Minden

Bei GWD wird das Personal knapp - Auch Rambo fällt aus

Marcus Riechmann

Christoffer Rambo zieht die Stirn kraus: Er zog sich in Stuttgart eine Knieverletzung zu. Der Torjäger fällt für das nächste Spiel aus. Foto: Sandy Dinkelacker/PIX-Sportfotos - © PIX-Sportfotos /Sandy Dinkelacker
Christoffer Rambo zieht die Stirn kraus: Er zog sich in Stuttgart eine Knieverletzung zu. Der Torjäger fällt für das nächste Spiel aus. Foto: Sandy Dinkelacker/PIX-Sportfotos (© PIX-Sportfotos /Sandy Dinkelacker)

Minden (mt). Man kann sie nicht mehr an einer Hand abzählen: Magnus Gullerud, Espen Christensen, Aliaksandr Padshyvalau, Christoffer Rambo, Miljan Pusica, Savvas Savvas – gleich sechs Spieler aus der Stammbesetzung stehen auf der Problemliste des Handball-Bundesligisten GWD Minden und erschweren die Vorbereitung auf das kommenden Heimspiel am Donnerstag um 19 Uhr gegen die Eulen Ludwigshafen.

„In diesem Ausmaß habe ich das hier noch nicht erlebt“, sagte Frank Carstens über die personelle Misere. Vor allem die beiden frischen Ausfälle aus dem hart erkämpften 24:24 in Stuttgart schmerzen den GWD-Trainer: Christoffer Rambo zog sich in einem Zweikampf eine schmerzhafte Knieverletzung zu, der wichtigste Rückraumschütze wird eine unbestimmte Zeit fehlen. Miljan Pusica kassierte eine Blaue Karte und muss ein Spiel aussetzen. Damit fehlt GWD sowohl der mit aktuell 19 Saisontreffern beste Torjäger als auch der Chef des Abwehr-Innenblocks. Coach Carstens wird zur Improvisation gezwungen. Sport-Geschäftsführer Frank von Behren kommentierte die Situation mit schwarzem Humor „Die gute Neuigkeit: Mit Christoph Reißky, Juri Knorr und Marian Michalczik stehen uns noch drei Rückraumspieler zur Verfügung“, sagte der Sport-Geschäftsführer. Die dahinter stehende Ersatzreihe kommt aus dem Anschlusskader: Maximilian Nowatzki, Simon Strakeljahn und Jonas Molz sind Bundesliga-Lehrlinge.

„Wir gehen einen harten Weg“, sagt Carstens angesichts der hohen Taktung des Spielplans, der nur vier Tage nach dem intensiven Duell in Stuttgart bereits die nächste Herausforderung bereithält. „Wir wissen noch nicht, wie wir spielen“, wird der Trainer die endgültige Besetzung des Kaders erst am Donnerstag kennen. Doch nicht nur für ihn erschwert das die Vorbereitung auf die Partie gegen Ludwigshafen: „Der Gegner weiß es ja auch nicht.“

Carstens hofft, dass einige Spieler zumindest fit genug für Teileinsätze werden. Bei Gullerud und Padshyvalau sieht der Trainer „eine kleine Chance“, Savvas kam in Stuttgart zumindest bei Strafwürfen schon zum Einsatz. Dass dem Trio nach den teils wochenlangen Pausen die Bindung zum Spiel und der Rhythmus fehlt, ist dem Coach bewusst. Doch Carstens sagt: „In unserer aktuellen Situation muss jeder wohl ein paar Minuten ran.“

Der personelle Engpass macht dem Coach zu schaffen, die Entwicklung der Mannschaft hingegen macht ihn stolz. „Das Team hat gekämpft und sich aus einer schwierigen Situation befreit“, sagt Carstens mit Blick auf die die jüngst erzielten Erfolge in Berlin und Stuttgart. Auf den Willen seiner Spieler vertraut er auch gegen Ludwigshafen: „Diese Mentalität werden wir auch am Donnerstag zeigen.“

Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 159 oder Marcus.Riechmann@MT.de

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MindenBei GWD wird das Personal knapp - Auch Rambo fällt ausMarcus RiechmannMinden (mt). Man kann sie nicht mehr an einer Hand abzählen: Magnus Gullerud, Espen Christensen, Aliaksandr Padshyvalau, Christoffer Rambo, Miljan Pusica, Savvas Savvas – gleich sechs Spieler aus der Stammbesetzung stehen auf der Problemliste des Handball-Bundesligisten GWD Minden und erschweren die Vorbereitung auf das kommenden Heimspiel am Donnerstag um 19 Uhr gegen die Eulen Ludwigshafen. „In diesem Ausmaß habe ich das hier noch nicht erlebt“, sagte Frank Carstens über die personelle Misere. Vor allem die beiden frischen Ausfälle aus dem hart erkämpften 24:24 in Stuttgart schmerzen den GWD-Trainer: Christoffer Rambo zog sich in einem Zweikampf eine schmerzhafte Knieverletzung zu, der wichtigste Rückraumschütze wird eine unbestimmte Zeit fehlen. Miljan Pusica kassierte eine Blaue Karte und muss ein Spiel aussetzen. Damit fehlt GWD sowohl der mit aktuell 19 Saisontreffern beste Torjäger als auch der Chef des Abwehr-Innenblocks. Coach Carstens wird zur Improvisation gezwungen. Sport-Geschäftsführer Frank von Behren kommentierte die Situation mit schwarzem Humor „Die gute Neuigkeit: Mit Christoph Reißky, Juri Knorr und Marian Michalczik stehen uns noch drei Rückraumspieler zur Verfügung“, sagte der Sport-Geschäftsführer. Die dahinter stehende Ersatzreihe kommt aus dem Anschlusskader: Maximilian Nowatzki, Simon Strakeljahn und Jonas Molz sind Bundesliga-Lehrlinge. „Wir gehen einen harten Weg“, sagt Carstens angesichts der hohen Taktung des Spielplans, der nur vier Tage nach dem intensiven Duell in Stuttgart bereits die nächste Herausforderung bereithält. „Wir wissen noch nicht, wie wir spielen“, wird der Trainer die endgültige Besetzung des Kaders erst am Donnerstag kennen. Doch nicht nur für ihn erschwert das die Vorbereitung auf die Partie gegen Ludwigshafen: „Der Gegner weiß es ja auch nicht.“ Carstens hofft, dass einige Spieler zumindest fit genug für Teileinsätze werden. Bei Gullerud und Padshyvalau sieht der Trainer „eine kleine Chance“, Savvas kam in Stuttgart zumindest bei Strafwürfen schon zum Einsatz. Dass dem Trio nach den teils wochenlangen Pausen die Bindung zum Spiel und der Rhythmus fehlt, ist dem Coach bewusst. Doch Carstens sagt: „In unserer aktuellen Situation muss jeder wohl ein paar Minuten ran.“ Der personelle Engpass macht dem Coach zu schaffen, die Entwicklung der Mannschaft hingegen macht ihn stolz. „Das Team hat gekämpft und sich aus einer schwierigen Situation befreit“, sagt Carstens mit Blick auf die die jüngst erzielten Erfolge in Berlin und Stuttgart. Auf den Willen seiner Spieler vertraut er auch gegen Ludwigshafen: „Diese Mentalität werden wir auch am Donnerstag zeigen.“ Der Autor ist erreichbar unter (0571) 882 159 oder Marcus.Riechmann@MT.de