schlecht, dass es kaum einmal die Gelegenheit zu Gegenstößen gab. Als die HSG trotz einiger Acht-Tore-Führungen dann aber nicht den Sack zu machte, durfte GWD plötzlich doch noch an einem Comeback schnuppern. Max Staar, Aliaksandr Padshyvalau und Christoph Reißky brachten ihr Team mit drei Treffern in Folge bis zur 50. Minute wieder auf 21:17 heran und sorgten für Hektik auf dem Feld. Sowohl Wetzlar als auch Minden begingen in einer wilden Phase ein Stürmerfoul nach dem anderen, vor allem die Gastgeber wurden nun nervös. Das äußerte sich etwa in einer vierminütigen Zeitstrafe gegen Emil Frend Öfors nach einer gestischen Unmutsbekundung gegenüber den Schiedsrichtern. Der im Gegensatz zum Melsungen-Spiel deutlich verbesserte Savvas und Keeper Malte Semisch mit einem Treffer ins leere Tor verkürzten auf 21:19 (54.). Wenig später musste auch noch Alexander Feld für zwei Minuten runter, und die HSG stand plötzlich mit drei Spielern weniger auf der Platte. Zum Matchwinner für Wetzlar wurde am Ende Olle Forsell Schefvert, der auch in dieser Phase seine individuelle Klasse durchsetzte und seine Mannschaft mit Einzelaktionen im Spiel hielt. Minden blieb zwar bis zum Ende dran, konnte den Zwei-Tore-Rückstand in der Schlussphase aber nicht mehr verkürzen.