Minden

Gullerud-Ausfall ist für Carstens "ein Schlag ins Kontor"

Sebastian Külbel

Beim Training mit den Kadetten Schaffhausen standen Magnus Gullerud (rechts) und Lucas Meister zeitweise zusammen in der Abwehr-Mitte. Letzterer muss den Norweger vorerst ersetzen. MT- - © Foto: Sebastian Külbel
Beim Training mit den Kadetten Schaffhausen standen Magnus Gullerud (rechts) und Lucas Meister zeitweise zusammen in der Abwehr-Mitte. Letzterer muss den Norweger vorerst ersetzen. MT- (© Foto: Sebastian Külbel)

Minden (mt). Drei Tage nach einem folgenschweren Fehltritt kann Magnus Gullerud schon wieder lachen. „Es ist kein guter Zeitpunkt, aber man kann es nicht ändern“, sagt GWD Mindens Kreisläufer über seine Fraktur im linken Fuß, genauer gesagt am großen Zeh, die ihn sechs Wochen außer Gefecht setzt. Somit bricht Trainer Frank Carstens einer der wichtigsten Leistungsträger für das wegweisende Auftaktprogramm weg.

„Für uns ist das mehr als ein Schlag ins Kontor“, sagt der Coach deshalb auch: „Magnus gehört zu den verbliebenen Stützen in unserem Kader. Davon gibt es mutmaßlich auch einige unter den Zugängen, die sich aber erst noch im grün-weißen Trikot beweisen müssen. Das gilt vor allem für den neuen Kreisläufer Lucas Meister: „Er muss das jetzt eins zu eins ersetzen“, fordert Carstens: „Er spielt zwar etwas anders als Magnus, aber er kann dieses Profil abdecken.“ Zudem rückt Nachwuchsmann Justus Richtzenhain auf und darf auf mehr Einsatzzeiten in den ersten Spielen spekulieren.

Gullerud hofft derweil, dass sein Bruch schnell ausheilt und er zügig in den Spielrhythmus zurückkehren kann: „Für mich geht die Vorbereitung jetzt etwas länger. Ich dachte eigentlich, ich bin durch mit Kraft und Ausdauer, aber jetzt muss ich noch ein paar Wochen machen.“ Denn Gewichte stemmen kann der 27-Jährige weiterhin ohne Beeinträchtigung, nur bei den Konditionsübungen muss er statt in die Laufschuhe vorerst aufs Fahrrad steigen.

„Es könnte schlimmer sein“, sagt der norwegische Vize-Weltmeister daher auch und erinnert sich an seinen Bandscheibenvorfall. Diesen zog er sich 2016 kurz vor seinem Wechsel nach Minden zu und fiel fast fünf Monate aus. Seitdem blieb er von Verletzungen verschont: „Danach habe ich alle Spiele gemacht.“ Auch deshalb wird es Gullerud schwer fallen, seinen Kollegen in den nächsten Wochen nur zuschauen zu können: „Wenn man da sitzt und nichts machen kann, tut es weh. Ich bin dann nervöser, als wenn ich mitspiele.“

Coach Carstens hat jetzt noch zwei Wochen Zeit, eine Formation ohne seinen Kreisläufer Nummer eins einzuspielen. Da kommt ihm der Spielo-Cup am Wochenende ganz gelegen. „Das sind zwei weitere Spiele für Lucas“, sagt er. Spätestens in der ersten Pokalrunde gegen Zweitligist ASV Hamm-Westfalen muss das Team funktionieren. Das gilt zum einen im Angriff, wo Gullerud als sicherer Vollstrecker geschätzt wird, aber noch viel mehr in der Abwehr: Hier bildet der Norweger gemeinsam mit Miljan Pusica einen eingespielten Innenblock.

Der Verletzte glaubt, dass die Mannschaft das hinkriegt: „Ich habe Vertrauen in die Jungs. Wir haben im Trainingslager viele Fortschritte gemacht und uns gut entwickelt.“ Sein unverschuldetes Missgeschick will Gullerud derweil nicht mehr groß thematisieren: „Solche doofen Dinge passieren, es war einfach unglücklich.“

Im letzten Spiel des Linden-Cups gegen den Bundesliga-Rivalen Bergischer HC (30:33) war Gullerud auf einen Hallendeckel getreten und hängen geblieben. „Die sollten eigentlich abgeklebt sein“, sagt der Spieler, während sein Trainer noch gestern etwas aufgebracht war: „Es ist einfach sehr ärgerlich, wenn es wegen solcher Nachlässigkeiten zu Verletzungen kommt. So etwas darf nicht passieren, denn eigentlich müssen die Schiedsrichter den Spielaufbau prüfen.“

Spielo-Cup

GWD Minden - HSC 2000 Coburg (Sa. 10. August, 17.30 Uhr)Spiel um Platz 3/Finale (So. 11. August, 15 Uhr/17 Uhr)

DHB-Pokal

GWD Minden - ASV Hamm-Westfalen (Sa. 17. August, 18.30 Uhr)evtl. Finale (So. 18. August, 14 Uhr)

Bundesliga

TSV Hannover-Burgdorf - GWD Minden (So. 25. August, 16 Uhr)GWD Minden - SC DHfK Leipzig (Do. 29. August, 19 Uhr)Füchse Berlin - GWD Minden (Mi. 4. September, 19 Uhr)TVB Stuttgart - GWD Minden (So. 8. September, 16 Uhr)GWD Minden - Die Eulen Ludwigshafen (Do. 12. September, 19.00)FA Göppingen - GWD Minden (Do. 19. September, 19 Uhr)

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MindenGullerud-Ausfall ist für Carstens "ein Schlag ins Kontor"Sebastian KülbelMinden (mt). Drei Tage nach einem folgenschweren Fehltritt kann Magnus Gullerud schon wieder lachen. „Es ist kein guter Zeitpunkt, aber man kann es nicht ändern“, sagt GWD Mindens Kreisläufer über seine Fraktur im linken Fuß, genauer gesagt am großen Zeh, die ihn sechs Wochen außer Gefecht setzt. Somit bricht Trainer Frank Carstens einer der wichtigsten Leistungsträger für das wegweisende Auftaktprogramm weg. „Für uns ist das mehr als ein Schlag ins Kontor“, sagt der Coach deshalb auch: „Magnus gehört zu den verbliebenen Stützen in unserem Kader. Davon gibt es mutmaßlich auch einige unter den Zugängen, die sich aber erst noch im grün-weißen Trikot beweisen müssen. Das gilt vor allem für den neuen Kreisläufer Lucas Meister: „Er muss das jetzt eins zu eins ersetzen“, fordert Carstens: „Er spielt zwar etwas anders als Magnus, aber er kann dieses Profil abdecken.“ Zudem rückt Nachwuchsmann Justus Richtzenhain auf und darf auf mehr Einsatzzeiten in den ersten Spielen spekulieren. Gullerud hofft derweil, dass sein Bruch schnell ausheilt und er zügig in den Spielrhythmus zurückkehren kann: „Für mich geht die Vorbereitung jetzt etwas länger. Ich dachte eigentlich, ich bin durch mit Kraft und Ausdauer, aber jetzt muss ich noch ein paar Wochen machen.“ Denn Gewichte stemmen kann der 27-Jährige weiterhin ohne Beeinträchtigung, nur bei den Konditionsübungen muss er statt in die Laufschuhe vorerst aufs Fahrrad steigen. „Es könnte schlimmer sein“, sagt der norwegische Vize-Weltmeister daher auch und erinnert sich an seinen Bandscheibenvorfall. Diesen zog er sich 2016 kurz vor seinem Wechsel nach Minden zu und fiel fast fünf Monate aus. Seitdem blieb er von Verletzungen verschont: „Danach habe ich alle Spiele gemacht.“ Auch deshalb wird es Gullerud schwer fallen, seinen Kollegen in den nächsten Wochen nur zuschauen zu können: „Wenn man da sitzt und nichts machen kann, tut es weh. Ich bin dann nervöser, als wenn ich mitspiele.“ Coach Carstens hat jetzt noch zwei Wochen Zeit, eine Formation ohne seinen Kreisläufer Nummer eins einzuspielen. Da kommt ihm der Spielo-Cup am Wochenende ganz gelegen. „Das sind zwei weitere Spiele für Lucas“, sagt er. Spätestens in der ersten Pokalrunde gegen Zweitligist ASV Hamm-Westfalen muss das Team funktionieren. Das gilt zum einen im Angriff, wo Gullerud als sicherer Vollstrecker geschätzt wird, aber noch viel mehr in der Abwehr: Hier bildet der Norweger gemeinsam mit Miljan Pusica einen eingespielten Innenblock. Der Verletzte glaubt, dass die Mannschaft das hinkriegt: „Ich habe Vertrauen in die Jungs. Wir haben im Trainingslager viele Fortschritte gemacht und uns gut entwickelt.“ Sein unverschuldetes Missgeschick will Gullerud derweil nicht mehr groß thematisieren: „Solche doofen Dinge passieren, es war einfach unglücklich.“ Im letzten Spiel des Linden-Cups gegen den Bundesliga-Rivalen Bergischer HC (30:33) war Gullerud auf einen Hallendeckel getreten und hängen geblieben. „Die sollten eigentlich abgeklebt sein“, sagt der Spieler, während sein Trainer noch gestern etwas aufgebracht war: „Es ist einfach sehr ärgerlich, wenn es wegen solcher Nachlässigkeiten zu Verletzungen kommt. So etwas darf nicht passieren, denn eigentlich müssen die Schiedsrichter den Spielaufbau prüfen.“ Spielo-Cup GWD Minden - HSC 2000 Coburg (Sa. 10. August, 17.30 Uhr)Spiel um Platz 3/Finale (So. 11. August, 15 Uhr/17 Uhr) DHB-Pokal GWD Minden - ASV Hamm-Westfalen (Sa. 17. August, 18.30 Uhr)evtl. Finale (So. 18. August, 14 Uhr) Bundesliga TSV Hannover-Burgdorf - GWD Minden (So. 25. August, 16 Uhr)GWD Minden - SC DHfK Leipzig (Do. 29. August, 19 Uhr)Füchse Berlin - GWD Minden (Mi. 4. September, 19 Uhr)TVB Stuttgart - GWD Minden (So. 8. September, 16 Uhr)GWD Minden - Die Eulen Ludwigshafen (Do. 12. September, 19.00)FA Göppingen - GWD Minden (Do. 19. September, 19 Uhr)