Minden

Der letzte Wurf geht fehl: GWD verliert 27:29 gegen MT Melsungen - Scharfe Trainerkritik

Marcus Riechmann

Mindens Savvas Savvas setzt zu einem Sprungwurf an. - © Foto: Noah Wedel
Mindens Savvas Savvas setzt zu einem Sprungwurf an. (© Foto: Noah Wedel)

Minden (mt). Zum großen Wurf hat es nicht ganz gereicht: GWD Minden hat das Heimspiel gegen die MT Melsungen 27:29 (13:15) verloren. Tragische Figur beim heimischen Handball-Bundesligisten im fünftletzten Auftritt in der Kampa-Halle wurde ausgerechnet der beste Mann der Gastgeber. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Christoffer Rambo verfehlte nach überragender Leistung und sechs grandiosen Toren ausgerechnet mit seinem letzten Wurf das Ziel.

"Das ist total schade. Das war knapp gegen Magdeburg und nun auch knapp gegen Melsungen. Wir sind dran an den Teams von oben, wir haben sie am Haken und dann doch nichts in den Händen. Für Schulterklopfen können wir uns nichts kaufen", bedauerte GWD-Keeper Malte Semisch: "Zwei Minuten vor Abpfiff habe ich gedacht: Wir schaffen das."

GWD-Coach Frank Carstens fand deutliche Worte der Kritik. "Wir haben heute ohne zwei gespielt", grantelte der Coach. Damit meinte er nicht die ohnehin fehlenden Verletzten, sondern die beiden Rückraumspieler Aliaksandr Padshyvalau und Savvas Savvas, die zur Leistung ihres Teams in einem schweren Spiel nur unwesentlich beitrugen. "So geht es nicht, so kann man gegen Melsungen nicht gewinnen", kritisierte Carstens so direkt wie nie.

Trostlos wie die letztlich noch auf offiziell 2300 Zuschauer wachsende Kulisse waren am Donnerstagabend auch die Anfangsminuten der Gastgeber. Gegen die kühl ihre körperlichen Vorteile ausspielenden Hessen geriet GWD ruckzuck in Rückstand. Julius Kühn und Kai Häfner warfen Melsungen mit 4:1 nach vorn, Linksaußen Michael Allendorf erhöhte bis zur 10. Minute auf 6:1. Und damit war GWD noch gut bedient. Die Gäste um den 2,10 Meter großen Abwehrhünen Finn Lemke waren turmhoch überlegen.

Minden rannte vergeblich gegen die Melsunger Abwehrreihe an. Das Team hatte Mühe, den personellen Aderlass zu kompensieren. Neben Miljan Pusica, Juri Knorr und Joscha Ritterbach fehlte zunächst auch der von Rückenproblemen geplagte Christoffer Rambo. Aus der Jugend war in großer Not Florian Kranzmann in den Kader berufen worden.

Doch just als es den Fans Angst und Bange um ihr Team werden sollte, nahmen die Männer in Grün den Kampf auf. Der ordentlich aufspielende Rambo-Vertreter Christoph Reißky sorgte mit einem zackigen Zweikampf gegen Lemke für das 2:6 und setzte damit ein Zeichen: Es geht. Vor allem ging es nun in der Abwehr. Energisch stemmten sich die von Marian Michalczik glänzend angeführten Mindener den ins Pomadige abgleitende Hessen entgegen. Nun gelangen erste Ballgewinne. Minden kam ins lebenswichtige Tempospiel. Tor um Tor holte GWD auf und war dann wieder im Geschäft: Gulliksen leitete einen Konter ein, passte zu seinem Flügelpartner Mats Korte. Der Linksaußen fischte den Ball artistisch aus der Luft und vollendete zum 10:10 in der 22. Minute.

Minden hatte das Spiel gedreht, doch nach einer Melsunger Auszeit verpuffte der Schwung. Drei Fehler in Folge von Savvas Savvas (Lustpass ins Aus, Siebenmeter über das Tor und ein Lattenkracher) nutzte Melsungen zum 10:13. Das Mindener Problem: Weder Savvas noch zuvor der Weißrusse Aliaksandr Padshyvalau kamen auf die nötigen 100 Prozent. Die Last im Angriffsspiel lag schwer auf den Schultern von Kapitän Michalczik und Reißky. Doch GWD hatte nun die nötige Zuversicht ins eigene Tun gefunden, blieb mit dem eingewechselten Torwart Malte Semisch dran und ging schließlich etwas unglücklich mit einem 13:15-Rückstand in die Kabine.

Bei diesem Nachteil blieb es zunächst in der zweiten Hälfte. Die Mindener agierten auf Augenhöhe, doch sie vermochten den Rückstand nicht zu verkürzen. Das änderte sich mit der Einwechslung von Rambo, der nach einem Zwei-Minuten-Einsatz kurz vor der Halbzeitpause für das letzte Spieldrittel von Coach Frank Carstens in die Partie geworfen wurde. Wie bereits in Magdeburg lief der Norweger heiß und zeigte eine famose Leistung.

Beim 17:20 scheiterte Rambo mit einem Konter, dem ließ der schwer verärgerte Norweger zwei Kracher folgen zum 18:20 und 19:21 folgen. Der bärenstarke Kai Häfner traf für Melsungen zum 19:22, doch Minden machte nun Druck. Lucas Meister holte einen Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Tobias Reichmann heraus, Michalczik brachte GWD per Siebenmeter zum 20:22 (45. Minute) heran. Doch die Chance zum 21:22 verpennten die Gastgeber: Sie übersahen beim Gegenstoß, dass das MT-Tor leer stand und vertändelten stattdessen den Ball. Das Publikum stöhnte auf, Gästetrainer Heiko Grimm nahm eine Auszeit. Er spürte: Sein Team muss nun reagieren.

Doch die zwingenden Aktionen kamen weiter von GWD. Nach Häfners Fehlwurf nutzten die Mindener zwar erneut eine „Empty-Goal“-Situation nicht, aber Meister traf doch zum 21:22. Die Partie kochte nun auf höchster Flamme. Beide Teams rangen um jeden Zentimeter Hallenboden. 23:24, 23:25, 24:25 (Korte 52.), 24: 26 ging es weiter. Ein Fehlwurf Michalcziks gegen den Melsunger Doppelblock verschaffte Melsungen die Chance zur Drei-Tore-Führung. Doch dem stand Espen Christensen entgegen: Der norwegische Nationaltorhüter in Diensten von GWD wehrte einen Strafwurf von Allendorf ab und hielt sein Team im Rennen. Rambo dankte und knallte erneut einen Ball über den Umweg des Innenpfostens zum 25:26 ins Melsunger Tor. Und weil es gerade so schön klappte, machte auch der nächste Norweger sein Ding: Kevin Gulliksen nutzte eine Rambo-Vorlage zum 26:26-Ausgleich (56.). Es lief: Christens hielt prächtig, und Rambo war nicht mehr zu stoppen. Das 27:27 hämmerte er einfach so durch die Hände vom Gästekeeper Nebosja Simic ins Netz (59.).

Tobias Reichmann traf für Melsungen per Strafwurf zum 27:28, noch rund eine Minute stand auf der Uhr. Minden spielte ein wenig die Zeit runter, doch dann überstrapazierte Rambo seinen Lauf: Ohne Not setzte er zum Stemmwurf an und zimmerte den Ball über das Tor. Mit offener Manndeckung versuchten die Mindener noch ihr Glück, doch vergeblich: Melsungen spielte Domagoj Pavlovic frei, und der traf zum 27:29-Endstand.

Stimmen zum Spiel

Frank Carstens (GWD-Trainer): „Mit dem Start bin ich nicht einverstanden, weil es dann schwierig war, den Rückstand aufzuholen. Eigentlich sind wir dann drangeblieben, mussten dann aber immer mehr Risiko gehen und haben so mehr Fehler gemacht. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber handballerisch haben wir zu viel vermissen lassen. Gefühlt hat Melsungen heute 5 PS mehr auf die Platte gebracht und das hat gereicht.“

Frank von Behren (GWD-Sportgeschäftsführer): „Kampf und Moral haben heute wieder gestimmt. Das ist dann leider nicht alles. Melsungen hat gewackelt, es dann aber routiniert nach Hause gebracht. Am Ende waren wir vorne zu ausrechenbar und haben uns zu selten in gute Positionen gebracht. Unterm Strich haben Kleinigkeiten gefehlt.“

Heiko Grimm (Melsunger Trainer): „Wir standen heute ein wenig unter Druck und wollten die zwei Punkte unbedingt. Wir haben sehr stark begonnen und wollten das Spiel unter Kontrolle haben. Dann haben wir den Gegner aber ins Spiel gebracht und so war es in der zweiten Halbzeit ein Krampf. Mit unserer 6:0-Abwehr bin ich heute sehr zufrieden.“

GWD Minden - MT Melsungen 27:29 (13:15)

Tore für GWD Minden: Michalczik 6/3, Rambo 6, Meister 5, Gulliksen 3, Korte
3, Reißky 2, Christensen 1, Savvas 1.

Tore für MT Melsungen: K. Häfner 9, Allendorf 4, Kühn 4, Reichmann 4/1,
Danner 2, Maric 2, Pavlovic 2, F. Lemke 1, Sidorowicz 1.

Schiedsrichter: Jannik Otto (Kiel)/Raphael Piper (Kiel).

Zuschauer: 2314.

Strafminuten: 6 / 4.

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MindenDer letzte Wurf geht fehl: GWD verliert 27:29 gegen MT Melsungen - Scharfe TrainerkritikMarcus RiechmannMinden (mt). Zum großen Wurf hat es nicht ganz gereicht: GWD Minden hat das Heimspiel gegen die MT Melsungen 27:29 (13:15) verloren. Tragische Figur beim heimischen Handball-Bundesligisten im fünftletzten Auftritt in der Kampa-Halle wurde ausgerechnet der beste Mann der Gastgeber. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Christoffer Rambo verfehlte nach überragender Leistung und sechs grandiosen Toren ausgerechnet mit seinem letzten Wurf das Ziel. "Das ist total schade. Das war knapp gegen Magdeburg und nun auch knapp gegen Melsungen. Wir sind dran an den Teams von oben, wir haben sie am Haken und dann doch nichts in den Händen. Für Schulterklopfen können wir uns nichts kaufen", bedauerte GWD-Keeper Malte Semisch: "Zwei Minuten vor Abpfiff habe ich gedacht: Wir schaffen das." GWD-Coach Frank Carstens fand deutliche Worte der Kritik. "Wir haben heute ohne zwei gespielt", grantelte der Coach. Damit meinte er nicht die ohnehin fehlenden Verletzten, sondern die beiden Rückraumspieler Aliaksandr Padshyvalau und Savvas Savvas, die zur Leistung ihres Teams in einem schweren Spiel nur unwesentlich beitrugen. "So geht es nicht, so kann man gegen Melsungen nicht gewinnen", kritisierte Carstens so direkt wie nie. Trostlos wie die letztlich noch auf offiziell 2300 Zuschauer wachsende Kulisse waren am Donnerstagabend auch die Anfangsminuten der Gastgeber. Gegen die kühl ihre körperlichen Vorteile ausspielenden Hessen geriet GWD ruckzuck in Rückstand. Julius Kühn und Kai Häfner warfen Melsungen mit 4:1 nach vorn, Linksaußen Michael Allendorf erhöhte bis zur 10. Minute auf 6:1. Und damit war GWD noch gut bedient. Die Gäste um den 2,10 Meter großen Abwehrhünen Finn Lemke waren turmhoch überlegen. Minden rannte vergeblich gegen die Melsunger Abwehrreihe an. Das Team hatte Mühe, den personellen Aderlass zu kompensieren. Neben Miljan Pusica, Juri Knorr und Joscha Ritterbach fehlte zunächst auch der von Rückenproblemen geplagte Christoffer Rambo. Aus der Jugend war in großer Not Florian Kranzmann in den Kader berufen worden. Doch just als es den Fans Angst und Bange um ihr Team werden sollte, nahmen die Männer in Grün den Kampf auf. Der ordentlich aufspielende Rambo-Vertreter Christoph Reißky sorgte mit einem zackigen Zweikampf gegen Lemke für das 2:6 und setzte damit ein Zeichen: Es geht. Vor allem ging es nun in der Abwehr. Energisch stemmten sich die von Marian Michalczik glänzend angeführten Mindener den ins Pomadige abgleitende Hessen entgegen. Nun gelangen erste Ballgewinne. Minden kam ins lebenswichtige Tempospiel. Tor um Tor holte GWD auf und war dann wieder im Geschäft: Gulliksen leitete einen Konter ein, passte zu seinem Flügelpartner Mats Korte. Der Linksaußen fischte den Ball artistisch aus der Luft und vollendete zum 10:10 in der 22. Minute. Minden hatte das Spiel gedreht, doch nach einer Melsunger Auszeit verpuffte der Schwung. Drei Fehler in Folge von Savvas Savvas (Lustpass ins Aus, Siebenmeter über das Tor und ein Lattenkracher) nutzte Melsungen zum 10:13. Das Mindener Problem: Weder Savvas noch zuvor der Weißrusse Aliaksandr Padshyvalau kamen auf die nötigen 100 Prozent. Die Last im Angriffsspiel lag schwer auf den Schultern von Kapitän Michalczik und Reißky. Doch GWD hatte nun die nötige Zuversicht ins eigene Tun gefunden, blieb mit dem eingewechselten Torwart Malte Semisch dran und ging schließlich etwas unglücklich mit einem 13:15-Rückstand in die Kabine. Bei diesem Nachteil blieb es zunächst in der zweiten Hälfte. Die Mindener agierten auf Augenhöhe, doch sie vermochten den Rückstand nicht zu verkürzen. Das änderte sich mit der Einwechslung von Rambo, der nach einem Zwei-Minuten-Einsatz kurz vor der Halbzeitpause für das letzte Spieldrittel von Coach Frank Carstens in die Partie geworfen wurde. Wie bereits in Magdeburg lief der Norweger heiß und zeigte eine famose Leistung. Beim 17:20 scheiterte Rambo mit einem Konter, dem ließ der schwer verärgerte Norweger zwei Kracher folgen zum 18:20 und 19:21 folgen. Der bärenstarke Kai Häfner traf für Melsungen zum 19:22, doch Minden machte nun Druck. Lucas Meister holte einen Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Tobias Reichmann heraus, Michalczik brachte GWD per Siebenmeter zum 20:22 (45. Minute) heran. Doch die Chance zum 21:22 verpennten die Gastgeber: Sie übersahen beim Gegenstoß, dass das MT-Tor leer stand und vertändelten stattdessen den Ball. Das Publikum stöhnte auf, Gästetrainer Heiko Grimm nahm eine Auszeit. Er spürte: Sein Team muss nun reagieren. Doch die zwingenden Aktionen kamen weiter von GWD. Nach Häfners Fehlwurf nutzten die Mindener zwar erneut eine „Empty-Goal“-Situation nicht, aber Meister traf doch zum 21:22. Die Partie kochte nun auf höchster Flamme. Beide Teams rangen um jeden Zentimeter Hallenboden. 23:24, 23:25, 24:25 (Korte 52.), 24: 26 ging es weiter. Ein Fehlwurf Michalcziks gegen den Melsunger Doppelblock verschaffte Melsungen die Chance zur Drei-Tore-Führung. Doch dem stand Espen Christensen entgegen: Der norwegische Nationaltorhüter in Diensten von GWD wehrte einen Strafwurf von Allendorf ab und hielt sein Team im Rennen. Rambo dankte und knallte erneut einen Ball über den Umweg des Innenpfostens zum 25:26 ins Melsunger Tor. Und weil es gerade so schön klappte, machte auch der nächste Norweger sein Ding: Kevin Gulliksen nutzte eine Rambo-Vorlage zum 26:26-Ausgleich (56.). Es lief: Christens hielt prächtig, und Rambo war nicht mehr zu stoppen. Das 27:27 hämmerte er einfach so durch die Hände vom Gästekeeper Nebosja Simic ins Netz (59.). Tobias Reichmann traf für Melsungen per Strafwurf zum 27:28, noch rund eine Minute stand auf der Uhr. Minden spielte ein wenig die Zeit runter, doch dann überstrapazierte Rambo seinen Lauf: Ohne Not setzte er zum Stemmwurf an und zimmerte den Ball über das Tor. Mit offener Manndeckung versuchten die Mindener noch ihr Glück, doch vergeblich: Melsungen spielte Domagoj Pavlovic frei, und der traf zum 27:29-Endstand. Stimmen zum Spiel Frank Carstens (GWD-Trainer): „Mit dem Start bin ich nicht einverstanden, weil es dann schwierig war, den Rückstand aufzuholen. Eigentlich sind wir dann drangeblieben, mussten dann aber immer mehr Risiko gehen und haben so mehr Fehler gemacht. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber handballerisch haben wir zu viel vermissen lassen. Gefühlt hat Melsungen heute 5 PS mehr auf die Platte gebracht und das hat gereicht.“ Frank von Behren (GWD-Sportgeschäftsführer): „Kampf und Moral haben heute wieder gestimmt. Das ist dann leider nicht alles. Melsungen hat gewackelt, es dann aber routiniert nach Hause gebracht. Am Ende waren wir vorne zu ausrechenbar und haben uns zu selten in gute Positionen gebracht. Unterm Strich haben Kleinigkeiten gefehlt.“ Heiko Grimm (Melsunger Trainer): „Wir standen heute ein wenig unter Druck und wollten die zwei Punkte unbedingt. Wir haben sehr stark begonnen und wollten das Spiel unter Kontrolle haben. Dann haben wir den Gegner aber ins Spiel gebracht und so war es in der zweiten Halbzeit ein Krampf. Mit unserer 6:0-Abwehr bin ich heute sehr zufrieden.“ GWD Minden - MT Melsungen 27:29 (13:15) Tore für GWD Minden: Michalczik 6/3, Rambo 6, Meister 5, Gulliksen 3, Korte3, Reißky 2, Christensen 1, Savvas 1. Tore für MT Melsungen: K. Häfner 9, Allendorf 4, Kühn 4, Reichmann 4/1,Danner 2, Maric 2, Pavlovic 2, F. Lemke 1, Sidorowicz 1. Schiedsrichter: Jannik Otto (Kiel)/Raphael Piper (Kiel). Zuschauer: 2314. Strafminuten: 6 / 4.