Minden

GWD Minden zieht in leidenschaftlichem Kampfspiel den Kürzeren

Michael Lorenz

GWD-Kreisläufer Magnus Gullerud hat gegen die Flensburger Magnus Röd (links) und Johannes Golla in dieser Szene einen schweren Stand.
GWD-Kreisläufer Magnus Gullerud hat gegen die Flensburger Magnus Röd (links) und Johannes Golla in dieser Szene einen schweren Stand.

Minden (much). In einem mit großer Leidenschaft geführten Kampfspiel zog sich Handball-Bundesligist GWD Minden gegen den Deutschen Meister SG FGlensburg-Handewitt großartig aus der Affäre, am Ende mit 23:27 (12:13) Toren aber verdient den Kürzeren. In der Schlussphase machte Flensburgs Mittelmann Jim Gottfriedsson den Unterschied: Gegen seine Durchbrüche fanden die Mindener kein regelkonformes Mittel.

In der ersten Halbzeit wirkte das Spiel zunächst zerfahren. Wer einen souverän auftretenden Doppelmeister in der mit etwas mehr als 3.000 Zuschauern gefüllten Kampa-Halle erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Flensburger leisteten sich viele technische Fehler, aber auch GWD Minden ging mit dem Ball nicht eben sorsam um. Mats Korte, der das 1:0 geworfen hatte, scheiterte in der Folge drei Mal aus aussichtsreicher Position. Die Mindener Abwehr stand zumeist gut, hatte allerdings Probleme mit den Durchbrüchen der SG-Rückraumspieler. Einen solchen gab es beim 8:9 durch Goran Johannessen, und Christoffer Rambo erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe. Rambos Ersatzmann Christoph Reißky riss Simon Hald sehr ungeschickt am Wurfarm um und sah eine berechtigte rote Karte. Beim 8:11 schien das Spiel endgültig in Richtung Flensburg zu kippen. Der eingewechselte Juri Knorr leitete sich zunächst einen technischen Fehler, warf sich dem Rückstand dann aber mit großem Mut entgegen und war mitverantwortlich für den knappen Halbzeitstand.

Nach der Pause lagen die Mindener beim 13:16 schnell wieder mit drei Teffern im Hintertreffen, ließen sich aber erneut nicht abschütteln. Savvas Savvas kam zweimal per Wackler gegen den Wurfarm durch, Christoffer Rambo traf trotz vieler Fehlwürfe in dieser Phase ordentlich.Beim 17:17 hatte Minden den Ball, doch statt einer möglichen Führung leistete sich Alikasandar Padshybalau ein unnötiges Stürmerfoul. Nach dem 18:18 zog Flensburg beim 18:21 erneut drei Tore davon, in dieser Phase scheiterte Rambo mit einem Siebenmeter an SG-Keeper Torbjörn Bergerud, und dieses Mal ließen sie sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die Flensburger Distanzwürfe hatte Minden nach wie vor Gut im Griff, doch es blieben die Durchbrüche der Rückraumspieler, die den Unterschied machten. War es zu Beginn noch der norwegische Rückraumrechte Magnus Röd, der durchkam, so war es in der Schlussphase Jim Gottfridsson, der die ihm zugedachte Rolle als "Chef im Ring" eindrucksvoll ausfüllte.

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