Minden

GWD bleibt bei der Doppelspitze: Zwei-Jahres-Verträge für die Geschäftsführer Markus Kalusche und Frank von Behren

Marcus Riechmann

Seite an Seite sieht man sie selten, hier sprechen Markus Kalusche (links) und Frank von Behren am Rande eines GWD-Spiel in der Lübbecker Kreissporthalle, der künftigen Ausweichspielstätte, miteinander. Beide Geschäftsführer erhalten neue Zwei-Jahresverträge beim Handball-Bundesligisten. Foto: Angela Metge - © A. Metge
Seite an Seite sieht man sie selten, hier sprechen Markus Kalusche (links) und Frank von Behren am Rande eines GWD-Spiel in der Lübbecker Kreissporthalle, der künftigen Ausweichspielstätte, miteinander. Beide Geschäftsführer erhalten neue Zwei-Jahresverträge beim Handball-Bundesligisten. Foto: Angela Metge (© A. Metge)

Minden (mt). Man krempelt die Ärmel hoch: Die Gesellschafter des Handball-Bundesligisten GWD Minden wollen nach Monaten der inneren Findung, dem Kreisen um sich selbst und um die zahlreichen Baustellen des Vereins das Heft des Handelns wieder in beide Hände nehmen. Auf der jüngsten Zusammenkunft der GmbH-Mitglieder wurden zwei zentrale Fragen geklärt: Die beiden Geschäftsführer Markus Kalusche und Frank von Behren sollen jeweils neue Zwei-Jahres-Verträge erhalten, zudem wurde die klare Absicht formuliert, den Vertrag mit Trainer Frank Carstens zu verlängern. Die Aufgabe, mit dem seit Februar 2016 bei GWD arbeitenden Carstens alsbald eine neue Vereinbarung auszuhandeln, fällt nun Sportgeschäftsführer Frank von Behren zu.

Jürgen Riechmann äußerte sich für die GmbH über das Treffen. Der Geschäftsmann sprach von einer „hervorragenden Sitzung" der Gesellschafter im Hotel Lindgart und berichtete: „Wir wollen klare Zeichen setzen und haben uns deshalb für langfristige Verträge entschieden." Die erstmalige Verlängerung der Geschäftsführer-Verträge um zwei Jahre nach bisher drei auf jeweils ein Jahr Laufzeit befristeten Verträgen verschafft den beiden Führungspersönlichkeiten des Bundesligisten einen größeren Handlungszeitraum und zugleich den Gesellschaftern mehr Ruhe bei der Bearbeitung anderer Fragen: Man muss sich nicht jedes Jahr aufs Neue mit der Geschäftsführungsfrage befassen. Nun müssen Kalusche und von Behren, beide seit 2017 in der Nachfolge von Horst Bredemeier für GWD tätig, die neuen Verträge noch gegenzeichnen. Die Gesellschafter der KG wurden bereits über die Entscheidungen informiert.

Riechmann betonte den harmonischen und zielorientierten Verlauf der Sitzung. GWD sei wieder klar in den Mittelpunkt des Handelns gerückt. „Das war alles sehr konstruktiv", stellte der langjährige Gesellschafter heraus. Von Mut machenden Gesprächen wurde aus der GmbH berichtet. Auch habe der Austausch der beiden Hauptsponsoren Melitta und Harting positive Signale vermittelt – auch mit der Einigung über die Fortführung der doppelten Geschäftsführerschaft. „Es ist wichtig, dass wir wieder ein einheitliches Bild von GWD Minden vermitteln", sagte Riechmann. Man wolle wieder handlungsfähig sein

Das gilt auch mit Blick auf die weiteren Baustellen. Das sind zum einen die Vertragsverlängerungen mit zentralen Spielern, die auf dem Schreibtisch von Frank von Behren liegen. Sowohl der norwegische Vize-Weltmeister Magnus Gullerud am Kreis wie auch Abwehrchef Miljan Pusica sollen mit Anschlussverträgen gebunden und als Säulen des Teams gehalten werden. Das gilt umso mehr, als mit Marian Michalczik ein wichtiger Spieler den Klub am Saisonende verlassen wird. Für den Teamkapitän muss zudem möglichst gleichwertiger Ersatz gefunden werden.

Auf dem Arbeitszettel von Markus Kalusche steht neben der Sponsorenakquise die Gestaltung der künftige Spielstätte. Die langfristige Zukunft sieht GWD in einer Multihalle. Doch bis zum Bau einer solchen Arena wird es eine mehrjährige Übergangslösung geben müssen. Die Variante einer temporären Halle schoben die Gesellschafter zunächst in eine Warteposition. Sie präferieren eindeutig den Erhalt der Kampa-Halle und richteten ein entsprechendes Schreiben an Landrat Ralf Niermann.

Als Lösung der Vernunft bezeichnete Horst Bredemeier einen Fortbestand der langjährigen GWD-Heimat. Bredemeier, als Vorsitzender des GWD-Stammvereins Mitglied der GmbH, sieht vor allem einen Kostenvorteil. Denn das Alternativmodell mit Abriss der Kampa-Halle und Neubau einer Schul- und Vereinssporthalle für bis zu zehn Millionen Euro einerseits, sowie dem Bau einer temporären GWD-Halle für sechs bis acht Millionen Euro andererseits würde die Kosten für die Sanierung der Kampa-Halle gleich welchen Umfangs übersteigen.

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MindenGWD bleibt bei der Doppelspitze: Zwei-Jahres-Verträge für die Geschäftsführer Markus Kalusche und Frank von BehrenMarcus RiechmannMinden (mt). Man krempelt die Ärmel hoch: Die Gesellschafter des Handball-Bundesligisten GWD Minden wollen nach Monaten der inneren Findung, dem Kreisen um sich selbst und um die zahlreichen Baustellen des Vereins das Heft des Handelns wieder in beide Hände nehmen. Auf der jüngsten Zusammenkunft der GmbH-Mitglieder wurden zwei zentrale Fragen geklärt: Die beiden Geschäftsführer Markus Kalusche und Frank von Behren sollen jeweils neue Zwei-Jahres-Verträge erhalten, zudem wurde die klare Absicht formuliert, den Vertrag mit Trainer Frank Carstens zu verlängern. Die Aufgabe, mit dem seit Februar 2016 bei GWD arbeitenden Carstens alsbald eine neue Vereinbarung auszuhandeln, fällt nun Sportgeschäftsführer Frank von Behren zu. Jürgen Riechmann äußerte sich für die GmbH über das Treffen. Der Geschäftsmann sprach von einer „hervorragenden Sitzung" der Gesellschafter im Hotel Lindgart und berichtete: „Wir wollen klare Zeichen setzen und haben uns deshalb für langfristige Verträge entschieden." Die erstmalige Verlängerung der Geschäftsführer-Verträge um zwei Jahre nach bisher drei auf jeweils ein Jahr Laufzeit befristeten Verträgen verschafft den beiden Führungspersönlichkeiten des Bundesligisten einen größeren Handlungszeitraum und zugleich den Gesellschaftern mehr Ruhe bei der Bearbeitung anderer Fragen: Man muss sich nicht jedes Jahr aufs Neue mit der Geschäftsführungsfrage befassen. Nun müssen Kalusche und von Behren, beide seit 2017 in der Nachfolge von Horst Bredemeier für GWD tätig, die neuen Verträge noch gegenzeichnen. Die Gesellschafter der KG wurden bereits über die Entscheidungen informiert. Riechmann betonte den harmonischen und zielorientierten Verlauf der Sitzung. GWD sei wieder klar in den Mittelpunkt des Handelns gerückt. „Das war alles sehr konstruktiv", stellte der langjährige Gesellschafter heraus. Von Mut machenden Gesprächen wurde aus der GmbH berichtet. Auch habe der Austausch der beiden Hauptsponsoren Melitta und Harting positive Signale vermittelt – auch mit der Einigung über die Fortführung der doppelten Geschäftsführerschaft. „Es ist wichtig, dass wir wieder ein einheitliches Bild von GWD Minden vermitteln", sagte Riechmann. Man wolle wieder handlungsfähig sein Das gilt auch mit Blick auf die weiteren Baustellen. Das sind zum einen die Vertragsverlängerungen mit zentralen Spielern, die auf dem Schreibtisch von Frank von Behren liegen. Sowohl der norwegische Vize-Weltmeister Magnus Gullerud am Kreis wie auch Abwehrchef Miljan Pusica sollen mit Anschlussverträgen gebunden und als Säulen des Teams gehalten werden. Das gilt umso mehr, als mit Marian Michalczik ein wichtiger Spieler den Klub am Saisonende verlassen wird. Für den Teamkapitän muss zudem möglichst gleichwertiger Ersatz gefunden werden. Auf dem Arbeitszettel von Markus Kalusche steht neben der Sponsorenakquise die Gestaltung der künftige Spielstätte. Die langfristige Zukunft sieht GWD in einer Multihalle. Doch bis zum Bau einer solchen Arena wird es eine mehrjährige Übergangslösung geben müssen. Die Variante einer temporären Halle schoben die Gesellschafter zunächst in eine Warteposition. Sie präferieren eindeutig den Erhalt der Kampa-Halle und richteten ein entsprechendes Schreiben an Landrat Ralf Niermann. Als Lösung der Vernunft bezeichnete Horst Bredemeier einen Fortbestand der langjährigen GWD-Heimat. Bredemeier, als Vorsitzender des GWD-Stammvereins Mitglied der GmbH, sieht vor allem einen Kostenvorteil. Denn das Alternativmodell mit Abriss der Kampa-Halle und Neubau einer Schul- und Vereinssporthalle für bis zu zehn Millionen Euro einerseits, sowie dem Bau einer temporären GWD-Halle für sechs bis acht Millionen Euro andererseits würde die Kosten für die Sanierung der Kampa-Halle gleich welchen Umfangs übersteigen.