Berlin

Bärenstark in Berlin: GWD Minden gewinnt bei den Füchsen 29:25

Marcus Riechmann

Wie das gesamte Mindener Team spielte auch Kreisläufer Lucas Meister in prächtiger Form. Der Schweizer war von der Berliner Abwehr fast nicht zu bremsen und erzielte sechs Tore. - © Uwe Koch
Wie das gesamte Mindener Team spielte auch Kreisläufer Lucas Meister in prächtiger Form. Der Schweizer war von der Berliner Abwehr fast nicht zu bremsen und erzielte sechs Tore. (© Uwe Koch)

Berlin
(mt). Mit einem Sack voller Selbstzweifel und jeder Menge Frust waren
die Handballer von GWD Minden gestern Morgen in die Bundeshauptstadt
gefahren. Dort warfen sie den Ballast am Abend mit einer Prachtleistung
ab. Der Mindener Bundesligist feierte einen völlig unerwarteten 29:25
(13:12)-Auswärtserfolg bei den Füchsen Berlin und damit im dritten
Saisonspiel den ersehnten ersten Sieg.

Mit einem breiten Grinsen
nahm Trainer Frank Carstens nach dem Abpfiff das Husarenstück zur
Kenntnis: Es war sein erster Sieg in Berlin und zugleich der erste für
GWD. Die Spieler fielen sich in die Arme, der Coach sprang übermütig auf
den Jubelkreis auf: „Das habe ich noch nie gemacht", meinte Carstens
später und sprach von einem Gefühl „großer Befreiung".

Seine
Spieler hatten die nach zwei unbefriedigenden Auftaktspielen und einem
0:4-Start aufkommende Kritik auf bemerkenswerte Art gekontert. Gestützt
auf den am Vorabend seines 27. Geburtstags überragenden Ex-Berliner
Malte Semisch im Tor und auf eine leidenschaftlich kämpfende Abwehr
erarbeitete sich GWD die Siegchance gegen personell geschwächte Berliner
und griff dann entschlossen zu.

Und das, obwohl die
Voraussetzungen alles andere als optimal waren. Auf vier zentrale
Spieler musste GWD verzichten: Kreisläufer und Abwehrchef Magnus
Gullerud, Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau, Torwart Espen Christensen
und Rückraumspieler Savvas Savvas fehlten verletzt. Doch ungeachtet
dieser angespannten Personalsituation spielten die Gäste in der
Schmeling-Halle munter auf. Sie führten 2:1 und ließen sich auch nach
dem 3:5-Rückstand nicht abschütteln. GWD steckte die zahlreichen
Unterzahl-Situationen der Anfangsphase prächtig weg. Innenblocker Lucas
Meister hatte bereits in der 7. Spielminute seine zweite Zeitstrafe
erhalten. Das zwang Coach Carstens zur Abwehrumstellung, fortan rückte
Marian Michalczik neben Miljan Pusica in die Innenverteidigung, Juri
Knorr übernahm die Halb-Position – und geriet nach zwei Strafzeiten
ebenfalls alsbald in Bedrängnis. Der Coach reagierte erneut , stellte
die Abwehr auf 5:1 um mit dem vorgezogenen deckenden Joscha Ritterbach.

Doch
egal in welcher Formation: die Deckung leistete gute Arbeit und erhielt
die nötige Rückendeckung von Keeper Semisch. Der großgewachsene
Torhüter wehrte etliche Würfe seiner einstigen Mannschaftskameraden ab
und hielt sein Team im Spiel.

Minden spielte im Angriff
konzentriert gegen die 5:1-Abwehr der Berliner. Vor allem Lucas Meister
wirbelte die Füchse durcheinander. Als der Schweizer Kreisläufer zum 8:8
bereits sein drittes Tor erzielte, nahm Berlins Trainer Velimir
Petkovic eine Auszeit. „Meister – was macht der? Warum gucken wir
Video", giftete Petkovic seine Spieler an.

Doch echten Erfolg
hatte der Trainer mit seiner Ansprache nicht. GWD blieb ein zäher Gegner
und verkraftete in der 18. Minute auch den nächsten personellen
Tiefschlag: Torjäger Christoffer Rambo sprang in der Deckung
gedankenschnell in einen Berliner Pass und eroberte den Ball. Doch bei
dieser Aktion traf ihn Berlins Hans Lindberg unglücklich am Kopf. Rambo
lief zwar noch den Gegenstoß, scheiterte mit seinem Wurf und hielt sich
danach das stark blutende rechte Ohr. Der Norweger musste ausgewechselt
und behandelt werden, damit fehlte Minden ein weiterer wichtiger Mann.
Erst in der zweiten Halbzeit kehrte Rambo zurück, nachdem die Wunde vom
Berliner Teamarzt genäht und geklammert worden war. Doch das Team ließ
sich nicht irritieren. Für Rambo kam im rechten Rückraum Christoph
Reißky. Der zweite ehemalige Berliner im Mindener Team fügte sich gut
ein. Erst zog der Linkshänder eine Zeitstrafe gegen Berlins Frederik
Simak, danach traf er zum 10:10. „Wir haben heute gute Hilfe von der
Bank erhalten", freute sich Carstens darüber, dass alle eingewechselten
Spieler wichtige Beiträge leisteten

In der Schlussphase der ersten
Halbzeit bot sich GWD dann sogar die Chance zur Führung. Mehrfach
verhinderte Berlins Torhüter Dejan Milosavljev den Mindener
Führungstreffer, doch nachdem der eingewechselte junge Keeper Leon
Grabenstein einen Strafwurf von Berlins Hans Lindberg gehalten hatte,
ging Minden vorbei: Mit einem Gewaltwurf brachte Marian Michalczik die
Gäste zum 12:11 in Front und sorgte mit dem 13:12 auch für die völlig
verdiente Pausenführung.

Wer vermutet hatte, die Berliner würden
nach der Halbzeitpause den Turbo zünden, sah sich enttäuscht. GWD
schloss nahtlos an die blendende Leistung der ersten Hälfte an. Immer
wieder erzwang die aufmerksame Abwehr Fehler der Berliner Angreifer,
immer wieder schob Minden das Tempospiel aus den Ballgewinnen an. Vom
15:15 löste sich GWD zum 15:18 (40.). Der immer sicherer agierende Juri
Knorr per Gegenstoß, Lucas Meister vom Kreis nach einem feinen
Angriffszug und erneut Knorr mit dem nächsten Konter trafen für die
Gäste. In höchster Not nahm Berlins Coach Petkovic die nächste Auszeit.
Wie zuvor ohne Erfolg. Im Gegenteil: Mats Korte vollendete zum 19:15 den
nächsten Tempogegenstoß, der mit einem Pflaster am Ohr spielende Rambo
traf zum 21:16 und Lucas Meister erhöhte nach der nächsten starken
Aktion am Kreis den Mindener Vorsprung nach einer Dreiviertelstunde zum
22:16 auf sechs Tore.

Die Not der Hausherren wuchs. Weder die
Einwechslungen von Torhüter Silvio Heinevetter und Routinier Michael
Müller, noch die nächste Auszeit von Coach Petkovic änderte etwas. Die
GWD-Abwehr kaufte den immer wackeliger werdenden Berlinern den Schneid
ab und Mindens Keeper Semisch entnervte die Füchse mit überragenden
Paraden in Serie. "Hier in Berlin war es natürlich ein besonderer Sieg.
Denn ich kenne hier viele in der Halle", meinte der Neu-Mindener später
und genoss das Trainerlob: "Maltes Torwartleistung war die Basis für den
Erfolg", sagte Carstens. 

Minden gelang nun fast alles.
Michalczik versuchte sich über die rechte Seite mit einem Rückraumwurf
im Zurückfallen – und traf gegen Heinevetter zum 24:18. Kurz darauf
spielten Juri Knorr und Mats Korte auf der linken Seite im 2:2 die
Berliner aus, und Korte verwandelte von Linksaußen zum 26:19 (52.). Für
Heinevetter die letzte Aktion: Petkovic tauschte den Nationaltorwart aus
und brachte erneut Milosavljev. Der Serbe hielt ein paar Würfe, doch
die Gäste ließen sich nicht mehr aufhalten. "Es fällt mir schwer, etwas
zu sagen. Das hätte ich so nicht erwartet. Die haben uns unsicher
gemacht und uns demontiert. Wir haben uns blamiert", sagte Petkovic
später über das Debakel vor den eigenen Fans.

Zwar führte Paul
Drux die Berliner noch zum 22:26, aber Minden blieb am Drücker.
Christoph Reißky versetzte nach einem starken Zweikampf mit dem Tor zum
27:22 den nächsten Wirkungstreffer und Marian Michalczik verpasste den
Füchsen zum 28:23 dann den K.o.-Schlag. Als im Gegenzug Semisch auch
gegen Fabian Wiede hielt, war der Deckel drauf und der Sieg zwei Minuten
vor dem Abpfiff perfekt. „Da habe ich gewusst: Jetzt kann es nicht mehr
schiefgehen", fiel bei Carstens die Anspannung ab. Malte Semisch
strahlte nach seiner triumphalen Rückkehr nach Berlin und meinte
vergnügt: „Die Rückfahrt wird lustig".

Füchse Berlin - GWD Minden 25:29 (12:13)

Tore für Berlin: Lindberg 7/4, Drux 6, Marsenic 3, Matthes 3, Koch 1,
Mandalinic 1, Milosavljev 1, M. Müller 1, Simak 1, Wiede 1.

Tore für GWD: Meister 6, Michalczik 5, Knorr 4, Rambo 4, Korte 3, Staar 3,
Pusica 2, Reißky 2.

Schiedsrichter: Sascha Wild (Elgersweiher)/Fabian Baumgart (Altenheim)

Zuschauer: 6276.

Strafminuten: 6 / 12.

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BerlinBärenstark in Berlin: GWD Minden gewinnt bei den Füchsen 29:25Marcus RiechmannBerlin (mt). Mit einem Sack voller Selbstzweifel und jeder Menge Frust waren die Handballer von GWD Minden gestern Morgen in die Bundeshauptstadt gefahren. Dort warfen sie den Ballast am Abend mit einer Prachtleistung ab. Der Mindener Bundesligist feierte einen völlig unerwarteten 29:25 (13:12)-Auswärtserfolg bei den Füchsen Berlin und damit im dritten Saisonspiel den ersehnten ersten Sieg. Mit einem breiten Grinsen nahm Trainer Frank Carstens nach dem Abpfiff das Husarenstück zur Kenntnis: Es war sein erster Sieg in Berlin und zugleich der erste für GWD. Die Spieler fielen sich in die Arme, der Coach sprang übermütig auf den Jubelkreis auf: „Das habe ich noch nie gemacht", meinte Carstens später und sprach von einem Gefühl „großer Befreiung". Seine Spieler hatten die nach zwei unbefriedigenden Auftaktspielen und einem 0:4-Start aufkommende Kritik auf bemerkenswerte Art gekontert. Gestützt auf den am Vorabend seines 27. Geburtstags überragenden Ex-Berliner Malte Semisch im Tor und auf eine leidenschaftlich kämpfende Abwehr erarbeitete sich GWD die Siegchance gegen personell geschwächte Berliner und griff dann entschlossen zu. Und das, obwohl die Voraussetzungen alles andere als optimal waren. Auf vier zentrale Spieler musste GWD verzichten: Kreisläufer und Abwehrchef Magnus Gullerud, Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau, Torwart Espen Christensen und Rückraumspieler Savvas Savvas fehlten verletzt. Doch ungeachtet dieser angespannten Personalsituation spielten die Gäste in der Schmeling-Halle munter auf. Sie führten 2:1 und ließen sich auch nach dem 3:5-Rückstand nicht abschütteln. GWD steckte die zahlreichen Unterzahl-Situationen der Anfangsphase prächtig weg. Innenblocker Lucas Meister hatte bereits in der 7. Spielminute seine zweite Zeitstrafe erhalten. Das zwang Coach Carstens zur Abwehrumstellung, fortan rückte Marian Michalczik neben Miljan Pusica in die Innenverteidigung, Juri Knorr übernahm die Halb-Position – und geriet nach zwei Strafzeiten ebenfalls alsbald in Bedrängnis. Der Coach reagierte erneut , stellte die Abwehr auf 5:1 um mit dem vorgezogenen deckenden Joscha Ritterbach. Doch egal in welcher Formation: die Deckung leistete gute Arbeit und erhielt die nötige Rückendeckung von Keeper Semisch. Der großgewachsene Torhüter wehrte etliche Würfe seiner einstigen Mannschaftskameraden ab und hielt sein Team im Spiel. Minden spielte im Angriff konzentriert gegen die 5:1-Abwehr der Berliner. Vor allem Lucas Meister wirbelte die Füchse durcheinander. Als der Schweizer Kreisläufer zum 8:8 bereits sein drittes Tor erzielte, nahm Berlins Trainer Velimir Petkovic eine Auszeit. „Meister – was macht der? Warum gucken wir Video", giftete Petkovic seine Spieler an. Doch echten Erfolg hatte der Trainer mit seiner Ansprache nicht. GWD blieb ein zäher Gegner und verkraftete in der 18. Minute auch den nächsten personellen Tiefschlag: Torjäger Christoffer Rambo sprang in der Deckung gedankenschnell in einen Berliner Pass und eroberte den Ball. Doch bei dieser Aktion traf ihn Berlins Hans Lindberg unglücklich am Kopf. Rambo lief zwar noch den Gegenstoß, scheiterte mit seinem Wurf und hielt sich danach das stark blutende rechte Ohr. Der Norweger musste ausgewechselt und behandelt werden, damit fehlte Minden ein weiterer wichtiger Mann. Erst in der zweiten Halbzeit kehrte Rambo zurück, nachdem die Wunde vom Berliner Teamarzt genäht und geklammert worden war. Doch das Team ließ sich nicht irritieren. Für Rambo kam im rechten Rückraum Christoph Reißky. Der zweite ehemalige Berliner im Mindener Team fügte sich gut ein. Erst zog der Linkshänder eine Zeitstrafe gegen Berlins Frederik Simak, danach traf er zum 10:10. „Wir haben heute gute Hilfe von der Bank erhalten", freute sich Carstens darüber, dass alle eingewechselten Spieler wichtige Beiträge leisteten In der Schlussphase der ersten Halbzeit bot sich GWD dann sogar die Chance zur Führung. Mehrfach verhinderte Berlins Torhüter Dejan Milosavljev den Mindener Führungstreffer, doch nachdem der eingewechselte junge Keeper Leon Grabenstein einen Strafwurf von Berlins Hans Lindberg gehalten hatte, ging Minden vorbei: Mit einem Gewaltwurf brachte Marian Michalczik die Gäste zum 12:11 in Front und sorgte mit dem 13:12 auch für die völlig verdiente Pausenführung. Wer vermutet hatte, die Berliner würden nach der Halbzeitpause den Turbo zünden, sah sich enttäuscht. GWD schloss nahtlos an die blendende Leistung der ersten Hälfte an. Immer wieder erzwang die aufmerksame Abwehr Fehler der Berliner Angreifer, immer wieder schob Minden das Tempospiel aus den Ballgewinnen an. Vom 15:15 löste sich GWD zum 15:18 (40.). Der immer sicherer agierende Juri Knorr per Gegenstoß, Lucas Meister vom Kreis nach einem feinen Angriffszug und erneut Knorr mit dem nächsten Konter trafen für die Gäste. In höchster Not nahm Berlins Coach Petkovic die nächste Auszeit. Wie zuvor ohne Erfolg. Im Gegenteil: Mats Korte vollendete zum 19:15 den nächsten Tempogegenstoß, der mit einem Pflaster am Ohr spielende Rambo traf zum 21:16 und Lucas Meister erhöhte nach der nächsten starken Aktion am Kreis den Mindener Vorsprung nach einer Dreiviertelstunde zum 22:16 auf sechs Tore. Die Not der Hausherren wuchs. Weder die Einwechslungen von Torhüter Silvio Heinevetter und Routinier Michael Müller, noch die nächste Auszeit von Coach Petkovic änderte etwas. Die GWD-Abwehr kaufte den immer wackeliger werdenden Berlinern den Schneid ab und Mindens Keeper Semisch entnervte die Füchse mit überragenden Paraden in Serie. "Hier in Berlin war es natürlich ein besonderer Sieg. Denn ich kenne hier viele in der Halle", meinte der Neu-Mindener später und genoss das Trainerlob: "Maltes Torwartleistung war die Basis für den Erfolg", sagte Carstens.  Minden gelang nun fast alles. Michalczik versuchte sich über die rechte Seite mit einem Rückraumwurf im Zurückfallen – und traf gegen Heinevetter zum 24:18. Kurz darauf spielten Juri Knorr und Mats Korte auf der linken Seite im 2:2 die Berliner aus, und Korte verwandelte von Linksaußen zum 26:19 (52.). Für Heinevetter die letzte Aktion: Petkovic tauschte den Nationaltorwart aus und brachte erneut Milosavljev. Der Serbe hielt ein paar Würfe, doch die Gäste ließen sich nicht mehr aufhalten. "Es fällt mir schwer, etwas zu sagen. Das hätte ich so nicht erwartet. Die haben uns unsicher gemacht und uns demontiert. Wir haben uns blamiert", sagte Petkovic später über das Debakel vor den eigenen Fans. Zwar führte Paul Drux die Berliner noch zum 22:26, aber Minden blieb am Drücker. Christoph Reißky versetzte nach einem starken Zweikampf mit dem Tor zum 27:22 den nächsten Wirkungstreffer und Marian Michalczik verpasste den Füchsen zum 28:23 dann den K.o.-Schlag. Als im Gegenzug Semisch auch gegen Fabian Wiede hielt, war der Deckel drauf und der Sieg zwei Minuten vor dem Abpfiff perfekt. „Da habe ich gewusst: Jetzt kann es nicht mehr schiefgehen", fiel bei Carstens die Anspannung ab. Malte Semisch strahlte nach seiner triumphalen Rückkehr nach Berlin und meinte vergnügt: „Die Rückfahrt wird lustig". Füchse Berlin - GWD Minden 25:29 (12:13) Tore für Berlin: Lindberg 7/4, Drux 6, Marsenic 3, Matthes 3, Koch 1,Mandalinic 1, Milosavljev 1, M. Müller 1, Simak 1, Wiede 1. Tore für GWD: Meister 6, Michalczik 5, Knorr 4, Rambo 4, Korte 3, Staar 3,Pusica 2, Reißky 2. Schiedsrichter: Sascha Wild (Elgersweiher)/Fabian Baumgart (Altenheim) Zuschauer: 6276. Strafminuten: 6 / 12.