Linden/Minden

GWD kassiert Testspiel-Niederlage gegen Coburg nach 21 Fehlwürfen

Sebastian Külbel

GWD Mindens Juri Knorr (am Ball) wird vom Coburger Stephan Zeman bedrängt. Der Zugang teilte sich gestern die Spielmacherrolle mit Simon Strakeljahn. - © Foto: René Weiss
GWD Mindens Juri Knorr (am Ball) wird vom Coburger Stephan Zeman bedrängt. Der Zugang teilte sich gestern die Spielmacherrolle mit Simon Strakeljahn. (© Foto: René Weiss)

Linden/Minden (mt). Die Geschichte des zweiten Testspiels in der laufenden Saisonvorbereitung war für Trainer Frank Carstens schnell erzählt: Mit 21 Fehlwürfen verbaute sich Handball-Bundesligist GWD Minden beim 26:28 (13:15) gegen den HSC Coburg aus der 2. Liga alle Chancen auf einen Sieg in seinem ersten Spiel beim Linden-Cup in Mittelhessen.

„17 davon waren hundertprozentige Chancen“, schilderte Carstens den unglücklichen Spielverlauf in der Stadthalle Linden und fügte hinzu: „Da erwarte ich einfach, dass wir besser treffen.“ Schon im ersten Testspiel beim Alpla HC Hard hatte seine Mannschaft am vorigen Sonntag viele Möglichkeiten ausgelassen, aber am Ende noch locker 32:21 gewonnen. „Diesmal war der Gegner aber stärker“, meinte Carstens.

Denn Coburg nutzte die Nachlässigkeiten der Mindener aus, um einen prestigeträchtigen Sieg gegen einen Bundesligisten einzufahren. Der sah in der Anfangsphase sogar ganz schlecht aus, als er 3:8 und 6:11 zurücklag, sich dann aber fing und bis zur Pause auf zwei Tore heran kam. „Das war eine gute Phase, in der vor allem Savvas Savvas viel Druck gemacht und gute Entscheidungen getroffen hat“, sagte sein Trainer hinterher.

Nach der Pause verlor GWD aber wieder den Faden und geriet über 17:20 sogar 17:24 in Rückstand. Die Ostwestfalen kämpften sich zwar noch einmal zum 25:25-Ausgleich, leisteten sich in den letzten Minuten aber die entscheidenden Fehlwürfe zu viel. „Wir müssen einfach sicherer werden im Abschluss“, forderte Carstens.

Der hatte gestern zwar wieder seinen jungen Spielern viele Spielanteile gewährt, ließ das aber nicht als Entschuldigung für die ärgerliche Niederlage gelten: „Die Grundqualität ist da, wir bekommen das auch in dieser Besetzung hin, die Chancen heraus zu spielen. Das Ergebnis spricht für die Spielanlage, aber nicht für die Abschlussqualität.“ Linksaußen Joscha Ritterbach nutzte mit vier Toren etwa nur die Hälfte seiner Würfe, der erst gestern nach seiner Teilnahme an der U21-WM zum Team gestoßene Rechtsaußen Max Staar leistete sich sogar fünf Fehlversuche.

Noch nicht für einen Einsatz reichte es bei Marian Michalczik, der sich beim Trainingslager in Schaffhausen eine Halsentzündung eingefangen hatte. Möglicherweise kann der Nationalspieler aber schon heute beim zweiten Turnierspiel gegen den TV Hüttenberg wieder eingreifen. Passen mussten gestern auch Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau mit einer Ellbogenprellung und Christoph Reißky, der nach einem leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel noch nicht so weit ist.

Das erste Spiel des Profi-Turniers beim Linden-Cup hatte Mindens Bundesliga-Konkurrent Bergischer HC am Dienstag souverän 33:22 (18:11) gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg gewonnen. Gegen Letzteren hat GWD heute um 20.15 Uhr die schnelle Gelegenheit zur Wiedergutmachung, bevor es am Samstag um 19.30 Uhr zum Duell der beiden Bundesligisten kommt.

Tore für GWD Minden: Pusica 4, Rambo 4, Ritterbach 4, Korte 3, Richtzenhain 3, Savvas 3, Knorr 2, Gullerud 1, Gulliksen 1, Strakeljahn 1.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Linden/MindenGWD kassiert Testspiel-Niederlage gegen Coburg nach 21 FehlwürfenSebastian KülbelLinden/Minden (mt). Die Geschichte des zweiten Testspiels in der laufenden Saisonvorbereitung war für Trainer Frank Carstens schnell erzählt: Mit 21 Fehlwürfen verbaute sich Handball-Bundesligist GWD Minden beim 26:28 (13:15) gegen den HSC Coburg aus der 2. Liga alle Chancen auf einen Sieg in seinem ersten Spiel beim Linden-Cup in Mittelhessen. „17 davon waren hundertprozentige Chancen“, schilderte Carstens den unglücklichen Spielverlauf in der Stadthalle Linden und fügte hinzu: „Da erwarte ich einfach, dass wir besser treffen.“ Schon im ersten Testspiel beim Alpla HC Hard hatte seine Mannschaft am vorigen Sonntag viele Möglichkeiten ausgelassen, aber am Ende noch locker 32:21 gewonnen. „Diesmal war der Gegner aber stärker“, meinte Carstens. Denn Coburg nutzte die Nachlässigkeiten der Mindener aus, um einen prestigeträchtigen Sieg gegen einen Bundesligisten einzufahren. Der sah in der Anfangsphase sogar ganz schlecht aus, als er 3:8 und 6:11 zurücklag, sich dann aber fing und bis zur Pause auf zwei Tore heran kam. „Das war eine gute Phase, in der vor allem Savvas Savvas viel Druck gemacht und gute Entscheidungen getroffen hat“, sagte sein Trainer hinterher. Nach der Pause verlor GWD aber wieder den Faden und geriet über 17:20 sogar 17:24 in Rückstand. Die Ostwestfalen kämpften sich zwar noch einmal zum 25:25-Ausgleich, leisteten sich in den letzten Minuten aber die entscheidenden Fehlwürfe zu viel. „Wir müssen einfach sicherer werden im Abschluss“, forderte Carstens. Der hatte gestern zwar wieder seinen jungen Spielern viele Spielanteile gewährt, ließ das aber nicht als Entschuldigung für die ärgerliche Niederlage gelten: „Die Grundqualität ist da, wir bekommen das auch in dieser Besetzung hin, die Chancen heraus zu spielen. Das Ergebnis spricht für die Spielanlage, aber nicht für die Abschlussqualität.“ Linksaußen Joscha Ritterbach nutzte mit vier Toren etwa nur die Hälfte seiner Würfe, der erst gestern nach seiner Teilnahme an der U21-WM zum Team gestoßene Rechtsaußen Max Staar leistete sich sogar fünf Fehlversuche. Noch nicht für einen Einsatz reichte es bei Marian Michalczik, der sich beim Trainingslager in Schaffhausen eine Halsentzündung eingefangen hatte. Möglicherweise kann der Nationalspieler aber schon heute beim zweiten Turnierspiel gegen den TV Hüttenberg wieder eingreifen. Passen mussten gestern auch Mittelmann Aliaksandr Padshyvalau mit einer Ellbogenprellung und Christoph Reißky, der nach einem leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel noch nicht so weit ist. Das erste Spiel des Profi-Turniers beim Linden-Cup hatte Mindens Bundesliga-Konkurrent Bergischer HC am Dienstag souverän 33:22 (18:11) gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg gewonnen. Gegen Letzteren hat GWD heute um 20.15 Uhr die schnelle Gelegenheit zur Wiedergutmachung, bevor es am Samstag um 19.30 Uhr zum Duell der beiden Bundesligisten kommt. Tore für GWD Minden: Pusica 4, Rambo 4, Ritterbach 4, Korte 3, Richtzenhain 3, Savvas 3, Knorr 2, Gullerud 1, Gulliksen 1, Strakeljahn 1.