Minden

Kampa-Halle wird umgebaut: Die einzige Alternative für GWD Minden lautet Lübbecke

Marcus Riechmann

GWD Minden um Max Staar – hier beim Wurf – steht der Auszug aus der Kampa-Halle bevor. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
GWD Minden um Max Staar – hier beim Wurf – steht der Auszug aus der Kampa-Halle bevor. Foto: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (mt). Wenn die Kampa-Halle umgebaut wird, gibt es für die Handballer von GWD Minden nur eine Lösung: „Wir werden dann wohl nach Lübbecke in die Kreissporthalle ausweichen“, sagt Markus Kalusche. Man habe verschiedene Modelle durchgespielt, auch die Rattenfängerhalle in Hameln als Spielort erwogen, doch die erfüllt die Bundesliga-Standards nicht. Daher bietet sich keine andere Lösung an, als in der Heimspielstätte des derzeit in der 2. Liga spielenden Mühlenkreiskonkurrenten TuS N-Lübbecke zu spielen: „Das ist das wahrscheinlichste Szenario“, sagt GWD-Geschäftsführer Kalusche.

Falls Anfang Mai 2020 der Umbau begönne, wäre noch ein Heimspiel in der bereits am 14. Mai 2020 endenden Saison betroffen. Vor allem aber geht es um die erste Hälfte der dann folgenden Spielzeit, in der die Heimspiele von GWD und TuS N-Lübbecke sorgsam koordiniert werden müssen.

„Ein Umzug bedeutet einen extremen planerischen Aufwand für uns. Das wird uns herausfordern“, sagt Kalusche. Es gibt vieles zu tun: Die Dauerkartenplätze müssten adäquat in die 3200 Zuschauer fassende und damit um rund 600 Plätze kleinere Lübbecker Halle transferiert werden. Neben der mobilen LED-Bande müssen auch die weiteren Werbemittel in der Kreissporthalle aufgebaut werden. Ein Problem stellt auch die von der Handball-Bundesliga geforderte Technik dar: Im Sommer wird in der Kampa-Halle viel Elektronik (darunter auch eine Video-Wand) installiert – auch, weil künftig die Laufwege der Handballer über Sender in den Trikots erfasst werden. Das muss auch in Lübbecke gewährleistet werden. Vor allem aber muss der VIP-Raum umziehen. „Das ist nicht einfach“ sagt Kalusche, denn für die rund 400 VIP-Gäste der Mindener ist der Raum in Lübbecke zu klein.

„Da müssen wir Lösungen finden“, sagt der Geschäftsführer, der mit dem Gedanken an ein VIP-Zelt spielt. Er erkennt im bevorstehenden Umzug auch Chancen: „Wir haben so die Möglichkeit, mal ein paar neue Sachen auszuprobieren.“ Das gilt auch für die Erweiterung des Einzugsgebietes: „Wir nähern uns dem Hiller und Lübbecker Raum ein wenig an.“

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MindenKampa-Halle wird umgebaut: Die einzige Alternative für GWD Minden lautet LübbeckeMarcus RiechmannMinden (mt). Wenn die Kampa-Halle umgebaut wird, gibt es für die Handballer von GWD Minden nur eine Lösung: „Wir werden dann wohl nach Lübbecke in die Kreissporthalle ausweichen“, sagt Markus Kalusche. Man habe verschiedene Modelle durchgespielt, auch die Rattenfängerhalle in Hameln als Spielort erwogen, doch die erfüllt die Bundesliga-Standards nicht. Daher bietet sich keine andere Lösung an, als in der Heimspielstätte des derzeit in der 2. Liga spielenden Mühlenkreiskonkurrenten TuS N-Lübbecke zu spielen: „Das ist das wahrscheinlichste Szenario“, sagt GWD-Geschäftsführer Kalusche. Falls Anfang Mai 2020 der Umbau begönne, wäre noch ein Heimspiel in der bereits am 14. Mai 2020 endenden Saison betroffen. Vor allem aber geht es um die erste Hälfte der dann folgenden Spielzeit, in der die Heimspiele von GWD und TuS N-Lübbecke sorgsam koordiniert werden müssen. „Ein Umzug bedeutet einen extremen planerischen Aufwand für uns. Das wird uns herausfordern“, sagt Kalusche. Es gibt vieles zu tun: Die Dauerkartenplätze müssten adäquat in die 3200 Zuschauer fassende und damit um rund 600 Plätze kleinere Lübbecker Halle transferiert werden. Neben der mobilen LED-Bande müssen auch die weiteren Werbemittel in der Kreissporthalle aufgebaut werden. Ein Problem stellt auch die von der Handball-Bundesliga geforderte Technik dar: Im Sommer wird in der Kampa-Halle viel Elektronik (darunter auch eine Video-Wand) installiert – auch, weil künftig die Laufwege der Handballer über Sender in den Trikots erfasst werden. Das muss auch in Lübbecke gewährleistet werden. Vor allem aber muss der VIP-Raum umziehen. „Das ist nicht einfach“ sagt Kalusche, denn für die rund 400 VIP-Gäste der Mindener ist der Raum in Lübbecke zu klein. „Da müssen wir Lösungen finden“, sagt der Geschäftsführer, der mit dem Gedanken an ein VIP-Zelt spielt. Er erkennt im bevorstehenden Umzug auch Chancen: „Wir haben so die Möglichkeit, mal ein paar neue Sachen auszuprobieren.“ Das gilt auch für die Erweiterung des Einzugsgebietes: „Wir nähern uns dem Hiller und Lübbecker Raum ein wenig an.“