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Erstrunden-Aus im DHB-Pokal - GWD Minden verliert nach desolater Leistung 21:31 gegen Zweitligist Hamm

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Marian Michalczik fand nach dem Spiel keine Erklärung für die schwache Leistung. - © Foto: Bendig
Marian Michalczik fand nach dem Spiel keine Erklärung für die schwache Leistung. (© Foto: Bendig)

Minden (cb). Eine Woche vor dem Start in die Handball-Bundesliga bei der TSV Hannover-Burgdorf befindet sich GWD Minden in einer handfesten Krise. Vor 400 Zuschauern in der Sporthalle Dankersen lieferte das Team von Trainer Frank Carstens gegen den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen eine desolate Leistung ab und verlor in der Höhe verdient mit 21:31 (9:15). Wie vor zwei Jahren schieden die Mindener, die ohne die verletzten Magnus Gullerud, Aliaksandr Padshyvalau und Maximilian Nowatzki auskommen mussten, somit in der 1. Runde des DHB-Pokalwettbewerbs aus.

Bereits in den Anfangsminuten erwischte der agile Gast die Hausherren auf dem falschen Fuß und legte zügig eine 4:1-Führung vor. Die Mindener vermochten es nicht, die vom früheren GWD-Spieler Markus Fuchs gut organisierte ASV-Deckung auseinanderzuspielen. Zudem erwischte ASV-Keeper Felix Storbeck einen Glanztag und ließ die GWD-Angreifer über die gesamte Spielzeit verzweifeln.

Nach dem schnellen Rückstand berappelten sich die Hausherren zunächst und drehten den Rückstand sogar bis zur 20. Minute in eine eigene 9:7-Führung. Savvas Savvas, der von Trainer Frank Carstens für den linken Rückraum in die Anfangsformation beordert worden war, krönte die stärkste GWD-Phase mit einem wunderschönen Dreher an Storbeck vorbei zum 9:7. Doch dann versetzten die Gäste den Mindenern den entscheidenden Schlag. Bis zur Pause zog der Zweitligist, angeführt vom früheren GWD-Spielmacher Sören Südmeier (sechs Treffer) auf 11:9 vorbei.

Marten Franke durfte an alter Wirkungsstätte im ASV-Trikot jubeln. - © Foto: Bendig
Marten Franke durfte an alter Wirkungsstätte im ASV-Trikot jubeln. (© Foto: Bendig)

Carstens versuchte, den Hammer Lauf durch eine Auszeit zu bremsen. Es blieb beim Versuch. Auch die Maßnahme, den erstmals wieder nach seinem Muskelfaseranriss aufgebotenen Christoph Reißky für den blassen Christoffer Rambo in den rechten Rückraum zu beordern, verpuffte wirkungslos. Storbeck fing den ersten und einzigen Wurfversuch Reißkys. Danach dürfte der Zugang von den Füchsen Berlin noch einen weiteren Angriff auf dem Feld bleiben – dann war dessen Arbeitstag vorerst aber wieder beendet. Zudem zeigte die Maßnahme, nun Marian Michalczik in den linken Rückraum für Savvas zu beordern, keine Wirkung. Die Verunsicherung stieg in den Reihen der Grün-Weißen, die laut Carstens in der Offensive „mit zu viel Risiko spielten“, von Minute zu Minute an. Hamm nutze das gnadenlos und Vyron Papadopoulos setzte mit der Schlusssirene noch einen weiteren Nadelstich zur 15:9-Pausenführung des ASV. „In dieser Phase haben wir das Spiel weggeschmissen. Außerdem haben wir uns hinten zu leicht auseinanderspielen lassen, so dass wir in den Zweikämpfen keine Hilfe hatten und die dann auch verloren haben“, sagte Carstens weiter.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Geschehen. Südmeier und der dritte Ex-GWD-Spieler in Reihen des ASV, Marten Franke, hielten mit ihren Treffern zum 16:10 (Franke) und 17:11 (Südmeier) GWD auf Distanz. Als Carstens in der 36. Minute noch einmal beim Stand von 12:19 zur Auszeit bat, war das Spiel eigentlich entschieden. „Das Spiel ist schwer in Wort zu fassen“, suchte Kapitän Michalczik nach einer Erklärung und stellte fest: „Wenn Hamm einen überragenden tag wie heute erwischt, kann man gegen sie auch verlieren. Aber nicht auf diese Art und Weise.“ Lucas Meister stellte ernüchtert fest: „Das war eine Standortbestimmung. Und man sieht, auf welchen Niveau wir stehen, wenn wir nicht an unser Leistungsmaximum kommen.“

Im zweiten Spiel des Erstrunden-Turniers setzte sich Empor Rostock im Drittliga-Duell gegen den Oranienburger HC mit 31:29 (15:14) durch und fordert am Sonntag um 14 Uhr den ASV Hamm-Westfalen heraus.

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MindenErstrunden-Aus im DHB-Pokal - GWD Minden verliert nach desolater Leistung 21:31 gegen Zweitligist HammMinden (cb). Eine Woche vor dem Start in die Handball-Bundesliga bei der TSV Hannover-Burgdorf befindet sich GWD Minden in einer handfesten Krise. Vor 400 Zuschauern in der Sporthalle Dankersen lieferte das Team von Trainer Frank Carstens gegen den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen eine desolate Leistung ab und verlor in der Höhe verdient mit 21:31 (9:15). Wie vor zwei Jahren schieden die Mindener, die ohne die verletzten Magnus Gullerud, Aliaksandr Padshyvalau und Maximilian Nowatzki auskommen mussten, somit in der 1. Runde des DHB-Pokalwettbewerbs aus. Bereits in den Anfangsminuten erwischte der agile Gast die Hausherren auf dem falschen Fuß und legte zügig eine 4:1-Führung vor. Die Mindener vermochten es nicht, die vom früheren GWD-Spieler Markus Fuchs gut organisierte ASV-Deckung auseinanderzuspielen. Zudem erwischte ASV-Keeper Felix Storbeck einen Glanztag und ließ die GWD-Angreifer über die gesamte Spielzeit verzweifeln. Nach dem schnellen Rückstand berappelten sich die Hausherren zunächst und drehten den Rückstand sogar bis zur 20. Minute in eine eigene 9:7-Führung. Savvas Savvas, der von Trainer Frank Carstens für den linken Rückraum in die Anfangsformation beordert worden war, krönte die stärkste GWD-Phase mit einem wunderschönen Dreher an Storbeck vorbei zum 9:7. Doch dann versetzten die Gäste den Mindenern den entscheidenden Schlag. Bis zur Pause zog der Zweitligist, angeführt vom früheren GWD-Spielmacher Sören Südmeier (sechs Treffer) auf 11:9 vorbei. Carstens versuchte, den Hammer Lauf durch eine Auszeit zu bremsen. Es blieb beim Versuch. Auch die Maßnahme, den erstmals wieder nach seinem Muskelfaseranriss aufgebotenen Christoph Reißky für den blassen Christoffer Rambo in den rechten Rückraum zu beordern, verpuffte wirkungslos. Storbeck fing den ersten und einzigen Wurfversuch Reißkys. Danach dürfte der Zugang von den Füchsen Berlin noch einen weiteren Angriff auf dem Feld bleiben – dann war dessen Arbeitstag vorerst aber wieder beendet. Zudem zeigte die Maßnahme, nun Marian Michalczik in den linken Rückraum für Savvas zu beordern, keine Wirkung. Die Verunsicherung stieg in den Reihen der Grün-Weißen, die laut Carstens in der Offensive „mit zu viel Risiko spielten“, von Minute zu Minute an. Hamm nutze das gnadenlos und Vyron Papadopoulos setzte mit der Schlusssirene noch einen weiteren Nadelstich zur 15:9-Pausenführung des ASV. „In dieser Phase haben wir das Spiel weggeschmissen. Außerdem haben wir uns hinten zu leicht auseinanderspielen lassen, so dass wir in den Zweikämpfen keine Hilfe hatten und die dann auch verloren haben“, sagte Carstens weiter. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Geschehen. Südmeier und der dritte Ex-GWD-Spieler in Reihen des ASV, Marten Franke, hielten mit ihren Treffern zum 16:10 (Franke) und 17:11 (Südmeier) GWD auf Distanz. Als Carstens in der 36. Minute noch einmal beim Stand von 12:19 zur Auszeit bat, war das Spiel eigentlich entschieden. „Das Spiel ist schwer in Wort zu fassen“, suchte Kapitän Michalczik nach einer Erklärung und stellte fest: „Wenn Hamm einen überragenden tag wie heute erwischt, kann man gegen sie auch verlieren. Aber nicht auf diese Art und Weise.“ Lucas Meister stellte ernüchtert fest: „Das war eine Standortbestimmung. Und man sieht, auf welchen Niveau wir stehen, wenn wir nicht an unser Leistungsmaximum kommen.“ Im zweiten Spiel des Erstrunden-Turniers setzte sich Empor Rostock im Drittliga-Duell gegen den Oranienburger HC mit 31:29 (15:14) durch und fordert am Sonntag um 14 Uhr den ASV Hamm-Westfalen heraus.