Minden

Einmalig, echt, von hier: Vor 40 Jahren wurden Dankerser Jungs Deutscher Meister der B-Jugend

Michael Lorenz

Christian Kemenah (hinten von links), Frank Spannuth, Betreuer Uwe Holste, Volker Fiedler, Walter Schubert, Fritz Busse, Udo Belling, und Trainer Dietmar Molthahn sowie Peter Wiese (vorne von links), Rolf Nottmeier, Bernd Brinkmann, Uwe Koch, Stefan Müller, Dirk Amann und Eberhard Madroch im Biergarten des Hotels Bad Minden. - © Foto: Michael Lorenz
Christian Kemenah (hinten von links), Frank Spannuth, Betreuer Uwe Holste, Volker Fiedler, Walter Schubert, Fritz Busse, Udo Belling, und Trainer Dietmar Molthahn sowie Peter Wiese (vorne von links), Rolf Nottmeier, Bernd Brinkmann, Uwe Koch, Stefan Müller, Dirk Amann und Eberhard Madroch im Biergarten des Hotels Bad Minden. (© Foto: Michael Lorenz)

Minden (much). „Wir werden mit dem nächsten Treffen nicht noch mal 40 Jahre warten.“ So lautete der Tenor der Mannschaft von Grün-Weiß Dankersen, die vor 40 Jahren den Deutschen Meistertitel in der Handball-B-Jugend gewonnen hatte und sich nun der alten Zeiten erinnerte. Es waren damals erfolgreiche Tage für GWD: Die Dankerser Männer hatten 1979 den DHB-Pokal gewonnen und damit den bislang letzten großen Titel im Erwachsenenbereich für GWD geholt. Eine Woche später legten die Youngster nach.

Im Endspiel traf die B-Jugend auf den TSV Grabenstetten. Dieser Klub aus einem kleinen Dorf im Kreis Reutlingen war weder davor noch danach in Handball-Deutschland jemals in Erscheinung getreten, aber damals hatte der Verein einen sehr starken Nachwuchs-Jahrgang. Im Hinspiel hatte sich der süddeutsche Meister in Baden-Württemberg noch 16:15 durchgesetzt. Am 9. Juni 1979, nur 24 Stunden nach dem DHB-Pokalgewinn der Männer, fand das Rückspiel in der mit 500 Zuschauern, darunter 160 Schlachtenbummler der Gäste, zum Bersten gefüllten Dankerser Sporthalle statt.

GWD war vom Trainergespann Dietmar Molthahn/Hans-Dieter Backhaus glänzend eingestellt worden. Auch eine Manndeckung, die der gegnerische Trainer für den Dankerser Spielmacher Walter Schubert verordnet hatte, verpuffte weitgehend. Dankersen löste sich über 3:0, 7:3 und 9:4 zum 10:5-Halbzeitstand. Beim 11:8 wurde es kurzfristig einmal knapp, doch dann setzten sich die Dankerser unwiderstehlich auf 14:8 ab. Am Ende gewannen die Grün-Weißen souverän 19:10. Dabei konnte es sich das Trainerteam „Molli/Backi“ in der Schlussphase leisten, die Ersatzspieler einzuwechseln.

Nun also traf man sich erstmals wieder. „Einmalig, echt von hier“ - der aktuelle Slogan von GWD Minden, wie der Verein seit 1984 heißt, passt zu dieser Truppe perfekt: Einmalig, weil es der erste nationale Titel in der B-Jugend war, „und echt und von hier sowieso, weil die Mannschaft mehrheitlich als Dankersen stammte“, schilderte Bernd Brinkmann, Organisator der Wiedersehensfeier und damals Kreisläufer.

Das 79er Treffen begann im Hotel Bad Minden mit dem „Warmlaufen“, wie es Brinkmann ausdrückte. Es folgte das „Spiel“ im Seriösen Fußgänger, beendet wurde das Ganze mit der „Verlängerung“ im Bunker.

Zum 1979er Team gehörten Uwe Koch, Holger Fromme, Carsten Berg, Frank Spannuth (Sohn von Fritz), Peter Wiese, Rolf Nottmeier, Christian Kemenah, Hans Kottkamp, Dirk Bahe, Walter Schubert, Eberhard Madroch, Bernd Brinkmann, Udo Belling und Dirk Amann. Bei der Feierlichkeit waren auch Volker Fiedler, Stefan Müller (Sohn von „Zahni“) und Fritz Busse dabei, mit denen man zwei Jahre später deutscher Vizemeister der B-Jugend wurde. Im Finale fehlt Busse damals verletzt. Brinkmann: „Mit ihm wären wir auch da Deutscher Meister geworden, da sind wir uns ganz sicher.“

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MindenEinmalig, echt, von hier: Vor 40 Jahren wurden Dankerser Jungs Deutscher Meister der B-JugendMichael LorenzMinden (much). „Wir werden mit dem nächsten Treffen nicht noch mal 40 Jahre warten.“ So lautete der Tenor der Mannschaft von Grün-Weiß Dankersen, die vor 40 Jahren den Deutschen Meistertitel in der Handball-B-Jugend gewonnen hatte und sich nun der alten Zeiten erinnerte. Es waren damals erfolgreiche Tage für GWD: Die Dankerser Männer hatten 1979 den DHB-Pokal gewonnen und damit den bislang letzten großen Titel im Erwachsenenbereich für GWD geholt. Eine Woche später legten die Youngster nach. Im Endspiel traf die B-Jugend auf den TSV Grabenstetten. Dieser Klub aus einem kleinen Dorf im Kreis Reutlingen war weder davor noch danach in Handball-Deutschland jemals in Erscheinung getreten, aber damals hatte der Verein einen sehr starken Nachwuchs-Jahrgang. Im Hinspiel hatte sich der süddeutsche Meister in Baden-Württemberg noch 16:15 durchgesetzt. Am 9. Juni 1979, nur 24 Stunden nach dem DHB-Pokalgewinn der Männer, fand das Rückspiel in der mit 500 Zuschauern, darunter 160 Schlachtenbummler der Gäste, zum Bersten gefüllten Dankerser Sporthalle statt. GWD war vom Trainergespann Dietmar Molthahn/Hans-Dieter Backhaus glänzend eingestellt worden. Auch eine Manndeckung, die der gegnerische Trainer für den Dankerser Spielmacher Walter Schubert verordnet hatte, verpuffte weitgehend. Dankersen löste sich über 3:0, 7:3 und 9:4 zum 10:5-Halbzeitstand. Beim 11:8 wurde es kurzfristig einmal knapp, doch dann setzten sich die Dankerser unwiderstehlich auf 14:8 ab. Am Ende gewannen die Grün-Weißen souverän 19:10. Dabei konnte es sich das Trainerteam „Molli/Backi“ in der Schlussphase leisten, die Ersatzspieler einzuwechseln. Nun also traf man sich erstmals wieder. „Einmalig, echt von hier“ - der aktuelle Slogan von GWD Minden, wie der Verein seit 1984 heißt, passt zu dieser Truppe perfekt: Einmalig, weil es der erste nationale Titel in der B-Jugend war, „und echt und von hier sowieso, weil die Mannschaft mehrheitlich als Dankersen stammte“, schilderte Bernd Brinkmann, Organisator der Wiedersehensfeier und damals Kreisläufer. Das 79er Treffen begann im Hotel Bad Minden mit dem „Warmlaufen“, wie es Brinkmann ausdrückte. Es folgte das „Spiel“ im Seriösen Fußgänger, beendet wurde das Ganze mit der „Verlängerung“ im Bunker. Zum 1979er Team gehörten Uwe Koch, Holger Fromme, Carsten Berg, Frank Spannuth (Sohn von Fritz), Peter Wiese, Rolf Nottmeier, Christian Kemenah, Hans Kottkamp, Dirk Bahe, Walter Schubert, Eberhard Madroch, Bernd Brinkmann, Udo Belling und Dirk Amann. Bei der Feierlichkeit waren auch Volker Fiedler, Stefan Müller (Sohn von „Zahni“) und Fritz Busse dabei, mit denen man zwei Jahre später deutscher Vizemeister der B-Jugend wurde. Im Finale fehlt Busse damals verletzt. Brinkmann: „Mit ihm wären wir auch da Deutscher Meister geworden, da sind wir uns ganz sicher.“