Solingen

Die einzige Chance nicht genutzt - GWD verliert 23:26 beim Bergischen HC

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Bester Mindener: Torhüter Malte Semisch war ein starker Rückhalt. Archivfoto: PIX-Sportfotos - © PIX-Sportfotos /Sandy Dinkelacker
Bester Mindener: Torhüter Malte Semisch war ein starker Rückhalt. Archivfoto: PIX-Sportfotos (© PIX-Sportfotos /Sandy Dinkelacker)

Solingen (rich). Erst fehlte die Leistung, dann das Glück: Handball-Bundesligist GWD Minden hat das Auswärtsspiel gegen den Bergischen HC 23:26 (10:14) verloren. Vor allem die bessere Abwehrarbeit gab am Sonntagnachmittag den Ausschlag in der Solinger Klingenhalle zugunsten der Gastgeber, die nach Punkten in der Tabelle mit Minden gleichzogen. Beide Teams weisen nun 7:9 Zähler auf.

„Wir haben besser gedeckt als Minden, das Kreisanspiel überragend verteidigt und sind besser ins Tempospiel gekommen. Wir haben insgesamt verdient gewonnen“, analysierte BHC-Trainer Sebastian Hinze, dessen Team nicht ein einziges Mal in Rückstand geriet. Ähnlich bewertete auch Mindens Trainer Frank Carstens das Spiel: „Der BHC hat einfach besser verteidigt. Wir haben im Angriff teilweise zu kompliziert und teilweise mit zuwenig Überzeugung gespielt.“ Der wegen einer Adduktorenverletzung nur zuschauende Marian Michalczik wurde bei GWD schmerzlich vermisst. Die Lücke, die ohne den torgefährlichen Mannschaftskapitän im Angriffsspiel entstanden war, vermochten seine Teamkollegen in der Klingenhalle nicht zu schließen.

Bester Mann bei GWD war Torhüter Malte Semisch. Der 2,08 Meter große Keeper wehrte etliche Würfe der Gastgeber ab und war quasi im Alleingang dafür verantwortlich, dass die offensiv dramatisch schwach spielenden Gäste zur Pause nicht hoffnungslos sondern lediglich 10:14 im Rückstand lagen. "Sehr schade", bedauerte Semisch die erneute Niederlage beim BHC, "es hat ein Quäntchen gefehlt, ein Aktion, die uns in Führung bringt."

Die große Chance, dem Spiel eine Wende zu geben, verpasste Minden Mitte der zweiten Halbzeit, als die Männer in Grün ihren besten Handball zeigten und vor 2.200 Zuschauern aus dem 10:14 ein 16:16 gemacht hatten. Beim Spielstand von 17:17 scheiterte Max Staar mit einem Gegenstoß an BHC-Keeper Tomas Mrkva, kurz darauf sah der GWD-Rechtsaußen die Rote Karte, weil er mit seiner Hand Linus Arnesson ins Gesicht getroffen hatte. Kurz darauf schickten die Schiedsrichter auch Christoffer Rambo nach einem Foul mit einer Zeitstrafe auf die Bank. Beide Pfiffe waren ebenso diskussionswürdig wie folgenreich. Der BHC nutze die doppelte Überzahl und löste sich auf 21:17. Dem Rückschlag und dem Rückstand lief Minden in der Schlussviertelstunde hinterher.

Als Rambo beim Stand von 20:23 einen Strafwurf per Aufsetzer über das Tor warf und im Gegenzug Lukas Stutzke zum 24:20 traf, war die Partie zwei Minuten vor dem Abpfiff endgültig entschieden.

Bergischer HC - GWD Minden 26:23 (14:10)

Tore für Bergischer HC: Boomhouwer 9/6, A. Gunnarsson 5/1, Arnesson 2, Darj 2, Stutzke 2, Szücs 2, Babak 1, Baena Gonzalez 1, Damm 1, Johannsson 1.

Tore für GWD Minden: Rambo 10/4, Gullerud 3, Knorr 2, Reißky 2, Ritterbach 2, Meister 1, Pusica 1, Savvas 1, Staar 1.

Schiedsrichter: Regner (Nieder-Olm)/Köppl (Darmstadt).

Zuschauer: 2203.

Strafminuten: 2 / 10.

Disqualifikation: - / Staar (42.).

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SolingenDie einzige Chance nicht genutzt - GWD verliert 23:26 beim Bergischen HCSolingen (rich). Erst fehlte die Leistung, dann das Glück: Handball-Bundesligist GWD Minden hat das Auswärtsspiel gegen den Bergischen HC 23:26 (10:14) verloren. Vor allem die bessere Abwehrarbeit gab am Sonntagnachmittag den Ausschlag in der Solinger Klingenhalle zugunsten der Gastgeber, die nach Punkten in der Tabelle mit Minden gleichzogen. Beide Teams weisen nun 7:9 Zähler auf. „Wir haben besser gedeckt als Minden, das Kreisanspiel überragend verteidigt und sind besser ins Tempospiel gekommen. Wir haben insgesamt verdient gewonnen“, analysierte BHC-Trainer Sebastian Hinze, dessen Team nicht ein einziges Mal in Rückstand geriet. Ähnlich bewertete auch Mindens Trainer Frank Carstens das Spiel: „Der BHC hat einfach besser verteidigt. Wir haben im Angriff teilweise zu kompliziert und teilweise mit zuwenig Überzeugung gespielt.“ Der wegen einer Adduktorenverletzung nur zuschauende Marian Michalczik wurde bei GWD schmerzlich vermisst. Die Lücke, die ohne den torgefährlichen Mannschaftskapitän im Angriffsspiel entstanden war, vermochten seine Teamkollegen in der Klingenhalle nicht zu schließen. Bester Mann bei GWD war Torhüter Malte Semisch. Der 2,08 Meter große Keeper wehrte etliche Würfe der Gastgeber ab und war quasi im Alleingang dafür verantwortlich, dass die offensiv dramatisch schwach spielenden Gäste zur Pause nicht hoffnungslos sondern lediglich 10:14 im Rückstand lagen. "Sehr schade", bedauerte Semisch die erneute Niederlage beim BHC, "es hat ein Quäntchen gefehlt, ein Aktion, die uns in Führung bringt." Die große Chance, dem Spiel eine Wende zu geben, verpasste Minden Mitte der zweiten Halbzeit, als die Männer in Grün ihren besten Handball zeigten und vor 2.200 Zuschauern aus dem 10:14 ein 16:16 gemacht hatten. Beim Spielstand von 17:17 scheiterte Max Staar mit einem Gegenstoß an BHC-Keeper Tomas Mrkva, kurz darauf sah der GWD-Rechtsaußen die Rote Karte, weil er mit seiner Hand Linus Arnesson ins Gesicht getroffen hatte. Kurz darauf schickten die Schiedsrichter auch Christoffer Rambo nach einem Foul mit einer Zeitstrafe auf die Bank. Beide Pfiffe waren ebenso diskussionswürdig wie folgenreich. Der BHC nutze die doppelte Überzahl und löste sich auf 21:17. Dem Rückschlag und dem Rückstand lief Minden in der Schlussviertelstunde hinterher. Als Rambo beim Stand von 20:23 einen Strafwurf per Aufsetzer über das Tor warf und im Gegenzug Lukas Stutzke zum 24:20 traf, war die Partie zwei Minuten vor dem Abpfiff endgültig entschieden. Bergischer HC - GWD Minden 26:23 (14:10) Tore für Bergischer HC: Boomhouwer 9/6, A. Gunnarsson 5/1, Arnesson 2, Darj 2, Stutzke 2, Szücs 2, Babak 1, Baena Gonzalez 1, Damm 1, Johannsson 1. Tore für GWD Minden: Rambo 10/4, Gullerud 3, Knorr 2, Reißky 2, Ritterbach 2, Meister 1, Pusica 1, Savvas 1, Staar 1. Schiedsrichter: Regner (Nieder-Olm)/Köppl (Darmstadt). Zuschauer: 2203. Strafminuten: 2 / 10. Disqualifikation: - / Staar (42.).