Minden/Linden

GWD gewinnt beim Linden-Cup gegen Hüttenberg - Sonntag steht das Sportmenü in Dankersen an

Astrid Plaßhenrich

Mindens Rückraumspieler Christoffer Rambo (rechts) wird beim Linden-Cup dosiert eingesetzt, um einer Überbelastung vorzubeugen. - © Foto: René Weiss
Mindens Rückraumspieler Christoffer Rambo (rechts) wird beim Linden-Cup dosiert eingesetzt, um einer Überbelastung vorzubeugen. (© Foto: René Weiss)

Minden/Linden (mt). Der Lagerkoller ist ausgeblieben. Auch am achten Tag des zweigeteilten Trainingslagers in Schaffhausen (Schweiz) und im hessischen Linden war die Stimmung beim Handball-Bundesligisten GWD Minden unverändert gut. Die neuen Spieler wurden in der zurückliegenden Woche problemlos integriert, spielerische Grundlagen gelegt. Allerdings gibt es auch Dinge, die GWD-Trainer Frank Carstens Sorgen bereiten.

Die Intensität bleibt auch in der letzten Phase des Trainingslagers konstant hoch. Beim 28. Linden-Cup bestreitet GWD drei Spiele in vier Tagen. Nach der 26:28-Niederlage gegen den Zweitligisten HSC Coburg am Mittwoch folgte am Donnerstag ein 22:19 (11:7)-Sieg gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg. Allerdings lagen die 18 technischen Fehler Frank Carstens schwer im Magen. „Wir haben im Positionsangriff noch große Schwierigkeiten. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung auch normal. Schließlich müssen Routinen, die nach den personellen Umbruch verloren gegangen sind, sich erst neu entwickeln“, sagt der GWD-Coach. Die Automatismen können sich auch deswegen nicht einspielen, weil Carstens Christoffer Rambo im rechten Rückraum nur sehr dosiert einsetzt, um einer Überbelastung vorzubeugen. Gleichzeitig kuriert dessen Positionspartner Christoph Reißky weiterhin seinen Muskelfaserriss aus. „Dadurch fehlt eine gewisse Durchschlagskraft“, erklärt Frank Carstens.

Diese machte sich gegen Hüttenberg direkt zu Beginn bemerkbar. Minden war einem 0:3 (5.), 2:5 (11.) und 5:7 (19.) hintergelaufen, ehe die Grün-Weißen den Schalter umlegten und das Ergebnis bis zur Pause zu einem 11:7 drehten. Nach dem Wechsel ließ GWD aber erneut nach. Hüttenberg war zunächst ein 3:0-Lauf gelungen und ging sogar mit 15:14 in Führung (45.). Die Mindener sicherten sich erst in der Schlussphase den knappen Sieg.

Aber es gab auch Positives zu berichten: Marian Michalczik konnte nach seiner überstandenen Halsentzündung erstmals wieder spielen und traf viermal. „Er ist auf dem Weg der Besserung, fit ist aber etwas anderes“, meint der GWD-Coach. Aliaksandr Padshyvalau, der gegen Coburg aufgrund einer Ellbogenprellung ebenfalls passen musste, zog gegen Hüttenberg als Mittelmann die Fäden. „Er hat seine Sache gut gemacht“, urteilt Carstens, der in der Schlussphase Spielmacher Juri Knorr im linken Rückraum testete. Einen guten Eindruck hinterließ auch der neue Schlussmann Malte Semisch mit 15 Paraden.

Mit Spannung sieht der GWD-Coach der letzten Partie des Linden-Cups gegen den Bundesligarivalen Bergischer HC an diesem Samstag (19.30 Uhr) entgegen: „Das ist eine echte Standortbestimmung. In dem Spiel werden wir noch einmal wertvolle Hinweise erhalten, was bereits gut läuft und an welchen Dingen wir noch verstärkt arbeiten müssen.“ Am Freitag absolvierten die Mindener nach einer leichten Laufeinheit am Morgen zwei weitere Trainingseinheiten. Direkt nach dem Spiel gegen den BHC fahren die Mindener dann endlich nach Hause.

Doch bereits am Sonntag geht es mit unverminderten Tempo weiter. Zum traditionellen Sportmenü empfängt GWD den Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe in der Sporthalle Dankersen (17 Uhr). Dort präsentieren sich die Grün-Weißen erstmals vor heimischer Kulisse. Die Spieler des Anschlusskaders, wie Torwart Leon Grabenstein oder der von Gummersbach gekommene Jonas Molz, werden zuvor beim Drittligateam eingesetzt, das gegen Lit Tribe Germania spielt (14.45 Uhr).

Tore für GWD Minden gegen Hüttenberg:Meister 5, Ritterbach 1, Richtzenhain 1, Korte 2, Padshyvalau 3, Pusica 1, Michalczik 4/2, Staar 1, Gulliksen 4.

Eintritt frei

Der Eintritt für das Spiel der GWD-Profis gegen den Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe (17 Uhr) beträgt 10 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt kostenlos.Genauso ist der Eintritt für das zuvor stattfindende Spiel der beiden Drittligisten GWD II und Lit Tribe Germania (14.45 Uhr) für alle Zuschauer frei. Wie gewohnt werden die neuen Profis und Trainer Carstens interviewt und sich in familiärer Atmosphäre ihren Fans vorstellen. (apl)

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Minden/LindenGWD gewinnt beim Linden-Cup gegen Hüttenberg - Sonntag steht das Sportmenü in Dankersen anAstrid PlaßhenrichMinden/Linden (mt). Der Lagerkoller ist ausgeblieben. Auch am achten Tag des zweigeteilten Trainingslagers in Schaffhausen (Schweiz) und im hessischen Linden war die Stimmung beim Handball-Bundesligisten GWD Minden unverändert gut. Die neuen Spieler wurden in der zurückliegenden Woche problemlos integriert, spielerische Grundlagen gelegt. Allerdings gibt es auch Dinge, die GWD-Trainer Frank Carstens Sorgen bereiten. Die Intensität bleibt auch in der letzten Phase des Trainingslagers konstant hoch. Beim 28. Linden-Cup bestreitet GWD drei Spiele in vier Tagen. Nach der 26:28-Niederlage gegen den Zweitligisten HSC Coburg am Mittwoch folgte am Donnerstag ein 22:19 (11:7)-Sieg gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg. Allerdings lagen die 18 technischen Fehler Frank Carstens schwer im Magen. „Wir haben im Positionsangriff noch große Schwierigkeiten. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung auch normal. Schließlich müssen Routinen, die nach den personellen Umbruch verloren gegangen sind, sich erst neu entwickeln“, sagt der GWD-Coach. Die Automatismen können sich auch deswegen nicht einspielen, weil Carstens Christoffer Rambo im rechten Rückraum nur sehr dosiert einsetzt, um einer Überbelastung vorzubeugen. Gleichzeitig kuriert dessen Positionspartner Christoph Reißky weiterhin seinen Muskelfaserriss aus. „Dadurch fehlt eine gewisse Durchschlagskraft“, erklärt Frank Carstens. Diese machte sich gegen Hüttenberg direkt zu Beginn bemerkbar. Minden war einem 0:3 (5.), 2:5 (11.) und 5:7 (19.) hintergelaufen, ehe die Grün-Weißen den Schalter umlegten und das Ergebnis bis zur Pause zu einem 11:7 drehten. Nach dem Wechsel ließ GWD aber erneut nach. Hüttenberg war zunächst ein 3:0-Lauf gelungen und ging sogar mit 15:14 in Führung (45.). Die Mindener sicherten sich erst in der Schlussphase den knappen Sieg. Aber es gab auch Positives zu berichten: Marian Michalczik konnte nach seiner überstandenen Halsentzündung erstmals wieder spielen und traf viermal. „Er ist auf dem Weg der Besserung, fit ist aber etwas anderes“, meint der GWD-Coach. Aliaksandr Padshyvalau, der gegen Coburg aufgrund einer Ellbogenprellung ebenfalls passen musste, zog gegen Hüttenberg als Mittelmann die Fäden. „Er hat seine Sache gut gemacht“, urteilt Carstens, der in der Schlussphase Spielmacher Juri Knorr im linken Rückraum testete. Einen guten Eindruck hinterließ auch der neue Schlussmann Malte Semisch mit 15 Paraden. Mit Spannung sieht der GWD-Coach der letzten Partie des Linden-Cups gegen den Bundesligarivalen Bergischer HC an diesem Samstag (19.30 Uhr) entgegen: „Das ist eine echte Standortbestimmung. In dem Spiel werden wir noch einmal wertvolle Hinweise erhalten, was bereits gut läuft und an welchen Dingen wir noch verstärkt arbeiten müssen.“ Am Freitag absolvierten die Mindener nach einer leichten Laufeinheit am Morgen zwei weitere Trainingseinheiten. Direkt nach dem Spiel gegen den BHC fahren die Mindener dann endlich nach Hause. Doch bereits am Sonntag geht es mit unverminderten Tempo weiter. Zum traditionellen Sportmenü empfängt GWD den Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe in der Sporthalle Dankersen (17 Uhr). Dort präsentieren sich die Grün-Weißen erstmals vor heimischer Kulisse. Die Spieler des Anschlusskaders, wie Torwart Leon Grabenstein oder der von Gummersbach gekommene Jonas Molz, werden zuvor beim Drittligateam eingesetzt, das gegen Lit Tribe Germania spielt (14.45 Uhr). Tore für GWD Minden gegen Hüttenberg:Meister 5, Ritterbach 1, Richtzenhain 1, Korte 2, Padshyvalau 3, Pusica 1, Michalczik 4/2, Staar 1, Gulliksen 4. Eintritt frei Der Eintritt für das Spiel der GWD-Profis gegen den Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe (17 Uhr) beträgt 10 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt kostenlos.Genauso ist der Eintritt für das zuvor stattfindende Spiel der beiden Drittligisten GWD II und Lit Tribe Germania (14.45 Uhr) für alle Zuschauer frei. Wie gewohnt werden die neuen Profis und Trainer Carstens interviewt und sich in familiärer Atmosphäre ihren Fans vorstellen. (apl)