Minden

Süße Einstimmung und große Vorfreude auf das erste Heimspiel

Marcus Riechmann

Süße Einstimmung auf das erste Heimspiel: Grün-weiße Macarons. - © Foto: rich
Süße Einstimmung auf das erste Heimspiel: Grün-weiße Macarons. (© Foto: rich)

Minden (mt). Luca Pottini hatte sich etwas einfallen lassen: Mit grün-weiß leuchtenden Macarons empfing der italienische Konditormeister die Gäste von GWD Minden im Café Novecento. Mit dem süßen Gebäck stimmte er auf das erste Heimspiel der Saison ein.

Im Wez-Markt an der Ringstraße blickte der heimische Handball-Bundesligist frohgemut auf das Duell mit dem SC DHfK Leipzig am Donnerstagabend in der Kampa-Halle. „Wir freuen uns darauf“, sagte Trainer Frank Carstens und beschrieb mit fester Stimme die zentralen Zielvorgaben: „Wir wollen die Zuschauer ins Boot und holen, und wir wollen die zwei Punkte.“

Ob dem Team dabei Savvas Savvas helfen kann, ist fraglich. Der Grieche, der beim 30:36 in Hannover mit acht Toren einen prächtigen Saisoneinstand erlebte, hatte eine schmerzhafte Handverletzung mit nach Minden gebracht. Doch er verströmte Zuversicht, als er – zufällig auf dem Weg zum Einkaufen – von Sport-Geschäftsführer Frank von Behren an den Tisch der Pressekonferenz gewunken wurde. „Es geht schon ganz gut“, meinte der 22-Jährige zu seinem Gesundheitszustand und hob veranschaulichend die Wurfhand in die Höhe.

„Wir müssen sehen, ob es Donnerstag bei ihm geht“, meinte Carstens vorsichtig, der weiter auf zwei wichtige Spieler verzichten muss: Kreisläufer Magnus Gullerud und Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau werden nach ihren Fußverletzungen noch zwei bis drei Wochen pausieren müssen. Umso wichtiger wäre es, Savvas an Bord zu haben: Ohne den torgefährlichen Schützen wären die taktischen Varianten im Rückraum begrenzt. Immerhin steht Mittelmann Juri Knorr nach auskuriertem Infekt wieder voll zur Verfügung.

Das Offensivspiel lief gegen Hannover wie geschmiert. Von den für ihre Abwehrarbeit bekannten Leipzigern erwartet Carstens jedoch mehr Gegenwehr: „Die sind extrem laufbereit und aggressiv am Mann“, beschreibt der Trainer, der genau das auch von seinen Spielern sehen will: „In der Verteidigung wollen wir einen Schritt nach vorne machen.“

Gegen den SC-Angriff um Torjäger Philipp Weber, Linkshänder Franz Semper, den Schweizer Kreisläufer Alen Milosevic und den neu verpflichteten wurfstarken Kroaten Marko Mamic ist besonders der Mindener Innenblock um Miljan Pusica und Lucas Meistergefordert. In Hannover offenbarte die Defensive bei 36 Gegentoren Abstimmungsprobleme. Abwehrarbeit stand daher auf dem Trainingsplan. „Wir besitzen hinten noch viel Potenzial, das war noch nicht das, was wir wollen“, sagte Meister. Der neue GWD-Kreisläufer stand in seinem ersten Bundesligaspiel seinen Mann: Infolge der Gullerud-Verletzung musste er vorn wie hinten Schwerstarbeit verrichten.

„Lucas nimmt die Verantwortung an“, freute sich von Behren. Meister selbst schöpfte zumindest ein gutes Grundgefühl aus seiner Premiere, wenngleich er bedauerte: „Es ist uns nicht gelungen, Hannover aus dem Konzept zu bringen.“ Das soll gegen Leipzig besser werden.

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MindenSüße Einstimmung und große Vorfreude auf das erste HeimspielMarcus RiechmannMinden (mt). Luca Pottini hatte sich etwas einfallen lassen: Mit grün-weiß leuchtenden Macarons empfing der italienische Konditormeister die Gäste von GWD Minden im Café Novecento. Mit dem süßen Gebäck stimmte er auf das erste Heimspiel der Saison ein. Im Wez-Markt an der Ringstraße blickte der heimische Handball-Bundesligist frohgemut auf das Duell mit dem SC DHfK Leipzig am Donnerstagabend in der Kampa-Halle. „Wir freuen uns darauf“, sagte Trainer Frank Carstens und beschrieb mit fester Stimme die zentralen Zielvorgaben: „Wir wollen die Zuschauer ins Boot und holen, und wir wollen die zwei Punkte.“ Ob dem Team dabei Savvas Savvas helfen kann, ist fraglich. Der Grieche, der beim 30:36 in Hannover mit acht Toren einen prächtigen Saisoneinstand erlebte, hatte eine schmerzhafte Handverletzung mit nach Minden gebracht. Doch er verströmte Zuversicht, als er – zufällig auf dem Weg zum Einkaufen – von Sport-Geschäftsführer Frank von Behren an den Tisch der Pressekonferenz gewunken wurde. „Es geht schon ganz gut“, meinte der 22-Jährige zu seinem Gesundheitszustand und hob veranschaulichend die Wurfhand in die Höhe. „Wir müssen sehen, ob es Donnerstag bei ihm geht“, meinte Carstens vorsichtig, der weiter auf zwei wichtige Spieler verzichten muss: Kreisläufer Magnus Gullerud und Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau werden nach ihren Fußverletzungen noch zwei bis drei Wochen pausieren müssen. Umso wichtiger wäre es, Savvas an Bord zu haben: Ohne den torgefährlichen Schützen wären die taktischen Varianten im Rückraum begrenzt. Immerhin steht Mittelmann Juri Knorr nach auskuriertem Infekt wieder voll zur Verfügung. Das Offensivspiel lief gegen Hannover wie geschmiert. Von den für ihre Abwehrarbeit bekannten Leipzigern erwartet Carstens jedoch mehr Gegenwehr: „Die sind extrem laufbereit und aggressiv am Mann“, beschreibt der Trainer, der genau das auch von seinen Spielern sehen will: „In der Verteidigung wollen wir einen Schritt nach vorne machen.“ Gegen den SC-Angriff um Torjäger Philipp Weber, Linkshänder Franz Semper, den Schweizer Kreisläufer Alen Milosevic und den neu verpflichteten wurfstarken Kroaten Marko Mamic ist besonders der Mindener Innenblock um Miljan Pusica und Lucas Meistergefordert. In Hannover offenbarte die Defensive bei 36 Gegentoren Abstimmungsprobleme. Abwehrarbeit stand daher auf dem Trainingsplan. „Wir besitzen hinten noch viel Potenzial, das war noch nicht das, was wir wollen“, sagte Meister. Der neue GWD-Kreisläufer stand in seinem ersten Bundesligaspiel seinen Mann: Infolge der Gullerud-Verletzung musste er vorn wie hinten Schwerstarbeit verrichten. „Lucas nimmt die Verantwortung an“, freute sich von Behren. Meister selbst schöpfte zumindest ein gutes Grundgefühl aus seiner Premiere, wenngleich er bedauerte: „Es ist uns nicht gelungen, Hannover aus dem Konzept zu bringen.“ Das soll gegen Leipzig besser werden.