Minden

Der erste Heimsieg ist im Sack - GWD Minden schlägt die Eulen Ludwigshafen

Astrid Plaßhenrich

Antreiber und Torjäger: GWD-Kapitän Marian Michalczik (Mitte) setzt sich gegen Jannek Klein (links) und Pascal Durak durch. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Antreiber und Torjäger: GWD-Kapitän Marian Michalczik (Mitte) setzt sich gegen Jannek Klein (links) und Pascal Durak durch. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (mt). Mit einer unglaublichen Entschlossenheit in der zweiten Halbzeit hat Handball-Bundesligist GWD Minden seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. Die Grün-Weißen schlugen vor einer euphorisierten Zuschauerkulisse in der Kampa-Halle die Eulen Ludwigshafen mit 29:23 (13:13). Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause war es ein verdienter Sieg für die junge Mindener Mannschaft.

Die medizinische Abteilung der Mindener hat ganze Arbeit geleistet. Christoffer Rambo war pünktlich zum Spiel gegen die Eulen wieder fit. Der Rückraumspieler hatte unter der Woche noch an einer Knieverletzung laboriert, sein Einsatz war mehr als fraglich. Doch dann stand der Norweger von Beginn an auf der Platte - und gab der jungen Mindener Mannschaft in entscheidenden Phasen die nötige Sicherheit.

GWD begann sehr konzentriert - und lag nach sechs Minuten nach Toren von Juri Knorr, Lucas Meister und Marian Michalczik mit 3:0 in Führung. Währenddessen überstanden die Mindener auch eine Zwei-Minuten-Strafe von Savvas Savvas unbeschadet. Der Grieche leistete sich aber bereits in der achten Minuten seine zweite Zeitstrafe, so dass GWD-Trainer Frank Carstens wohl früher als geplant Routinier Magnus Gullerud brachte, der nach seiner Fußverletzung noch nicht wieder 100 Prozent fit ist.

Meister erzielte das 4:1 (8.), Rambo das 5:2 (11.), dazu parierte GWD-Schlussmann Malte Semisch zweimal in der Anfangsphase gegen die Eulen-Offensive. Es lief für Minden - aber nur bis zu dem Zeitpunkt. Denn dann verloren die Grün-Weißen den Faden. Die Eulen kamen dagegen immer besser ins Spiel, überzeugten mit ihrem aggressiven Zweikampfverhalten sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Die Pfälzer arbeiteten sich Tor um Tor heran. In der 22. Minute glichen die Eulen erstmals zum 9:9 aus, gingen dann sogar mit 12:9 in Führung (26.).

Dann aber begann die Marian-Michalczik-Show. Der GWD-Kapitän übernahm Verantwortung, malochte in der Abwehr, dirigierte das Spiel und glänzte als zweifacher Torschütze. Nachdem auch noch Mats Korte getroffen hatte, ging es mit einem 13:13 in die Pause.

Frank Carstens schien in der Pausenansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn in den ersten 90 Sekunden der zweiten Halbzeit zogen die Mindener wieder auf 16:13 davon - ein Feuerwerk. Christoph Reißky, Marian Michalczik und Kevin Gulliksen hatten getroffen. Die Grün-Weißen ließen dieses Mal nicht nach. Angetrieben von Kapitän Michalczik zogen die Mindener auf 21:17 davon (41.). Die Eulen hatten nichts mehr entgegenzusetzen.

Der Mindener Abwehrverbund funktionierte und die sich bietenden Chancen wurden konsequent genutzt. Die Grün-Weißen betrieben einen hohen Aufwand - und der wurde belohnt. In der 51. Minute führte GWD mit 26:21. Magnus Gullerud erzielte in der Phase sein erstes Saisontor. Als Savvas Savvas seinen zweiten Siebenmeter zum 27:21 verwandelt hatte (54.), war das Spiel endgültig entschieden.

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MindenDer erste Heimsieg ist im Sack - GWD Minden schlägt die Eulen LudwigshafenAstrid PlaßhenrichMinden (mt). Mit einer unglaublichen Entschlossenheit in der zweiten Halbzeit hat Handball-Bundesligist GWD Minden seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. Die Grün-Weißen schlugen vor einer euphorisierten Zuschauerkulisse in der Kampa-Halle die Eulen Ludwigshafen mit 29:23 (13:13). Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause war es ein verdienter Sieg für die junge Mindener Mannschaft. Die medizinische Abteilung der Mindener hat ganze Arbeit geleistet. Christoffer Rambo war pünktlich zum Spiel gegen die Eulen wieder fit. Der Rückraumspieler hatte unter der Woche noch an einer Knieverletzung laboriert, sein Einsatz war mehr als fraglich. Doch dann stand der Norweger von Beginn an auf der Platte - und gab der jungen Mindener Mannschaft in entscheidenden Phasen die nötige Sicherheit. GWD begann sehr konzentriert - und lag nach sechs Minuten nach Toren von Juri Knorr, Lucas Meister und Marian Michalczik mit 3:0 in Führung. Währenddessen überstanden die Mindener auch eine Zwei-Minuten-Strafe von Savvas Savvas unbeschadet. Der Grieche leistete sich aber bereits in der achten Minuten seine zweite Zeitstrafe, so dass GWD-Trainer Frank Carstens wohl früher als geplant Routinier Magnus Gullerud brachte, der nach seiner Fußverletzung noch nicht wieder 100 Prozent fit ist. Meister erzielte das 4:1 (8.), Rambo das 5:2 (11.), dazu parierte GWD-Schlussmann Malte Semisch zweimal in der Anfangsphase gegen die Eulen-Offensive. Es lief für Minden - aber nur bis zu dem Zeitpunkt. Denn dann verloren die Grün-Weißen den Faden. Die Eulen kamen dagegen immer besser ins Spiel, überzeugten mit ihrem aggressiven Zweikampfverhalten sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Die Pfälzer arbeiteten sich Tor um Tor heran. In der 22. Minute glichen die Eulen erstmals zum 9:9 aus, gingen dann sogar mit 12:9 in Führung (26.). Dann aber begann die Marian-Michalczik-Show. Der GWD-Kapitän übernahm Verantwortung, malochte in der Abwehr, dirigierte das Spiel und glänzte als zweifacher Torschütze. Nachdem auch noch Mats Korte getroffen hatte, ging es mit einem 13:13 in die Pause. Frank Carstens schien in der Pausenansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn in den ersten 90 Sekunden der zweiten Halbzeit zogen die Mindener wieder auf 16:13 davon - ein Feuerwerk. Christoph Reißky, Marian Michalczik und Kevin Gulliksen hatten getroffen. Die Grün-Weißen ließen dieses Mal nicht nach. Angetrieben von Kapitän Michalczik zogen die Mindener auf 21:17 davon (41.). Die Eulen hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Der Mindener Abwehrverbund funktionierte und die sich bietenden Chancen wurden konsequent genutzt. Die Grün-Weißen betrieben einen hohen Aufwand - und der wurde belohnt. In der 51. Minute führte GWD mit 26:21. Magnus Gullerud erzielte in der Phase sein erstes Saisontor. Als Savvas Savvas seinen zweiten Siebenmeter zum 27:21 verwandelt hatte (54.), war das Spiel endgültig entschieden.