Minden

Musterprofi Luka Zvizej geht mit einem Lächeln

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Luka Zvizej genoss den Abschied gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Kris und Jan. MT- - © Foto: Riechmann
Luka Zvizej genoss den Abschied gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Kris und Jan. MT- (© Foto: Riechmann)

Minden (rich). Entspannt ging Luka Zvizej mit dem Abend voller Abschiede um. Der GWD-Linksaußen posierte mit seinen Söhnen Kris und Jan – beide wuselten in kleinen Zvizej-Trikots mit der Nummer 77 dabei über das Handballfeld – für Fotos. Hier herzte Zvizej die Fans, dort plauderte er mit seinen Weggefährten. Auch an seinem letzten Arbeitstag in der Kampa-Halle zeigte sich der Vollprofi, der seine aktive Karriere mit dem Abschied aus Minden beenden wird, von seiner besten Seite.

„Ich habe mich hier von Anfang an willkommen gefühlt, ich habe viele neue Freunde gefunden“, sagte der Slowene über seine zwei Mindener Jahre. Seine stets positive Ausstrahlung begründete der 39-Jährige mit einer pragmatischen Lebensphilosophie: „Handball ist Arbeit, Handball ist Freude, Handball ist mein Leben. Das will ich genießen.“ Für Zvizej geht es heim nach Celje. Beim Champions-League-Klub RK wird er eine Stelle im Management antreten. Wie professionell der Linksaußen nach Stationen bei europäischen Spitzenklubs geworden ist, offenbart sich in seiner Arbeitshaltung: „Handball ist ein Zirkus. Egal, wie es mir geht: Ich muss meinen Job machen. Die Zuschauer bezahlen Eintritt, wir bieten eine Show. Und am besten einen Sieg.“

Diese Art von Show und vor allem Siege sahen die GWD-Fans in den letzten Monaten kaum mehr. Nach dem Traumstart in die Saison riss die Erfolgsserie im Dezember abrupt. Das verlorene Spiel beim Bergischen HC läutete schwierige Monate ein, die das Team immer weiter von den Zielsetzungen entfernte und nun mit dem 32:35 erneut gegen den BHC ihre Fortführung fand. Die von den in Trennungen mündenden Vertragsverhandlungen mit Doder, Mansson und Sonne ausgehenden Verwerfungen fanden vom Rand den Weg ins Zentrum des Teams und erschütterten die Basis offenbar nachhaltiger als gedacht.

Ein Spiel bleibt GWD noch, um den trostlosen letzten Eindruck zu korrigieren und zugleich die angestrebte Zahl von 27 Punkten als zumindest minimale Verbesserung zur vergangenen Saison doch zu verwirklichen. Doch es wird nicht einfach: Im hochspannenden Abstiegskampf hat der nächste Gegner ungeahnte Kräfte freigesetzt. Die Eulen Ludwigshafen siegten jüngst sogar bei den Rhein-Neckar Löwen und kämpfen am Pfingstsonntag, 9. Juni, als Gastgeber von GWD Minden um mehr als einen guten Eindruck. Für sie geht es im Abstiegsfinale um den Klassenerhalt.

Was die Grün-weißen aus Minden in der engen und stets heißen Atmosphäre der Ebert-Halle erwarten wird, machte Eulen-Trainer Benjamin Matschke bereits nach dem 29:26-Sensationssieg gegen die Löwen deutlich: „Wir kämpfen seit elf Monaten für dieses letzte Spiel. Es wird ein überragendes letztes Heimspiel und das haben meine Spieler einfach verdient.“

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MindenMusterprofi Luka Zvizej geht mit einem LächelnMinden (rich). Entspannt ging Luka Zvizej mit dem Abend voller Abschiede um. Der GWD-Linksaußen posierte mit seinen Söhnen Kris und Jan – beide wuselten in kleinen Zvizej-Trikots mit der Nummer 77 dabei über das Handballfeld – für Fotos. Hier herzte Zvizej die Fans, dort plauderte er mit seinen Weggefährten. Auch an seinem letzten Arbeitstag in der Kampa-Halle zeigte sich der Vollprofi, der seine aktive Karriere mit dem Abschied aus Minden beenden wird, von seiner besten Seite. „Ich habe mich hier von Anfang an willkommen gefühlt, ich habe viele neue Freunde gefunden“, sagte der Slowene über seine zwei Mindener Jahre. Seine stets positive Ausstrahlung begründete der 39-Jährige mit einer pragmatischen Lebensphilosophie: „Handball ist Arbeit, Handball ist Freude, Handball ist mein Leben. Das will ich genießen.“ Für Zvizej geht es heim nach Celje. Beim Champions-League-Klub RK wird er eine Stelle im Management antreten. Wie professionell der Linksaußen nach Stationen bei europäischen Spitzenklubs geworden ist, offenbart sich in seiner Arbeitshaltung: „Handball ist ein Zirkus. Egal, wie es mir geht: Ich muss meinen Job machen. Die Zuschauer bezahlen Eintritt, wir bieten eine Show. Und am besten einen Sieg.“ Diese Art von Show und vor allem Siege sahen die GWD-Fans in den letzten Monaten kaum mehr. Nach dem Traumstart in die Saison riss die Erfolgsserie im Dezember abrupt. Das verlorene Spiel beim Bergischen HC läutete schwierige Monate ein, die das Team immer weiter von den Zielsetzungen entfernte und nun mit dem 32:35 erneut gegen den BHC ihre Fortführung fand. Die von den in Trennungen mündenden Vertragsverhandlungen mit Doder, Mansson und Sonne ausgehenden Verwerfungen fanden vom Rand den Weg ins Zentrum des Teams und erschütterten die Basis offenbar nachhaltiger als gedacht. Ein Spiel bleibt GWD noch, um den trostlosen letzten Eindruck zu korrigieren und zugleich die angestrebte Zahl von 27 Punkten als zumindest minimale Verbesserung zur vergangenen Saison doch zu verwirklichen. Doch es wird nicht einfach: Im hochspannenden Abstiegskampf hat der nächste Gegner ungeahnte Kräfte freigesetzt. Die Eulen Ludwigshafen siegten jüngst sogar bei den Rhein-Neckar Löwen und kämpfen am Pfingstsonntag, 9. Juni, als Gastgeber von GWD Minden um mehr als einen guten Eindruck. Für sie geht es im Abstiegsfinale um den Klassenerhalt. Was die Grün-weißen aus Minden in der engen und stets heißen Atmosphäre der Ebert-Halle erwarten wird, machte Eulen-Trainer Benjamin Matschke bereits nach dem 29:26-Sensationssieg gegen die Löwen deutlich: „Wir kämpfen seit elf Monaten für dieses letzte Spiel. Es wird ein überragendes letztes Heimspiel und das haben meine Spieler einfach verdient.“