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Kein versöhnlicher Abschied für Dalibor Doder - GWD Minden verliert auch gegen den Bergischen HC

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Es war der vorerst letzte Auftritt von Andreas Cederholm in der Kampa-Halle. Der Schwede tauscht das Mindener Trikot gegen das von TBV Lemgo. Zum Abschied traf Cederholm zweimal. Fotos: Noah Wedel - © Noah Wedel
Es war der vorerst letzte Auftritt von Andreas Cederholm in der Kampa-Halle. Der Schwede tauscht das Mindener Trikot gegen das von TBV Lemgo. Zum Abschied traf Cederholm zweimal. Fotos: Noah Wedel (© Noah Wedel)

Minden (apl). Der versöhnliche Abschluss in der Kampa-Halle blieb aus: Handball-Bundesligist GWD Minden verlor sein letztes Heimspiel der Saison gegen den Bergischen HC mit 32:35 (15:20). Dalibor Doder verabschiedete sich also nach neun Jahren im grün-weißen Trikot mit einer bitteren Niederlage von der Weser. Damit blieb ein fader Beigeschmack,als nach Spielschluss sowohl ihm als auch Andreas Cederholm, Kim Sonne, Anton Mansson,Luka Zvizej, Lukas Kister und Maurice Paske Adieu gesagt wurde.

Emotional wurde es bereits vor dem Anpfiff. Dalibor Doder lief mit seinen Söhnen ein, die beide das GWD-Trikot mit seiner Nummer 33 trugen. Die Fans hielten Plakate mit "Danke Doder" hoch. Und auch Luka Zvizej lief zum letzten Mal im Mindener Trikot in die Kampa-Halle ein und hatte ebenfalls seine beiden Jungs an der Hand. Er war auch der einzige, der von den Spielern, die GWD nach dieser Saison verlassen, starten durfte.

Doder hingegen musste auf der Bank Platz nehmen. Seine Wadenverletzung erwies sich als zu hartnäckig, als dass der 40-Jährige spielen konnte. Allerdings war er als Siebenmeter-Schütze vorgesehen. Als Doder nach 3:39 Minuten dann das Feld betrat, gab es Extra-Applaus. Den Siebenmeter verwarf der scheidende Regisseur allerdings beim Stand von 2:1 für die Grün-Weißen. Es war die einzige Führung, die die Mindener im gesamten Spiel haben sollten.

Die Grün-Weißen trafen im Angriff zahlreiche falsche Entscheidungen - und dabei hatte GWD-Trainer Frank Carstens an seine Mannen appelliert, kluge Entscheidungen in der Offensive zu wählen. Der BHC fand dagegen alsbald großen Spaß daran, die Grün-Weißen nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen. Die Gäste setzten sich über ein 10:6 (13.), 15:10 (21.) und 20:13 (28.) ab. Carstens war so sauer auf seine Truppe, dass er bereits in der 22. Minute mit voller Wucht gegen die Band getreten hatte.

Auch nach dem Wechsel sollte sich das Bild nicht ändern: Der BHC kam zu einfachen Toren und zeigte etliche Tempogegenstöße, die immer wieder zum Erfolg führten. Die Mindener haderten stattdessen mit sich selber und der Schiedsrichterleistung. Als GWD in der 38. Minute den zweiten Siebenmeter in dem Spiel zugesprochen bekam, war es Zvizej und nicht Doder, der antrat und diesen zum 19:24 verwandelte.

Als GWD nach einem weiteren Zvizej-Tor noch einmal auf 23:36 verkürzt hatte, keimte noch einmal Hoffnung auf (43.), die Mindener Fans wurden lauter. Aber der BHC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte clever seinen Turn herunter. Tomas Babak stellte in der 45. Minute den alten Fünf-Tore-Abstand wieder her.

Beim Stand von 27:31 versuchte Carstens noch einmal alles: Er setzte auf den siebten Feldspieler. GWD verkürzte tatsächlich nach einem Treffer von Miljan Pusica auf 28:31, kassierte aber im direkten Gegenzug das 28:32 durch Amor Gunnarsson. Anschließend scheiterte Zvizej bei seinem Siebenmeter-Versuch kläglich. BHC-Schlussmann Christopher Rudek konnte den Ball sogar festhalten (55.). Als dann Kristian Nippes zum 34:29 getroffen hatte, war der Auswärtssieg des Bergischen HC besiegelt (58.). Dalibor Doder blieb bei seinem letzten Auftritt in Minden ohne Tor.

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MindenKein versöhnlicher Abschied für Dalibor Doder - GWD Minden verliert auch gegen den Bergischen HCMinden (apl). Der versöhnliche Abschluss in der Kampa-Halle blieb aus: Handball-Bundesligist GWD Minden verlor sein letztes Heimspiel der Saison gegen den Bergischen HC mit 32:35 (15:20). Dalibor Doder verabschiedete sich also nach neun Jahren im grün-weißen Trikot mit einer bitteren Niederlage von der Weser. Damit blieb ein fader Beigeschmack,als nach Spielschluss sowohl ihm als auch Andreas Cederholm, Kim Sonne, Anton Mansson,Luka Zvizej, Lukas Kister und Maurice Paske Adieu gesagt wurde. Emotional wurde es bereits vor dem Anpfiff. Dalibor Doder lief mit seinen Söhnen ein, die beide das GWD-Trikot mit seiner Nummer 33 trugen. Die Fans hielten Plakate mit "Danke Doder" hoch. Und auch Luka Zvizej lief zum letzten Mal im Mindener Trikot in die Kampa-Halle ein und hatte ebenfalls seine beiden Jungs an der Hand. Er war auch der einzige, der von den Spielern, die GWD nach dieser Saison verlassen, starten durfte. Doder hingegen musste auf der Bank Platz nehmen. Seine Wadenverletzung erwies sich als zu hartnäckig, als dass der 40-Jährige spielen konnte. Allerdings war er als Siebenmeter-Schütze vorgesehen. Als Doder nach 3:39 Minuten dann das Feld betrat, gab es Extra-Applaus. Den Siebenmeter verwarf der scheidende Regisseur allerdings beim Stand von 2:1 für die Grün-Weißen. Es war die einzige Führung, die die Mindener im gesamten Spiel haben sollten. Die Grün-Weißen trafen im Angriff zahlreiche falsche Entscheidungen - und dabei hatte GWD-Trainer Frank Carstens an seine Mannen appelliert, kluge Entscheidungen in der Offensive zu wählen. Der BHC fand dagegen alsbald großen Spaß daran, die Grün-Weißen nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen. Die Gäste setzten sich über ein 10:6 (13.), 15:10 (21.) und 20:13 (28.) ab. Carstens war so sauer auf seine Truppe, dass er bereits in der 22. Minute mit voller Wucht gegen die Band getreten hatte. Auch nach dem Wechsel sollte sich das Bild nicht ändern: Der BHC kam zu einfachen Toren und zeigte etliche Tempogegenstöße, die immer wieder zum Erfolg führten. Die Mindener haderten stattdessen mit sich selber und der Schiedsrichterleistung. Als GWD in der 38. Minute den zweiten Siebenmeter in dem Spiel zugesprochen bekam, war es Zvizej und nicht Doder, der antrat und diesen zum 19:24 verwandelte. Als GWD nach einem weiteren Zvizej-Tor noch einmal auf 23:36 verkürzt hatte, keimte noch einmal Hoffnung auf (43.), die Mindener Fans wurden lauter. Aber der BHC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte clever seinen Turn herunter. Tomas Babak stellte in der 45. Minute den alten Fünf-Tore-Abstand wieder her. Beim Stand von 27:31 versuchte Carstens noch einmal alles: Er setzte auf den siebten Feldspieler. GWD verkürzte tatsächlich nach einem Treffer von Miljan Pusica auf 28:31, kassierte aber im direkten Gegenzug das 28:32 durch Amor Gunnarsson. Anschließend scheiterte Zvizej bei seinem Siebenmeter-Versuch kläglich. BHC-Schlussmann Christopher Rudek konnte den Ball sogar festhalten (55.). Als dann Kristian Nippes zum 34:29 getroffen hatte, war der Auswärtssieg des Bergischen HC besiegelt (58.). Dalibor Doder blieb bei seinem letzten Auftritt in Minden ohne Tor.