Kommentar: GWD Mindens gewagtes Spiel

Sebastian Külbel

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Wenn ein etablierter Bundesligist mit zehn Toren gegen einen Zweitligisten verliert, darf man als Fan zurecht enttäuscht, ernüchtert oder einfach nur wütend sein. Die Leistung von GWD Minden im Pokalspiel gegen Hamm war eine peinliche Blamage, die entsetzte Zuschauer hinterlassen hat. Schimpftiraden über Spieler und Trainer sind da nicht weit – helfen tun sie nicht.

Die GWD-Verantwortlichen sind vor dieser Saison ins Risiko gegangen und haben ihren Kader deutlich verjüngt. Damit hat sich auch das Konzept verändert: Weg von individuellen Aktionen, hin zum kollektiven Spiel. Was passiert, wenn dieser Weg verlassen wird und auch noch zwei zentrale Akteure fehlen, hat das Debakel am Samstag gezeigt. Bei GWD muss alles passen, um erfolgreich sein zu können – sonst drohen nicht nur Niederlagen, sondern derbe Pleiten. Ein gewagtes Spiel. Und ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Wochen droht.

Die Mannschaft wird Zeit brauchen, um sich solide Mechanismen anzueignen, die auch an schlechten Tagen gegen hochmotivierte Gegner wie Hamm funktionieren. Auch die neue Hierarchie im Team muss sich festigen. Vielleicht kam die Pokal-Pleite zur rechten Zeit, an solchen Enttäuschungen können Mannschaften wachsen. Die Frage ist nur, wie viel Zeit jene von GWD Minden im ergebnisgetriebenen Bundesliga-Geschäft dafür bekommt.

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Kommentar: GWD Mindens gewagtes SpielSebastian KülbelWenn ein etablierter Bundesligist mit zehn Toren gegen einen Zweitligisten verliert, darf man als Fan zurecht enttäuscht, ernüchtert oder einfach nur wütend sein. Die Leistung von GWD Minden im Pokalspiel gegen Hamm war eine peinliche Blamage, die entsetzte Zuschauer hinterlassen hat. Schimpftiraden über Spieler und Trainer sind da nicht weit – helfen tun sie nicht. Die GWD-Verantwortlichen sind vor dieser Saison ins Risiko gegangen und haben ihren Kader deutlich verjüngt. Damit hat sich auch das Konzept verändert: Weg von individuellen Aktionen, hin zum kollektiven Spiel. Was passiert, wenn dieser Weg verlassen wird und auch noch zwei zentrale Akteure fehlen, hat das Debakel am Samstag gezeigt. Bei GWD muss alles passen, um erfolgreich sein zu können – sonst drohen nicht nur Niederlagen, sondern derbe Pleiten. Ein gewagtes Spiel. Und ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Wochen droht. Die Mannschaft wird Zeit brauchen, um sich solide Mechanismen anzueignen, die auch an schlechten Tagen gegen hochmotivierte Gegner wie Hamm funktionieren. Auch die neue Hierarchie im Team muss sich festigen. Vielleicht kam die Pokal-Pleite zur rechten Zeit, an solchen Enttäuschungen können Mannschaften wachsen. Die Frage ist nur, wie viel Zeit jene von GWD Minden im ergebnisgetriebenen Bundesliga-Geschäft dafür bekommt.