Lübbecke

30. Auflage des Spielo-Cups im August: Die Karten kommen auf den Tisch

Marcus Riechmann

Armin Gauselmann präsentiert den massiven Siegerpokal Nach einem Jahr Pause freut sich der Turniersponsor auf die nun 30. Ausgabe des tradtionsreichen Spielocups. Im Endspiel sähe er gern das Derby und damit die Männer neben sich: (von links) Peter Strosack und Emir Kurtagic vom TuS N-Lübbecke sowie (von rechts) die beiden GWD-Vertreter Marian Michalczik und Frank Carstens. MT- - © Foto: Riechmann
Armin Gauselmann präsentiert den massiven Siegerpokal Nach einem Jahr Pause freut sich der Turniersponsor auf die nun 30. Ausgabe des tradtionsreichen Spielocups. Im Endspiel sähe er gern das Derby und damit die Männer neben sich: (von links) Peter Strosack und Emir Kurtagic vom TuS N-Lübbecke sowie (von rechts) die beiden GWD-Vertreter Marian Michalczik und Frank Carstens. MT- (© Foto: Riechmann)

Lübbecke (mt). Für das adrette Ambiente im nett hergerichteten Innenhof der Rentei im Schloss Benkhausen haben die beiden Männer kein Augen. Sie stehen beschattet von einem großen Schirm am cremefarben behussten Bartisch und unterhalten sich lebhaft. Neben ihnen auf dem Stehtisch glänzt ein schwerer Silberpokal in der Sonne.

Frank Carstens und Emir Kurtagic reden über Handball. Doch nicht nur das Thema verbindet die beiden Trainer. Auch ihre Ziele und der Weg, der vor ihnen liegt, sind ähnlich. Das haben sie zuvor beim Pressegespräch zum 30. Spielo-Cup deutlich gemacht. Beide wollen die Vergangenheit abhaken, nach vorne blicken, erfolgreich arbeiten und mit ihren Teams besser spielen und abschneiden als in der vergangenen Saison.

Carstens will nicht mehr über die missratene Rückrunde des Bundesligisten GWD Minden nachdenken, Kurtagic sich nicht von der verkorksten Saison des Zweitligisten TuS N-Lübbecke und dem deutlich verpassten Wiederaufstieg belasten lassen. Er habe das Klagen und Wehen verstanden, sagt Kurtagic: „Aber ich bin erst seit dem 1. Juli hier“, spricht er von einem Neuanfang. Das unterstreicht TuS-Geschäftsführer Torsten Appel: „Wir haben einen Vorteil, den normale Unternehmen nicht haben: Wir können am 1.7. den Reset-Knopf drücken und neu starten.“

Für beide Trainer liegt die kommende Saison wie eine spannende Reise vor ihnen. Kurtagic ist neu dabei, lernt Team, Verein und Region erst langsam kennen. Carstens ist zwar schon seit viereinhalb Jahren bei GWD im Geschäft, doch auch für ihn startet die Vorbereitung mit vielen Fragezeichen: Gleich acht neue Spieler sind zu seinem Kader gestoßen, das Team ist runderneuert. „Das wird spannend“, sagt Carstens und fügt mit einem geradezu vergnügten Blick an: „Ich freue mich darauf, dass es nun wieder losgeht. Und die Spieler freuen sich auch.“ Die Zuversicht ist auch Marian Michalczik anzusehen: „Wir haben im neuen Kader mehr Breite im Rückraum, die wollen wir aktivieren“, sagt der 22-jährige GWD-Nationalspieler und fügt lächelnd an: „Wir haben einige Talente, von denen wissen die Leute noch gar nicht, was in ihnen steckt.“

Wie gut Carstens und Kurtagic mit ihren Teams in die Vorbereitung starten, wie gut sie Mannschaften entwickeln – davon können sich die Fans in der Region alsbald ein Bild machen. Beim Spielo-Cup präsentieren sich die Mühlenkreisrivalen am Wochenende 19./11. August. Die 30. Auflage des traditionsreichen Vorbereitungsturniers kommt in einer hochklassigen Besetzung daher: Neben den Platzhirschen GWD und TuS treten der Erstligist SC DHfK Leipzig – am Donnerstag, 29. August, erster Heimspielgegner von GWD in der Kampa-Halle – und der ambitionierte Zweitligist HSC Coburg zum Kräftemessen an.

In der Lübbecker Merkur-Arena eröffnet die Partie zwischen GWD und Coburg am Samstag, 10. August, um 17.30 Uhr das Turnier. Im Anschluss stehen sich um 19.30 im zweiten Halbfinale der TuS N-Lübbecke und der SC Leipzig gegenüber. „Darauf freue ich mich unheimlich“, sagt Kurtagic vor dem Vergleich mit den Sachsen: „Wir wollen uns messen, wir wollen sehen: Wie groß ist der Unterschied zwischen einem gestandene Bundesligisten und einem – man muss es ja so sagen – Zweitligisten, der keine großen Ansprüche anmelden darf.“

Auch sein Spieler Peter Strosack freut sich auf die Partie gegen seinen Ex-Klub: „Das wird eine echte Standortbestimmung für uns.“

Das Wort von der Standortbestimmung fällt an diesem Nachmittag häufiger. Das hat einen Grund: Eine Woche vor der ersten Runde im DHB-Pokal und zwei Wochen vor dem Saisonstart geht es für die Spieler um Stammplätze und für die Trainer um den Feinschliff: „Zu diesem Zeitpunkt versteckt keiner mehr was“, verspricht Carstens den Fans volle Pulle Handball.

30. Spielo-Cup

Samstag, 10. August

Halbfinale in Lübbecke

GWD Minden - HSC Coburg 17.30

TuS N-Lübbecke - SC DHfK Leipzig 19.30

Sonntag, 11. August

Endrunde in Minden

Spiel um Platz drei 15.00

Finale 17.00

Kartenvorverkauf

Tickets gibt es in den Geschäftsstellen des TuS N-Lübbecke und von GWD Minden sowie bei Sport Meisolle in Dankersen.

Alle Infos zum Turnier auch im Netz: www.spielocup.de

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Lübbecke30. Auflage des Spielo-Cups im August: Die Karten kommen auf den TischMarcus RiechmannLübbecke (mt). Für das adrette Ambiente im nett hergerichteten Innenhof der Rentei im Schloss Benkhausen haben die beiden Männer kein Augen. Sie stehen beschattet von einem großen Schirm am cremefarben behussten Bartisch und unterhalten sich lebhaft. Neben ihnen auf dem Stehtisch glänzt ein schwerer Silberpokal in der Sonne. Frank Carstens und Emir Kurtagic reden über Handball. Doch nicht nur das Thema verbindet die beiden Trainer. Auch ihre Ziele und der Weg, der vor ihnen liegt, sind ähnlich. Das haben sie zuvor beim Pressegespräch zum 30. Spielo-Cup deutlich gemacht. Beide wollen die Vergangenheit abhaken, nach vorne blicken, erfolgreich arbeiten und mit ihren Teams besser spielen und abschneiden als in der vergangenen Saison. Carstens will nicht mehr über die missratene Rückrunde des Bundesligisten GWD Minden nachdenken, Kurtagic sich nicht von der verkorksten Saison des Zweitligisten TuS N-Lübbecke und dem deutlich verpassten Wiederaufstieg belasten lassen. Er habe das Klagen und Wehen verstanden, sagt Kurtagic: „Aber ich bin erst seit dem 1. Juli hier“, spricht er von einem Neuanfang. Das unterstreicht TuS-Geschäftsführer Torsten Appel: „Wir haben einen Vorteil, den normale Unternehmen nicht haben: Wir können am 1.7. den Reset-Knopf drücken und neu starten.“ Für beide Trainer liegt die kommende Saison wie eine spannende Reise vor ihnen. Kurtagic ist neu dabei, lernt Team, Verein und Region erst langsam kennen. Carstens ist zwar schon seit viereinhalb Jahren bei GWD im Geschäft, doch auch für ihn startet die Vorbereitung mit vielen Fragezeichen: Gleich acht neue Spieler sind zu seinem Kader gestoßen, das Team ist runderneuert. „Das wird spannend“, sagt Carstens und fügt mit einem geradezu vergnügten Blick an: „Ich freue mich darauf, dass es nun wieder losgeht. Und die Spieler freuen sich auch.“ Die Zuversicht ist auch Marian Michalczik anzusehen: „Wir haben im neuen Kader mehr Breite im Rückraum, die wollen wir aktivieren“, sagt der 22-jährige GWD-Nationalspieler und fügt lächelnd an: „Wir haben einige Talente, von denen wissen die Leute noch gar nicht, was in ihnen steckt.“ Wie gut Carstens und Kurtagic mit ihren Teams in die Vorbereitung starten, wie gut sie Mannschaften entwickeln – davon können sich die Fans in der Region alsbald ein Bild machen. Beim Spielo-Cup präsentieren sich die Mühlenkreisrivalen am Wochenende 19./11. August. Die 30. Auflage des traditionsreichen Vorbereitungsturniers kommt in einer hochklassigen Besetzung daher: Neben den Platzhirschen GWD und TuS treten der Erstligist SC DHfK Leipzig – am Donnerstag, 29. August, erster Heimspielgegner von GWD in der Kampa-Halle – und der ambitionierte Zweitligist HSC Coburg zum Kräftemessen an. In der Lübbecker Merkur-Arena eröffnet die Partie zwischen GWD und Coburg am Samstag, 10. August, um 17.30 Uhr das Turnier. Im Anschluss stehen sich um 19.30 im zweiten Halbfinale der TuS N-Lübbecke und der SC Leipzig gegenüber. „Darauf freue ich mich unheimlich“, sagt Kurtagic vor dem Vergleich mit den Sachsen: „Wir wollen uns messen, wir wollen sehen: Wie groß ist der Unterschied zwischen einem gestandene Bundesligisten und einem – man muss es ja so sagen – Zweitligisten, der keine großen Ansprüche anmelden darf.“ Auch sein Spieler Peter Strosack freut sich auf die Partie gegen seinen Ex-Klub: „Das wird eine echte Standortbestimmung für uns.“ Das Wort von der Standortbestimmung fällt an diesem Nachmittag häufiger. Das hat einen Grund: Eine Woche vor der ersten Runde im DHB-Pokal und zwei Wochen vor dem Saisonstart geht es für die Spieler um Stammplätze und für die Trainer um den Feinschliff: „Zu diesem Zeitpunkt versteckt keiner mehr was“, verspricht Carstens den Fans volle Pulle Handball. 30. Spielo-Cup Samstag, 10. August Halbfinale in Lübbecke GWD Minden - HSC Coburg 17.30 TuS N-Lübbecke - SC DHfK Leipzig 19.30 Sonntag, 11. August Endrunde in Minden Spiel um Platz drei 15.00 Finale 17.00 Kartenvorverkauf Tickets gibt es in den Geschäftsstellen des TuS N-Lübbecke und von GWD Minden sowie bei Sport Meisolle in Dankersen. Alle Infos zum Turnier auch im Netz: www.spielocup.de