Minden

GWD Minden empfängt heute den ungeliebten Gegner SC DHfK Leipzig

Marcus Riechmann

Ein Erfolgsgarant beim 31:30-Sieg in Stuttgart: GWD-Torhüter Kim Sonne (links) wehrte 34 Prozent der Würfe auf sein Tor ab. Leipzigs Milos Putera war beim letzten Spiel sogar noch ein bisschen besser. Foto: Benjamin Lau/Eibner - © EIBNER/Benjamin_Lau
Ein Erfolgsgarant beim 31:30-Sieg in Stuttgart: GWD-Torhüter Kim Sonne (links) wehrte 34 Prozent der Würfe auf sein Tor ab. Leipzigs Milos Putera war beim letzten Spiel sogar noch ein bisschen besser. Foto: Benjamin Lau/Eibner (© EIBNER/Benjamin_Lau)

Minden (mt). Das Hinspiel hallt noch nach. Angeführt von den beiden blendend aufspielenden Andreas Cederholm und Miljan Pusica führte GWD auch ohne den verletzt fehlenden Torjäger Christoffer Rambo im November 23:20 und 24:21 beim SC DHfK Leipzig. Doch als auf der Zielgeraden die Kräfte schwanden, kassierte der Mindener Handball-Bundesligist in der sächsischen Metropole noch eine 25:26-Niederlage und musste ein weiteres Mal mit leeren Händen die Heimreise aus Leipzig antreten. So wie schon in der Vorsaison, als GWD nach einer denkwürdigen Abwehrschlacht 17:20 verloren hatte.

„Das sind immer intensive Spiele“, beschreibt GWD-Trainer Frank Carstens die bislang wenig erfolgreichen Duelle mit dem Ostklub. Vier der letzten fünf Erstliga-Spiele gewann der SC – lediglich im Februar 2017 triumphierte Minden mit 28:23 in der heimischen Kampa-Halle. Dort steht heute Abend im vorletzten Heimspiel der Saison die nächste „Schlacht“ an. Für Frank Carstens ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum angestrebten Top-Ten-Platz in der Liga und dem neuen Bestwert von 27 Saisonpunkten. Und zugleich ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Denn in seiner Zeit beim SC Magdeburg (2010-2013) coachte er die nun für Leipzig spielenden Andreas Rojewski, Maximilian Janke und Philipp Weber. In Jens Vortmann ist auch ein einstiger GWD-Spieler in Leipzig heimisch geworden, doch der Torwart ist in dieser Saison in der Zuschauerrolle gefangen: Noch vor dem ersten Spiel hatte sich der Teamkapitän einen Kreuzbandriss zugezogen, der 31-Jährige konnte in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für den SC bestreiten.

Doch auch auf die Vortmann-Vertreter kann sich der SC verlassen. Miloš Putera und René Villadsen spielen eine starke Saison. Putera glänzt vor allem in der Rückrunde und ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Leipziger Abwehr wieder zur Höchstform gekommen ist. 7:3 Zähler holte Leipzig aus den vergangenen fünf Spielen und trotzte jüngst dem Bergischen HC ein 25:25 ab. „Sie sind schlecht in die Saison gekommen, aber sie sind zurück auf dem alten Niveau“, sind die Gäste für Mindens Coach Carstens deutlich stärker, als der Rang 15 in der Tabelle vermuten lässt. Vier Plätze und vier Punkte ist Leipzig hinter GWD platziert.

Prunkstück der Mannschaft von Trainer André Haber ist die Abwehr. Mit 766 Gegentoren belegt der SC Platz vier der Liga. „Wir brauchen 60 Minuten Präzision, Geduld und Konzentration“, gibt Carstens seiner Angriffsreihe mit auf den Weg. Das gilt auch beim Wurf: Keeper Milos Putera erreichte gegen den Bergischen HC eine Top-Quote von 36 Prozent gehaltener Würfe.

Ähnlich gut agierte Mindens Keeper Kim Sonne mit einer Quote von 34 Prozent beim 31:30-Auswärtssieg in Stuttgart. Trotz der immerhin 30 Gegentore lobte Carstens auch seine Deckung: „Das war top.“ Ähnliches wünscht er sich für den heutigen Abend, wenn es gilt die Leipziger Torjäger Frank Semper (134 Saisontreffer) und Philipp Weber (148/30) zu stoppen sowie dem ausdauernden Angriffsspiel der Gäste mit Disziplin und schnellen Beinen den Schwung zu nehmen.

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MindenGWD Minden empfängt heute den ungeliebten Gegner SC DHfK LeipzigMarcus RiechmannMinden (mt). Das Hinspiel hallt noch nach. Angeführt von den beiden blendend aufspielenden Andreas Cederholm und Miljan Pusica führte GWD auch ohne den verletzt fehlenden Torjäger Christoffer Rambo im November 23:20 und 24:21 beim SC DHfK Leipzig. Doch als auf der Zielgeraden die Kräfte schwanden, kassierte der Mindener Handball-Bundesligist in der sächsischen Metropole noch eine 25:26-Niederlage und musste ein weiteres Mal mit leeren Händen die Heimreise aus Leipzig antreten. So wie schon in der Vorsaison, als GWD nach einer denkwürdigen Abwehrschlacht 17:20 verloren hatte. „Das sind immer intensive Spiele“, beschreibt GWD-Trainer Frank Carstens die bislang wenig erfolgreichen Duelle mit dem Ostklub. Vier der letzten fünf Erstliga-Spiele gewann der SC – lediglich im Februar 2017 triumphierte Minden mit 28:23 in der heimischen Kampa-Halle. Dort steht heute Abend im vorletzten Heimspiel der Saison die nächste „Schlacht“ an. Für Frank Carstens ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum angestrebten Top-Ten-Platz in der Liga und dem neuen Bestwert von 27 Saisonpunkten. Und zugleich ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Denn in seiner Zeit beim SC Magdeburg (2010-2013) coachte er die nun für Leipzig spielenden Andreas Rojewski, Maximilian Janke und Philipp Weber. In Jens Vortmann ist auch ein einstiger GWD-Spieler in Leipzig heimisch geworden, doch der Torwart ist in dieser Saison in der Zuschauerrolle gefangen: Noch vor dem ersten Spiel hatte sich der Teamkapitän einen Kreuzbandriss zugezogen, der 31-Jährige konnte in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für den SC bestreiten. Doch auch auf die Vortmann-Vertreter kann sich der SC verlassen. Miloš Putera und René Villadsen spielen eine starke Saison. Putera glänzt vor allem in der Rückrunde und ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Leipziger Abwehr wieder zur Höchstform gekommen ist. 7:3 Zähler holte Leipzig aus den vergangenen fünf Spielen und trotzte jüngst dem Bergischen HC ein 25:25 ab. „Sie sind schlecht in die Saison gekommen, aber sie sind zurück auf dem alten Niveau“, sind die Gäste für Mindens Coach Carstens deutlich stärker, als der Rang 15 in der Tabelle vermuten lässt. Vier Plätze und vier Punkte ist Leipzig hinter GWD platziert. Prunkstück der Mannschaft von Trainer André Haber ist die Abwehr. Mit 766 Gegentoren belegt der SC Platz vier der Liga. „Wir brauchen 60 Minuten Präzision, Geduld und Konzentration“, gibt Carstens seiner Angriffsreihe mit auf den Weg. Das gilt auch beim Wurf: Keeper Milos Putera erreichte gegen den Bergischen HC eine Top-Quote von 36 Prozent gehaltener Würfe. Ähnlich gut agierte Mindens Keeper Kim Sonne mit einer Quote von 34 Prozent beim 31:30-Auswärtssieg in Stuttgart. Trotz der immerhin 30 Gegentore lobte Carstens auch seine Deckung: „Das war top.“ Ähnliches wünscht er sich für den heutigen Abend, wenn es gilt die Leipziger Torjäger Frank Semper (134 Saisontreffer) und Philipp Weber (148/30) zu stoppen sowie dem ausdauernden Angriffsspiel der Gäste mit Disziplin und schnellen Beinen den Schwung zu nehmen.