Minden

Freundschaften fürs Leben - Hamms Spielmacher Sören Südmeier und seine bewegte GWD-Vergangenheit

Stefan Rüter

Vor einem Jahr war Sören Südmeier mit dem ASV Hamm-Westfalen zum Sportmenü bei GWD Minden. Diesmal kehrt der Spielmacher aus Nordhemmern für das erste Pflichtspiel gegen seinen Ex-Verein zurück. MT-Archivfoto: Marcus Riechmann
Vor einem Jahr war Sören Südmeier mit dem ASV Hamm-Westfalen zum Sportmenü bei GWD Minden. Diesmal kehrt der Spielmacher aus Nordhemmern für das erste Pflichtspiel gegen seinen Ex-Verein zurück. MT-Archivfoto: Marcus Riechmann

Minden (sru). „Viele Spieler kenne ich ja gar nicht mehr“, sagt Sören Südmeier mit Blick auf den Mindener Kader, der in den vergangenen beiden Transferphasen sein Gesicht stark verändert hat. Aber zu Marian Michalczik und Mats Korte hat „Südi“ noch regelmäßig Kontakt. Fakt ist: Das DHB-Pokal-Duell wird für den Ex-Mindener am Samstag auf jeden Fall ein besonderes Handball-Erlebnis.

Natürlich ist Südmeier noch oft in Minden und Umgebung. Seine Eltern wohnen in Nordhemmern, seine Freundin kommt aus Südhemmern. Doch aktuell ist der ASV-Spielmacher sogar häufiger in Minden, als ihm lieb ist. Der 28-Jährige hatte in der Vorbereitung Nacken- und Schulterprobleme, und bei medizinischen Fragen sind für ihn weiterhin GWD-Mannschaftsarzt Jörg Pöhlmann und Physiotherapeut Philipp Rössler die erste Adresse.

„Schon toll, dass ich da weiter so eine Unterstützung bekomme“, freut sich Südmeier über die engen Verbindungen in seine Heimat. Zehn Jahre GWD haben Spuren in seinem Leben hinterlassen. Es sind Freundschaften entstanden, die auch große Entfernungen problemlos überstehen. Ungefähr zwei Mal im Jahr trifft sich „Südi“ mit seinen alten GWD-Kumpels zum Stammtisch. „Es ist immer herrlich, wenn wir das schaffen.“

Zu der illustren Runde gehören Gerrit Bartsch, Janis Helmdach, Georg Auerswald, Nils Torbrügge (HSG Wetzlar), Markus Fuchs (ASV Hamm), Florian Freitag (TuS Vinnhorst) und Jannik Oevermann (Lit Tribe Germania) – damals die „jungen Wilden“ bei GWD. Bei den Treffen werden in gelöster Stimmung alte Handball-Geschichten ausgepackt, durch die gemeinsame Zeit in Minden sind Freundschaften fürs Leben entstanden.

Südmeier hat im vergangenen Sommer in Hamm ein neues Kapitel seiner Handball-Karriere gestartet. Das Team hat am Bundesliga-Aufstieg geschnuppert. „Aber dafür war unsere Hinrunde zu schlecht. Wir mussten uns erst finden. Auch ich bin nur mit meiner Rückrunde richtig zufrieden gewesen“, gibt Südmeier zu.

In Hamm fühlt er sich wohl, studiert nebenbei an der Fern-Universität Unna Sport- und Trainingswissenschaften. Und in der Mannschaft passt es auch. Die ASV-Jungs haben einen engen Zusammenhalt und treffen sich oft, um gemeinsam zu kochen, zu grillen oder Fußball zu gucken. „Das ist richtig cool“, sagt der Mittelmann.

Eine große Vorfreude verspürt er, wenn er an das morgige Duell gegen Minden denkt. In der Sporthalle Dankersen hat Südmeier seine ersten Spiele für GWD gemacht – damals noch in der Jugend. „Wir wollen es Minden so schwer wie möglich machen. GWD ist natürlich Favorit, aber an einem guten Tag können wir so ein Spiel gewinnen“, hofft der ASV-Spielmacher auf die Pokal-Überraschung.

Hamm will auch in dieser Saison wieder um den Aufstieg mitspielen. Doch die Konkurrenz ist brutal: Gummersbach, Bietigheim, Lübbecke, Coburg, Lübeck-Schwartau und der HSV Handball sind neben Hamm die heißesten Anwärter auf die zwei Spitzenplätze. „Sobald man keine 100 Prozent zeigt, lässt man Punkte liegen“, weiß Südmeier aus Erfahrung. Und auch morgen muss Hamm am oberen Limit spielen, damit er seinen alten Kollegen eins auswischen kann.

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MindenFreundschaften fürs Leben - Hamms Spielmacher Sören Südmeier und seine bewegte GWD-VergangenheitStefan RüterMinden (sru). „Viele Spieler kenne ich ja gar nicht mehr“, sagt Sören Südmeier mit Blick auf den Mindener Kader, der in den vergangenen beiden Transferphasen sein Gesicht stark verändert hat. Aber zu Marian Michalczik und Mats Korte hat „Südi“ noch regelmäßig Kontakt. Fakt ist: Das DHB-Pokal-Duell wird für den Ex-Mindener am Samstag auf jeden Fall ein besonderes Handball-Erlebnis. Natürlich ist Südmeier noch oft in Minden und Umgebung. Seine Eltern wohnen in Nordhemmern, seine Freundin kommt aus Südhemmern. Doch aktuell ist der ASV-Spielmacher sogar häufiger in Minden, als ihm lieb ist. Der 28-Jährige hatte in der Vorbereitung Nacken- und Schulterprobleme, und bei medizinischen Fragen sind für ihn weiterhin GWD-Mannschaftsarzt Jörg Pöhlmann und Physiotherapeut Philipp Rössler die erste Adresse. „Schon toll, dass ich da weiter so eine Unterstützung bekomme“, freut sich Südmeier über die engen Verbindungen in seine Heimat. Zehn Jahre GWD haben Spuren in seinem Leben hinterlassen. Es sind Freundschaften entstanden, die auch große Entfernungen problemlos überstehen. Ungefähr zwei Mal im Jahr trifft sich „Südi“ mit seinen alten GWD-Kumpels zum Stammtisch. „Es ist immer herrlich, wenn wir das schaffen.“ Zu der illustren Runde gehören Gerrit Bartsch, Janis Helmdach, Georg Auerswald, Nils Torbrügge (HSG Wetzlar), Markus Fuchs (ASV Hamm), Florian Freitag (TuS Vinnhorst) und Jannik Oevermann (Lit Tribe Germania) – damals die „jungen Wilden“ bei GWD. Bei den Treffen werden in gelöster Stimmung alte Handball-Geschichten ausgepackt, durch die gemeinsame Zeit in Minden sind Freundschaften fürs Leben entstanden. Südmeier hat im vergangenen Sommer in Hamm ein neues Kapitel seiner Handball-Karriere gestartet. Das Team hat am Bundesliga-Aufstieg geschnuppert. „Aber dafür war unsere Hinrunde zu schlecht. Wir mussten uns erst finden. Auch ich bin nur mit meiner Rückrunde richtig zufrieden gewesen“, gibt Südmeier zu. In Hamm fühlt er sich wohl, studiert nebenbei an der Fern-Universität Unna Sport- und Trainingswissenschaften. Und in der Mannschaft passt es auch. Die ASV-Jungs haben einen engen Zusammenhalt und treffen sich oft, um gemeinsam zu kochen, zu grillen oder Fußball zu gucken. „Das ist richtig cool“, sagt der Mittelmann. Eine große Vorfreude verspürt er, wenn er an das morgige Duell gegen Minden denkt. In der Sporthalle Dankersen hat Südmeier seine ersten Spiele für GWD gemacht – damals noch in der Jugend. „Wir wollen es Minden so schwer wie möglich machen. GWD ist natürlich Favorit, aber an einem guten Tag können wir so ein Spiel gewinnen“, hofft der ASV-Spielmacher auf die Pokal-Überraschung. Hamm will auch in dieser Saison wieder um den Aufstieg mitspielen. Doch die Konkurrenz ist brutal: Gummersbach, Bietigheim, Lübbecke, Coburg, Lübeck-Schwartau und der HSV Handball sind neben Hamm die heißesten Anwärter auf die zwei Spitzenplätze. „Sobald man keine 100 Prozent zeigt, lässt man Punkte liegen“, weiß Südmeier aus Erfahrung. Und auch morgen muss Hamm am oberen Limit spielen, damit er seinen alten Kollegen eins auswischen kann.